Unterhaltung

"Wer wird Millionär?"Olympia war ihr Traum, aber dann fing Jauch an zu singen

16.02.2026, 23:17 Uhr
imageVon Nina Jerzy
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Irgendwie verpfiffen konnte sich Kandidatin Michelle Janiak am Ende fühlen. Zumindest ein bisschen.

Für Jauch war es rein musikalische Untermalung. Die lockt die Kandidatin aber in Richtung Absturz. Ist Olympia damit für sie geplatzt? Zwei schwule Kandidaten schreiben womöglich WWM-Geschichte. Und ein Adoptivvater beeindruckt Jauch.

Wer Günther Jauch zu wörtlich nimmt, riskiert bei "Wer wird Millionär?" womöglich den Absturz. So erging es in der Sendung vom Montagabend leider der Leistungssportlerin Michelle Janiak. Als Jauch ein Lied vom kleinen Muck anstimmte, nahm das die Berlinerin als wenig subtilen Fingerzeig auf die richtige Antwort. Dabei hatte Jauch nur spontan gesummt, konnte den Absturz allerdings nicht mehr aufhalten.

Für gerade einmal 4000 Euro sollte Janiak wissen, ob Rüdiger von Schlotterstein auch als der kleine Vampir oder als der kleine Muck bekannt ist. Die Sprinterin hatte ursprünglich zum kleinen Prinzen tendiert, aber auf Jauchs Rat hin die falsche Antwort mit dem 50:50-Joker eliminiert. "Ich merkte ja, dass Sie helfen wollten", sagte Janiak, unterstellte Jauch dann aber leider zu viel Hilfsbereitschaft.

Jauch hilft bei Absturz

"Ich könnte ja eine musikalische Hilfe geben", sagte Jauch und stimmte ein Lied über den kleinen Muck an. "Ich habe es kapiert, danke", erwiderte Janiak. Da erkannte der RTL-Moderator seinen Fehler. "Das war kein Hinweis", beeilte er sich richtigzustellen. "Denken Sie sich einfach, ich hätte nicht gesungen." Für die Kandidatin schien allerdings nicht ganz klar zu sein, ob Jauch noch scherzte oder nicht.

"Ich nehme jetzt C", legte sich Janiak auf die falsche Antwort "Der kleine Muck" fest: "Wenn es 500 Euro sind, dann sind es 500 Euro." Dabei hatte sie große Pläne mit einem Millionengewinn gehabt. Die erfolgreiche Leichtathletin würde gern bei den nächsten Olympischen Sommerspielen 2028 beim 400-Meter-Hürdenlauf antreten. Ihre Leistung sei ganz vielversprechend, derzeit aber noch von diesem Niveau entfernt.

"Vielleicht findet sich ein Sponsor", versuchte Jauch möglicherweise seinen kleinen Anteil an ihrem Absturz wettzumachen. Vielleicht gucke ja jemand ihr Profil an und denke: "Die Frau kriegt das hin." Die Berlinerin hat mit Vereinskolleginnen 2024 auch Gold bei den Deutschen Meisterschaften in der 4x200-Meter-Staffel geholt.

Überhangkandidat Peter Wachsmuth aus Wedemark bei Hannover freute sich zu Beginn der ersten Ausgabe nach der Dschungelcamp-Pause über 64.000 Euro. Er hatte seinen Partner mitgebracht, ebenso wie später in der Sendung der Tenor und Gesangslehrer Dennis Marr aus Stuttgart. Möglicherweise war es das erste Mal in der fast 27-jährigen Geschichte von "Wer wird Millionär?", dass Jauch in einer Sendung gleich die Partner zweier männlicher Kandidaten im Publikum begrüßen konnte.

Erste Beschwerde über die Bahn

"Sie gehen ja wie das heiße Messer durch die Butter", guckte der Moderator anfangs bei Wachsmuth misstrauisch, als der Softwareverkäufer souverän durch die ersten Runden glitt. Es hätte nur etwas Mut gefehlt und der 47-Jährige wäre mit 125.000 Euro nach Hause gegangen. Jauch wollte wissen: "Die hierzulande erste Beschwerde worüber erfolgte am 10. Februar 1836 in Reimform in einer bayrischen Zeitung: Eisenbahn, Post, Hotelbüfett, Wettervorhersage?"

