Unterhaltung

"Verdammter Metzger" Ozzy Osbourne drohte permanente Lähmung

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Er lässt sich einfach nicht unterkriegen: Ozzy Osbourne.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Ein folgenschwerer Quad-Unfall, Parkinson, Corona - Ozzy Osbourne bleibt in den vergangenen Jahren gesundheitlich kaum etwas erspart. Tatsächlich aber hätte alles noch viel schlimmer kommen können, wie er nun verrät. An die Rocker-Rente denkt er trotz allem nicht.

Sein Comeback war ebenso überraschend wie fulminant: Am Montag trat Ozzy Osbourne nach beinahe zweijähriger Bühnen-Abstinenz gemeinsam mit Black-Sabbath-Gitarrist Tony Iommi bei den Commonwealth Games in seiner Heimatstadt Birmingham auf. Mit der britischen Zeitung "The Sun" sprach der "Fürst der Finsternis" nun offen über die schweren Gesundheitsprobleme, die ihn seit Jahren plagen. Der 73-Jährige enthüllte dabei auch, dass er zeitweilig sogar fürchtete, permanent gelähmt zu bleiben.

Im Jahr 2003 erlitt der Sänger auf seinem englischen Landsitz mit einem Quad-Fahrzeug einen folgenschweren Unfall. Seitdem leidet er unter gravierenden Problemen im Nackenbereich. Da sich diese durch einen Sturz vor drei Jahren nochmals verschlimmerten, war eine erneute Operation an der Wirbelsäule vonnöten.

"Es kann gut sein, dass du für den Rest deines Lebens gelähmt bleibst", zitiert Osbourne nun rückblickend die ihn damals behandelnden Ärzte. Seinen damaligen Chirurgen bezeichnet er in dem Zusammenhang wenig schmeichelhaft als "verdammten Metzger". Nach dem Eingriff habe er "Todesqualen" gelitten, so der Sänger.

Regelmäßige Physiotherapie

Noch nie habe er über einen so langen Zeitraum das Bett hüten müssen wie in der damaligen Genesungsphase, erklärt Osbourne weiter. Auch für seine Ehefrau Sharon sei dies eine schwere Zeit gewesen. Zugleich verkündet Osbourne kämpferisch: "Ich werde wieder auf Tour gehen, auch wenn es mich verdammt nochmal umbringt."

Auch in diesem Jahr musste Osbourne wegen seiner anhaltenden Gesundheitsprobleme wieder unters Messer. Die erneuten Eingriffe seien aber glücklicherweise wesentlich besser verlaufen, weiß er zu berichten: "Gott sei Dank habe ich den richtigen Chirurgen gefunden, der weiß, wie man mit Wirbelsäulen-Problemen umgeht."

Die zwei Operationen aus dem laufenden Jahr würden helfen, ihn "dahin zurückzubringen", wo er "sein will", sagt Osbourne. Um wieder auf Trab zu kommen, mache er jeden Morgen eine Stunde Physiotherapie. Diese Routine "wirkt langsam".

"Ich wäre durchgedreht"

Osbourne hatte Anfang Januar 2020 auch bekannt gegeben, an Parkinson erkrankt zu sein. Eine Corona-Infektion kam im April 2022 zu allem Überfluss hinzu. Mit Blick auf seine Parkinson-Erkrankung erklärt Osbourne im Gespräch mit "The Sun", dass er "überhaupt nicht" zittere. Sein Arzt habe ihm gesagt: "Ich habe alle Arten von Parkinson gesehen, aber Ihre ist die mildeste aller Zeiten."

An die Rocker-Rente denkt Osbourne trotz aller Probleme anscheinend weiter nicht. So ist für den 9. September die Veröffentlichung seines nunmehr 13. Soloalbums "Patient Number 9" geplant. "Wenn ich nichts mit Musik zu tun gehabt hätte, wäre ich verdammt nochmal durchgedreht", ist sich Ozzy sicher.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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