Unterhaltung

Box-Kampfrichter und Moderator Kabarettist Werner Schneyder ist tot

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Werner Scheyder hinterlässt ein vielfältiges Lebenswerk: Dramen, Erzählungen, Gedichte.

(Foto: picture alliance / Ingo Wagner/d)

Das Lebenswerk von Werner Schneyder ist nur schwer zu fassen. Bekannt wurde er als Kabarettist. Er war aber auch Kampfrichter im Boxsport, Moderator des Aktuellen Sportstudios, inszenierte Theaterstücke und schrieb Gedichte.

Der österreichische Kabarettist, Moderator und Autor Werner Schneyder ist tot. Schneyder, der auch für das ZDF als Sport-Kommentator und Moderator gearbeitet hatte, sei im Alter von 82 Jahren gestorben, berichtet die DPA unter Berufung auf seine Familie.

Schneyder veröffentlichte bis zuletzt Artikel über die kulturellen und politischen Verhältnisse speziell in Österreich. Auch als TV-Gast war er noch gefragt. Im österreichischen Bundespräsidenten-Wahlkampf 2016 wetterte er gegen den FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer und stand klar an der Seite des grünen-nahen späteren Siegers Alexander Van der Bellen.

Dem deutschen TV-und Kabarettpublikum wurde Schneyder vor allem durch seine Auftritte in der Münchner Lach- und Schießgesellschaft bekannt. Zusammen mit Dieter Hildebrandt schimpfte er gern voller Süffisanz auf die Politik. Als Kabarettist brachte es Schneyder auf mehr als 1000 Auftritte auf Bühnen in Österreich und Deutschland, Der gebürtige Grazer mit Doktortitel in Publizistik war zunächst Lokal-Sportreporter und Werbetexter. Wenig später arbeitete er in Salzburg als Theaterdramaturg und schrieb auch Theaterkritiken, bevor er wiederum die Seiten wechselte und selbst als Kabarettist auf der Bühne stand.

Meist verfolgte Schneyder seine Interessen parallel, war gleichzeitig Autor und Kabarettist, Schauspieler und Aphoristiker oder Regisseur und Drehbuchautor. Zeitweise schrieb er Kolumnen im Männermagazin "Playboy". Rund 20 Bücher hat er verfasst. Schneyder kritisierte auch scharf den Islam: "De jure ist er eine Religion, die die Weltherrschaft anstrebt." Die oftmals aus politischer Korrektheit gepflegte Toleranz gegenüber dieser Religion hielt er für falsch.

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa

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