Unterhaltung

Betäubt und gefangen gehalten Sängerin Duffy spricht über Vergewaltigung

Nachdem sie Opfer einer Vergewaltigung wurde, zieht sich Sängerin Duffy fast zehn Jahre aus der Öffentlichkeit zurück. Nun spricht die 35-Jährige erstmals ausführlich über die Ereignisse. Sie soll an ihrem Geburtstag betäubt und entführt worden sein.

Die britische Soulsängerin Duffy hofft nach eigenen Angaben, mit einem Bericht über ihre Vergewaltigung die Vergangenheit hinter sich lassen zu können. Vielleicht könnten ihre Worte den Trost bieten, "dass man der Dunkelheit entkommen kann", schrieb die 35-Jährige auf ihrer Webseite.

Durch ihre Schweigen und ihr Verstecken sei die Vergewaltigung zu einem "stetigen Begleiter" für sie geworden, erklärt die Britin ihren Rückzug aus dem öffentlichen Leben. "Ich bin verletzt worden und es wäre gefährlich gewesen, darüber zu sprechen, bevor ich mich bereit fühle." Ihre ausführlichen Schilderungen verlinkte sie in auf ihrem Instagram-Account, wo sie prompt viel Zuspruch und Unterstützung von ihren Anhängern erhielt.

Duffy schrieb, sie sei vor Jahren an ihrem Geburtstag in einem Restaurant mit Drogen betäubt worden. Der Täter habe sie wochenlang unter Drogeneinfluss gefangen gehalten, sei schließlich mit ihr in ein Flugzeug gestiegen und ins Ausland gereist. In einem Hotelzimmer sei sie vergewaltigt worden. Nachdem sie ihrem Peiniger entkommen sei, habe sie sich lange nicht getraut, zur Polizei zu gehen. Schließlich habe sie sich in Großbritannien einer Psychologin anvertraut.

Duffy hatte bereits Ende Februar auf Instagram über die Vergewaltigung berichtet, die demnach einige Zeit zurückliegt. Ihren Schmerz habe sie nicht mit ihrer Stimme verarbeiten können, da sie nicht wollte, dass die Welt die Traurigkeit in ihren Augen sehe, erklärt die Sängerin. Sie habe nicht aus ihrem gebrochenen Herzen heraus singen können. "Ich habe im vergangenen Sommer alles einem Journalisten erzählt, es tat so gut, endlich darüber sprechen zu können", sagte Duffy damals. "Ich kann dieses Jahrzehnt nun hinter mir lassen", heißt es nun auf ihrer Webseite.

Quelle: ntv.de, mba/dpa