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"Sie verschwand im Wasser" Naya Rivera rettete ihren Sohn - und starb

"Glee"-Schauspielerin Naya Rivera ist tot. Im Lake Piru, auf dem sie am Mittwochabend verschwunden war, wurde ihre Leiche entdeckt. Doch wie konnte es zu diesem tragischen Unglück kommen? Die Ermittler nennen nun dramatische Details.

Nach sechs Tagen intensiver Suche gibt es jetzt letztlich die traurige Gewissheit: Die vor allem aus der Musical-Serie "Glee" bekannte Schauspielerin Naya Rivera ist tot. Im rund 100 Kilometer nordwestlich von Los Angeles gelegenen Stausee namens Lake Piru wurde eine Leiche geborgen. "Wir sind uns sicher, dass es sich bei dem gefundenen Leichnam um den von Naya Rivera handelt", sagte der Polizeichef des kalifornischen Bezirks Ventura, Bill Ayub.

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Überbrachte die traurige Nachricht vom Tod Riveras: Sheriff Bill Ayub.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

"Es war eine äußerst schwierige Zeit für ihre Familie während dieser Tortur ... unsere Herzen sind bei ihnen und wir teilen ihre Trauer über den Verlust von Naya Rivera", erklärte der Sheriff weiter. Er betonte, es gebe keine Hinweise auf ein Verbrechen oder darauf, dass die 33-Jährige Selbstmord begangen habe. Vielmehr spreche auch nach dem Fund der Leiche alles für die ursprüngliche Annahme: Rivera fiel einem tragischen Badeunfall zum Opfer.

Opfer der Strömungen?

Darauf deuten auch die weiteren erschütternden Details hin, die Ayub bekannt gab. Sie gehen auf die Befragung von Riveras Sohn Josey Hollis Dorsey über die Geschehnisse auf dem See zurück. Der Vierjährige war bei dem Bootsausflug gemeinsam mit seiner Mutter unterwegs.

"Wir wissen aus Gesprächen mit ihrem Sohn, dass er und Naya irgendwann während des Ausflugs gemeinsam im See geschwommen sind. Ihr Sohn erzählte, wie Naya ihm dann ins Boot geholfen habe, indem sie ihn von hinten auf das Deck beförderte", so der Sheriff. Dann habe der Junge den Ermittlern berichtet, "dass er zurückblickte und sie unter der Wasseroberfläche verschwinden sah".

Es gebe auf dem See "viele Strömungen, die besonders am Nachmittag auftauchen", sagte Ayub. Man gehe auch davon aus, dass Rivera am Nachmittag untergegangen sei. Möglicherweise habe das Boot zu treiben begonnen, da es nicht verankert gewesen sei. "Vermutlich konnte sie genug Energie aufbringen, um ihren Sohn wieder ins Boot zu bringen, aber nicht genug, um sich selbst zu retten", so der Sheriff. Trotz der bekannten Gefahren sei das Schwimmen im See nicht verboten, betonte er.

Lovato tief betroffen

Zu den Menschen, die sich von Riveras Tod schwer betroffen zeigen, zählt auch Demi Lovato. In der Rolle der Dani war sie in "Glee" als Freundin der von Rivera dargestellten Santana Lopez zu sehen.

Auf Twitter lobte Lovato Riveras Erfolge als eine Inspiration für Frauen mit lateinamerikanischen Wurzeln weltweit. "Die Figur, die du verkörpert hast, war bahnbrechend für etliche verkappte queere Mädchen wie mich (damals)", schrieb Lovato weiter. Dass sie die Freundin an Riveras Seite spielen durfte, werde sie für immer schätzen.

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Naya Rivera hatte am Mittwoch vergangener Woche ein Boot gemietet, um mit ihrem Sohn einen Ausflug auf dem See im Nationalpark "Los Padres" im kalifornischen Ventura County zu machen. Als die Rückgabe überfällig war, begann der Vermieter mit der Suche nach dem Boot.

"Nayas Sohn wurde später schlafend auf dem Boot gefunden, das in einem nördlichen Teil des Sees trieb. Der Junge trug eine Schwimmweste, als man ihn fand, und er war in ein Handtuch gewickelt", sagte Ayub. Von seiner Mutter fehlte dagegen jede Spur. Eine intensive Suche im See und auf den umliegenden Ufergebieten begann, ehe nun Riveras Leichnam geborgen wurde.

Quelle: ntv.de, vpr