Reißleine gezogenMette-Marit verliert wichtige Schirmherrschaft

Die Enthüllungen um ihre Verbindung zu Jeffrey Epstein haben für die norwegische Kronprinzessin nun erste berufliche Konsequenzen. Der Rat für psychische Gesundheit setzt die Zusammenarbeit mit Mette-Marit aus.
Zwar sind Mette-Marits Beliebtheitswerte nach Bekanntwerden ihrer Kontakte zu Jeffrey Epstein in der norwegischen Bevölkerung zuletzt bereits gesunken, jetzt aber gibt es auch erste berufliche Konsequenzen für die Ehefrau von Thronfolger Haakon. Der Rat für psychische Gesundheit macht öffentlich, dass die Schirmherrschaft der 52-Jährigen vorerst ruht.
Gegenüber dem norwegischen Sender NRK bestätigte Generalsekretärin Tove Gundersen, dass die Kooperation ausgesetzt wird. Damit verliert die Kronprinzessin, die sich mehrfach öffentlich für ihre Kontakte zu dem verstorbenen US-Sexualstraftäter entschuldigt hatte, ihre erste offizielle Aufgabe. Die Entscheidung kommt durchaus überraschend, da die Organisation erst im Dezember 2025 die Verlängerung der Schirmherrschaft um weitere fünf Jahre begrüßt hatte. Nun heißt es jedoch, dass für das gesamte Jahr 2026 keine gemeinsamen Aktivitäten geplant seien.
Prinzessin in "schwieriger Lage"
Gundersen betonte, man sei sich der schwierigen Lage der Prinzessin bewusst und wolle ihr Zeit geben, sich in dieser kritischen Situation zu sammeln. Zwar vermied die Generalsekretärin eine direkte Verurteilung der Kronprinzessin, fand am Ende aber dennoch deutliche Worte. Man distanziere sich aufs Schärfste von Menschenhandel, Gewalt und sexueller Nötigung. Zudem forderte der Rat mehr Transparenz und einen tieferen Einblick in die tatsächliche Beziehung zwischen Mette-Marit und Epstein.
Die jüngsten Veröffentlichungen der sogenannten Epstein-Akten hatten gezeigt, dass der Kontakt deutlich enger war als zuvor vermutet. Ende Januar bezeichnete die Kronprinzessin ihr damaliges Verhalten als peinlich, kurz darauf sprach sie erstmals von einer Freundschaft zu dem verurteilten Straftäter. In diesem Zusammenhang bat sie auch ihre 88-jährigen Schwiegereltern, König Harald und Königin Sonja, um Entschuldigung.
Mette-Marit engagiert sich seit Jahren intensiv für Themen wie psychische Gesundheit und Ausgrenzung. Dass nun ausgerechnet dieser Rat auf Distanz geht, ist auch deswegen pikant, weil ihr ältester Sohn Marius Borg Høiby derzeit aufgrund von Vorwürfen des physischen und psychischen Missbrauchs gegenüber mehreren Frauen in Oslo vor Gericht steht.