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Politischer Superbowl-Auftritt Shakira und J.Lo übernehmen Halbzeitshow

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Für den Auftritt verspricht Sängerin Jennifer Lopez "eine Explosion".

(Foto: dpa)

Im vergangenen Jahr kommt es bereits Wochen vorher zu Kontroversen um die Halbzeitshow des Super Bowl. Dieses Jahr scheint es entspannter zu verlaufen: Die Sängerinnen Shakira und Jennifer Lopez übernehmen den musikalische Part des Spektakels. Sie wollen mit dem Auftritt aber auch eine Botschaft senden.

Latina-Power beim Super Bowl: Die Superstars Shakira und Jennifer Lopez werden beim kommenden Finale der US-Football-Liga NFL die Halbzeitshow liefern, wie die Veranstalter bekanntgeben. "Ich fühle mich unglaublich geehrt und demütig, neben J.Lo die Latino-Community zu repräsentieren. Denn diese hat eine unglaubliche Stärke in den USA", teilte Shakira in einem Video mit.

Das Finale der amerikanischen Football-Liga, die im kommenden Jahr ihren 100. Geburtstag feiert, findet am 2. Februar in Miami statt. In der Metropole an der Südspitze Floridas leben viele Menschen mit lateinamerikanischen Wurzeln. Shakira kommt aus Kolumbien, Lopez ist puerto-ricanischer Herkunft. "Ich liebe es, dass der Super Bowl diesmal zwei Frauen auf die Bühne stellt - und zwei Latinas", erklärte Lopez.

Dies sende eine wichtige Botschaft an alle Amerikaner und die Welt. Sie verspricht für die Show "eine Explosion aus Spaß und Energie". Die Bekanntgabe der Halbzeitgäste wird in den USA jedes Mal mit Spannung erwartet. In diesem Jahr werten viele die Auswahl auch als politische Geste. Schließlich ist das Land, nicht zuletzt durch die Einwanderungspolitik von Präsident Donald Trump, tief gespalten.

Kritik bereits im Vorfeld

Im vergangenen Jahr kam es bereits im Vorfeld zu politischen Kontroversen. Grund war der Streit um den Quarterback Colin Kaepernick, der sich aus Protest gegen Polizeigewalt gegen Schwarze geweigert hatte, sich beim Abspielen der Nationalhymne zu erheben und dafür unter anderem von US-Präsident Donald Trump hart angegangen worden war. Aus Solidarität mit Kaepernick hatten einige Musiker einen Super-Bowl-Auftritt abgelehnt - darunter Rihanna und Pink. Dass die Rockgruppe Maroon 5 auftrat, wurde letztlich von vielen kritisiert.

Der Super Bowl ist das größte US-Sportereignis und zugleich ein gigantisches Werbespektakel. Musiker wie Justin Timberlake, Beyoncé, Lady Gaga, Katy Perry, Madonna, Bruno Mars und die Rolling Stones sorgten dort für Furore. In der Regel schauen beim NFL-Finale weit über 100 Millionen Fernsehzuschauer zu, auch in Deutschland ist es mittlerweile äußerst beliebt.

Quelle: ntv.de, psa/dpa