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"Würde von Kindern unantastbar" Ochsenknecht startet Missbrauchs-Petition

Dreifach-Mutter Natascha Ochsenknecht liegt nicht nur das Wohl ihrer eigenen Kinder am Herzen. Deswegen setzt sie sich jetzt für den Schutz vor Kindesmissbrauch ein und startet eine Online-Petition, um so eine Gesetzesänderung herbeizuführen.

Natascha Ochsenknecht und ihr Ex-Mann Uwe haben drei gemeinsame Kinder, Wilson Gonzalez, Jimi Blue und Cheyenne Savannah. Die 55-Jährige ist immer für ihren Nachwuchs da, und trotzdem konnte sie ihren Erstgeborenen nicht vor einer schlimmen Erfahrung beschützen. Der heute 30-jährige Wilson Gonzalez wurde im Alter von sechs Jahren sexuell missbraucht. Seine Mutter zeigte den Täter damals an und fand heraus, dass er bereits elf Mal wegen ähnlicher Delikte eine Bewährungsstrafe erhalten hatte.

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Wilson Gonzalez Ochsenknecht selbst sprach schon öffentlich über das Erlebnis. Er habe akzeptiert, dass dieser Mann eine schwere Krankheit habe, sagte er dazu in einem Interview mit dem Magazin "Bunte". "Es gibt Menschen, die wissen, dass sie krank sind, und tun etwas dagegen. Und dann gibt es andere, die machen Fehler." Der Mann war ein Freund der Familie und es passierte, als die Eltern 1995 für sechs Wochen in den USA waren. Die Ochsenknechts hatten den Bühnenbeleuchter bei Dreharbeiten zu einem Kinofilm kennengelernt, freundeten sich an und verbrachten anschließend viel Zeit mit ihm. 1997 wurde er dann für den Missbrauch vor dem Hamburger Landgericht zu drei Jahren Haft verurteilt.

Schon allein aufgrund dieser persönlichen Erfahrung liegt Natascha Ochsenknecht das Thema bis heute besonders am Herzen. Und so hat sie jetzt eine Online-Petition gestartet. Mit dieser fordert sie die Bundesregierung auf, Kindesmissbrauch endlich als das Verbrechen einzustufen, das es ist. Damit Sexualstraftäter unter anderem keine Bewährungsstrafe mehr erhalten, sondern direkt ins Gefängnis gehen.

"Keine Nachsicht zeigen"

Die Petition mit dem Titel "Kindesmissbrauch muss ein Verbrechen werden! Die Würde von Kindern ist unantastbar" ruft dazu auf, dass bei Kinderschändern künftig keine Nachsicht gezeigt wird und diese keine zu milden Strafen erhalten. Insbesondere die Aufhebung der Verjährungsfrist wird gefordert und dass Kindesmissbrauch mit Mord - der nicht verjährt - gleichgesetzt wird. "Man tötet die Seele eines Menschen mit diesen Taten!", heißt es dementsprechend im Erklärungstext. Insgesamt verfolgt Ochsenknecht damit vier Hauptanliegen: Neben der Gesetzesänderung fordert sie auch eine Taskforce für Missbrauchsopfer, eine Modernisierung der Polizeimittel und mehr Handlungsspielraum für Jugendämter, Schulen und Kitas.

25.000 Unterschriften benötigt die Petition, mehr als 15.000 konnte sie bereits sammeln. Bei diesem emotionalen Thema und dessen enormer Wichtigkeit sollte das Erreichen des gesteckten Ziels aber wohl kein Problem darstellen.

Quelle: ntv.de, nan