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Nach Trump-Abwahl zu gefährlich Sacha Baron Cohen sagt Borat adieu

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Hat sein Leben riskiert, um die US-Wahl zu beeinflussen: Sacha Baron Cohen als Borat.

(Foto: picture alliance / Everett Collection)

Dass Borat überhaupt zweimal die Bühne betrat, hat die Welt US-Präsident Trump zu verdanken. Dessen Wiederwahl wollte er nämlich verhindern, verrät der britische Komiker Sacha Baron Cohen in einem Interview. Doch einen dritten Teil wird es nicht geben. Warum? Einfach zu gefährlich.

Sacha Baron Cohen will sein Glück nicht länger aufs Spiel setzen. Nach zwei aberwitzigen sowie heiklen "Borat"-Filmen zieht er einen Schlussstrich. "Ich mache das nicht noch einmal", sagte der Schauspieler nun im Interview mit "Entertainment Tonight". Die Dreharbeiten seien für den 49-Jährigen mittlerweile "zu gefährlich" geworden. Er wolle sich künftig wieder vermehrt auf "Sachen mit Drehbuch" konzentrieren, sagte der britische Komiker.

Was Cohen unter "zu gefährlich" versteht, erläuterte der Schauspieler ebenfalls. Für die Dreharbeiten habe er schon mehrmals eine kugelsichere Weste habe anziehen müssen. Etwa als er für die Filmfortsetzung "Borat Subsequent Moviefilm" an einer rechtsextremen Kundgebung teilnahm. "Ich bin damit davongekommen", erzählte Cohen. Allerdings sei er erkannt worden und musste fliehen. Dennoch wolle man so etwas "nicht allzu oft in seinem Leben machen", sagte er. "Ich hatte ziemliches Glück, dass ich dieses Mal herauskam. Ich werde mein Glück nicht noch einmal herausfordern."

Ob dem 49-Jährigen Szenen wie diese leichtfallen? Auf keinen Fall. Cohen gab sogar zu, dass er in der Nacht vor gewagten Drehtagen kaum habe schlafen können. Schauspieler, die sich mit "normalen Szenen" konfrontiert sähen, machten sich üblicherweise Gedanken darüber, ob der Akzent glaubhaft rüberkomme oder die Rolle gut recherchiert sei. "In diesem Fall denkst du: Okay, wenn ein Haufen bewaffneter Kerle von der Seite der Bühne kommt, habe ich eine Möglichkeit, herauszukommen? Was passiert, wenn mich jemand erschießt? Was, wenn ein Haufen Leute anfängt, auf mich zu schießen?"

"Wollte US-Wahl beeinflussen"

Die Entscheidung, noch einmal als Borat aufzutreten, habe er nur getroffen, um die US-Wahl im vergangenen Jahr zu beeinflussen. "Ich hatte große Angst, dass Trump nochmal gewählt wird und Amerika eine rein nominelle Demokratie wird", sagte Cohen dem US-Radiosender NPR. "Borat Subsequent Moviefilm" ist der zweite Film Cohens in der Rolle des Borat. Wie schon 2006 reiste der Brite durch die USA, kam als fiktiver Reporter mit Menschen ins Gespräch und verwickelte sie in mitunter komische oder entlarvende Situationen.

Trotz der Absage an eine Wiederbelebung seiner Kunstfiguren denkt Cohen wehmütig an die Zeit zurück, als er nicht unter seinem Klarnamen und ohne Verkleidung bekannt war. "Ich hatte eine fantastische Zeit in England als Ali G.", schwärmte er. Cohen hatte dabei als fiktiver Möchtegern-Gangsterrapper vor allem Prominente hinters Licht geführt. Die Figur sei unglaublich bekannt gewesen, aber ihn habe niemand erkannt. "Ich konnte mit der U-Bahn fahren. Ich hatte all die Vorteile des Berühmtseins und des Nicht-Berühmtseins."

Quelle: ntv.de, mau/spot

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