Unterhaltung

Album kommt im Juni Posthum neue Single von Avicii veröffentlicht

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Tim Bergeling alias Avicii

(Foto: imago/ZUMA Press)

Vor einem Jahr schockt Aviciis Tod die Musikwelt. Zu diesem Zeitpunkt soll der Schwede mit seinem neuen Album fast fertig sein. Das wird nun posthum veröffentlicht, die Erlöse kommen wohltätigen Zwecken zugute. Jetzt gibt es einen ersten Vorgeschmack.

Sein Tod liegt nun fast ein Jahr zurück, doch soeben ist ein neuer Track des schwedischen Produzenten und DJs Avicii erschienen. Das Stück mit dem Titel "SOS" ist die erste Auskopplung aus dem kommenden Album "Tim", dessen Veröffentlichung für den 6. Juni geplant ist. Die Vocals zu "SOS" stammen von Soul-Sänger Aloe Blacc, mit dem Avicii bereits seine Hit-Single "Wake Me Up" produzierte.

Tim Bergling, wie Avicii mit bürgerlichem Namen hieß, soll mit den Arbeiten an dem Album fast fertig gewesen sein, als er im April 2018 starb. Laut einer Pressemitteilung hinterließ er "eine Kollektion fast fertiger Songs mit Notizen, E-Mail-Verläufen und Textnachrichten", die im letzten Jahr von Songwritern vollendet wurden, mit denen Avicii zuvor an dem neuen Longplayer gearbeitet hatte.

Berglings Familie deutete nach seinem Tod an, dass der 28-Jährige wohl Suizid begangen habe. Einzelne Textzeilen aus "SOS" lassen vermuten, dass er mit psychischen Problemen zu kämpfen hatte. So singt Aloe Blacc unter anderem Zeilen wie "Kannst du mich hören? SOS / Hilf mir, meine Gedanken zu beruhigen" und "Ich kann deine Liebe spüren, wie sie mich aus dem Untergrund zerrt".

Der Nettoerlös aus den Albumverkäufen wird an die "Tim Bergling Foundation" gehen - eine Stiftung im Namen Aviciis, die sich vor allem Selbstmordgefährdeten widmen und an Berglings erstem Todestag, dem 20. April, ihre Arbeit aufnehmen wird. Später wolle man aber auch in Sachen Natur- und Artenschutz aktiv werden.

Rat und Nothilfe

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Auf den Seiten der Deutschen Depressionshilfe sind Listen mit regionalen Krisendiensten und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige, um die Situation und die Versorgung Depressiver zu verbessern. Sie bieten Depressiven ein E-Mail-Beratung als Orientierungshilfe an.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

Quelle: ntv.de, mba/spot