Wachsmuth wusste aus dem Stegreif, dass die erste Bahnlinie auf deutschem Grund von Fürth nach Nürnberg führte: "Irgendwo im Söder-Land da." Sein Cousin tippte als Telefonjoker ebenfalls auf die Bahn. "Der tut, als ob er dabei gewesen wäre", kommentierte Jauch. Dem Kandidaten war die Sache aber zu heiß und er stieg trotz seines richtigen Riechers aus. Jauch war beeindruckt, dass sich die Bahn damals erst zwei Monate nach der Premiere die erste öffentliche Beschwerde eingehandelt hatte: "Das schaffen die heute keine zwei Sekunden."

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Peter Wachsmuth wusste, "irgendwo im Söder-Land".

Marr vertraute dagegen seinem Telefonjoker und sicherte sich damit seine Endsumme. "Angenehmer Typ, ihr Vater", lobte Jauch die Leistung des Helfers am Telefon: "Kein Wort zu viel, hält den Ball flach, legt sich frühzeitig fest, möchte dann nicht weiter mit einer Diskussion behelligt werden und dann ist die Zeit um." Klaus Keller hatte sofort gewusst, dass die sagenumwobene Siedlung Rungholt 1362 bei einer Sturmflut in der Nordsee versunken ist (und nicht etwa von Mongolen geplündert wurde). Er und seine Frau hatten sich Maar erst als Paten und später als Pflege- und Adoptiveltern angenommen. Marrs alleinerziehende Mutter war gestorben, als er acht Jahre alt war.

Beinahe richtig von seinem Telefonjoker reingezogen wurde hingegen Maximilian Merg aus Mainz. Der 21-Jährige hatte sich bereits vor fünf Jahren mit einem IT-Geschäft selbstständig gemacht. Im Geschichtsunterricht hat er allerdings nicht so recht aufgepasst. Aber auch sein ehemaliger Geschichtslehrer erlaubte sich in der Ausgabe von "Wer wird Millionär?" am Montagabend einen Patzer. "Das hatten wir auch schon lange nicht mehr, dass ein Telefonjoker – bevor überhaupt die Namen genannt werden – erst mal einen Falschen raushaut. Das ist relativ offensiv", kommentierte Jauch.

WWM: Geschichtslehrer auf Irrwegen

Merg, der auch als Flugbegleiter arbeitet und Immobilienmakler werden will, wurde von Jauch gefragt: Wer wurde 1931 in New York beim Überqueren der Straße von einem Auto angefahren, weil er in die falsche Richtung geschaut hat? Zur Auswahl standen Churchill, Hitler, Stalin, de Gaulle. "De Gaulle ist Franzose", konnte der 21-Jährige noch beisteuern, hatte aber schon keine Ahnung mehr, wer Churchill gewesen sein könnte.

Sein Ex-Geschichtslehrer sorgte erst mal nicht für mehr Klarheit, als er vor dem Verlesen der Antwortmöglichkeiten "Lindbergh" rief. Dann schwenkte er auf Churchill um, wechselte in letzter Sekunde jedoch zu de Gaulle. Merg hielt sich an die erste mögliche Antwort und loggte den späteren britischen Premierminister ein. Grund für dessen falsche Blickrichtung war der Linksverkehr im Vereinigten Königreich gewesen.

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Maximilian Merg wusste es nicht: Ende Dezember starben die Saurier. Oder so ähnlich.

Auch bei Merg hätte es am Ende eigentlich locker für einen doppelt so hohen Gewinn gereicht. Er hatte nach dem 50:50-Joker nur noch die Auswahl zwischen zwei Antworten auf die Frage: "Betrachtet man die Zeitspanne vom Urknall bis heute in Relation zu einem Kalenderjahr, dann lebten die Dinosaurier in etwa vom: 12. April bis 4. Mai oder 25. bis 30. Dezember?" "Churchill oder de Gaulle", schmunzelte Jauch, ehe der Kandidat die Reißleine zog und ausstieg. Ein Tag entsprach bei der Fragestellung in etwa 38 Millionen Jahren. Dinosaurier bevölkerten den Planeten ungefähr vor 235 bis 66 Millionen Jahren, wie Jauch enthüllte und damit erdgeschichtlich betrachtet quasi vorgestern.

Am Ende der Sendung bewies Maximilian Sonntag aus Neu-Ulm, dass sich langsames, aber sorgfältiges Tippen in der Auswahlrunde auszahlen kann. Der 29-Jährige brauchte zwar geschlagene 14,22 Sekunden, um die anatomische Beschreibung des Kinns in die richtige Reihenfolge zu bringen. Er war jedoch der einzige Auswahlkandidat, der das richtig hatte. Der PR-Referent kehrt nächsten Montag mit der 2000-Euro-Frage zurück.

Quelle: ntv.de

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