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"Armut ist still!" Jennifer Garner vor dem US-Kongress

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Möchte, dass Kinder etwas aus ihrem Leben machen können: Jennifer Garner.

(Foto: REUTERS)

Auch wenn es zu Hause bei Jennifer Garner gerade nicht so einfach sein dürfte - ihr Mann Ben Affleck gestand seine Alkoholsucht und nun versucht die Familie gemeinsam, alles wieder in den Griff zu bekommen - setzt die Schauspielerin sich vehement für andere ein.

"Armut ist still!" Mit diesen Worten begann US-Schauspielerin Jennifer Garner ihre Rede vor dem US-Kongress. Mit emotionalen Worten machte die Ehefrau von Ben Affleck auf die Probleme der frühkindlichen Erziehung in sozial schwachen Familien aufmerksam. Ihr Appell an die Politik: mehr Geld in Erziehungsprogramme investieren, die sich auf Kinder in den ersten Lebensmonaten und -jahren konzentrieren.

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Familie Affleck-Garner - total normal.

(Foto: imago/ZUMA Press)

"Ein Kind, das in seinen ersten fünf Jahren nicht berührt wird, mit dem nicht gesprochen wird, dem nicht vorgelesen oder vorgesungen wird, wird sich davon nie erholen", erklärte Garner, die selbst Mutter von drei Kindern ist. Zur Veranschaulichung erzählte sie die bewegende Geschichte eines elf Monate alten Babys aus Kalifornien. Sie selbst sei bei dem Besuch in der Familie dabei gewesen.

Das Kind habe sein komplettes Leben nur vor dem Fernseher verbracht, noch nie einen Ball gesehen. Als ein Kinderpsychologe die Mutter und das Kind einen Ball hin und her rollen ließ, hätte zum ersten Mal in seinem Leben eine Konversation mit seiner Mama stattgefunden. "Er gluckste und freute sich, machte Baby-Geräusche. Es war, als knipste jemand das Licht an", berichtete Garner sichtlich berührt.

Es gäbe immer mehr Kinder, die in den Kindergarten kommen würden und nicht wüssten, wie man ein Buch halte, die noch nie einen Buchstaben oder eine Zahl bewusst gesehen hätten. Viele Kinder aus armen Familien wüssten nicht, wie man in einem Kreis mit Gleichaltrigen sitze und könnten demnach auch keinem Erwachsenen zuhören, wie der eine Geschichte erzählt. Das müsse dringend geändert werden.

Garner sprach vor den Politikern in ihrer Funktion als Kuratorin von "Save the Children", die sie seit 2014 für insgesamt sechs Jahre innehat. Zuvor war sie bereits zehn Jahre lang als Botschafterin für die Non-Profit-Organisation unterwegs. Garner, die mit ihrer eigenen Familie momentan ja genug zu tun haben dürfte, sagt: "Ich hoffe, ich kann für Kinder in den USA und überall auf der Welt etwas bewirken." Alle Kinder hätten das Recht, gesund aufzuwachsen, zu lernen und etwas aus ihrem Leben zu machen, so ihr Credo.

Quelle: n-tv.de, soe/spot

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