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"Nicht mehr wütend" Ochsenknecht spricht über sexuellen Missbrauch

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Für Wilson Gonzalez Ochsenknecht war es wichtig, offen über den Missbrauch zu sprechen.

(Foto: imago/Future Image)

Wilson Gonzalez Ochsenknecht wurde im Alter von sechs Jahren sexuell missbraucht. In der "Bunten" redet der 28-Jährige jetzt ganz offen über seine Gefühle gegenüber dem Täter.

Im Alter von sechs Jahren ist Wilson Gonzalez Ochsenknecht von einem Bekannten der Familie sexuell missbraucht worden. 22 Jahre später sagt er, dass er auf seinen damaligen Peiniger nicht mehr wütend sei.

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Der "Bunten" sagt der Schauspieler und Sohn von Uwe und Natascha Ochsenknecht, er habe akzeptiert, dass dieser Mann eine schwere Krankheit habe: "Es gibt Menschen, die wissen, dass sie krank sind, und tun etwas dagegen. Und dann gibt es andere, die machen Fehler." Und die sollten bestraft werden, so habe er es gelernt. Von seinen Eltern habe er vieles gelernt, was auch daran gelegen habe, dass vor allem sein Vater immer streng mit ihm gewesen sei.

Offener Umgang

Er selbst sei durch eine gute psychologische Betreuung über die Vorfälle hinweggekommen: "Es ist einfach wichtig, offen damit umzugehen", so der 28-Jährige. Er spreche mit Menschen, die eine ähnliche Geschichte hätten. "Ich komme damit zurecht, muss aber auch nicht rumrennen und jedem erzählen, dass mir das passiert ist." Heute sei er sehr gefestigt in seiner Psyche, auch wenn er vielleicht eine Schraube locker habe.

Wilson Gonzalez Ochsenknecht wurde im Jahr 1995 von einem Freund der Familie missbraucht, als seine Eltern für sechs Wochen in die USA reisten. Uwe und Natascha Ochsenknecht hatten den Bühnenbeleuchter zuvor bei Dreharbeiten zu einem Kinofilm kennengelernt, freundeten sich an und verbrachten anschließend beinahe täglich Zeit mit ihm. Im Jahr 1997 wurde der einschlägig vorbestrafte Täter für den Missbrauch vom Hamburger Landgericht zu drei Jahren Haft verurteilt.

Quelle: n-tv.de, nan/spot

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