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"Tiger King" will zur Beerdigung Joe Exotics Vater an Covid gestorben

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Joe Exotic (r.) trauert um seinen Vater, hier nicht im Bild.

(Foto: imago images/Cinema Publishers Collection)

22 Jahre muss der als "Tiger King" bekannt gewordene Joe Exotic hinter Gittern verbringen. Mehrfach bittet er US-Präsident Donald Trump erfolglos um Begnadigung. Nun aber hofft er, wenigstens zur Beerdigung seines an Covid-19 gestorbenen Vaters zu dürfen.

Der zu 22 Jahren Haft verurteilte Joe Exotic aus der Netflix-Dokumentation "Tiger King" trauert um seinen Vater Francis Schreibvogel. Dieser ist jetzt an den Folgen einer Coronavirus-Infektion und der daraus resultierenden Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Am Wochenende soll er in Oklahoma beigesetzt werden, und Exotic plant, dabei zu sein.

Wie das US-Promiportal "TMZ" berichtet, hat Exotics Anwaltsteam, allen voran Eric Love, bereits einen Jet gechartert und ihn mit dem "Tiger King"-Schriftzug bekleben lassen. Damit soll es für ihn und seine Kollegen erst einmal nach Washington D.C. gehen. Loves Plan ist es laut "TMZ", jemanden "im Weißen Haus zu treffen, der mit Begnadigungen zu tun hat". Einen Namen nannte der Anwalt dem Bericht nach nicht, doch hat sich Exotic in der Vergangenheit bereits mehrfach an en dann noch wenige Tage amtierenden Präsidenten Donald Trump höchstpersönlich gewandt. Bislang ohne Erfolg. Im September versuchte er es sogar mit einem handgeschriebenen Brief. Sein Hauptargument: Er sei vor dem ganzen Ruhm nur ein "schwuler, Waffen tragender Redneck in Oklahoma" gewesen, der keinen "fairen Prozess" bekommen habe.

Richterliche Erlaubnis als Plan B

Sollte das mit der Begnadigung auch dieses Mal nicht klappen, gibt es aber noch einen Plan B. Love will sich dann an einen Richter wenden und eine eintägige Entlassung von Joe Exotic aus dem Gefängnis erwirken, damit dieser der Beerdigung seines Vaters beiwohnen kann.

Joe Exotic, der mit bürgerlichem Namen Joseph Allen Maldonado-Passage heißt, wurde im April 2020 unter anderem wegen versuchter Erteilung eines Mordauftrags an seiner Konkurrentin Carol Baskin verurteilt. Bekannt wurde der ehemalige Betreiber eines Privatzoos mit Großkatzen durch die Netflix-Serie "Großkatzen und ihre Raubtiere", die im englischen Original den Titel "Tiger King: Murder, Mayhem and Madness" trägt.

Quelle: ntv.de, nan