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Schwedischer DJ stirbt in Oman Stars und Fans trauern um Avicii

Fassungslos reagiert die Welt der Musik auf diese Nachricht: Der Star-DJ Tim Bergling, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Avicii, ist tot. Das global erfolgreiche Ausnahmetalent aus Schweden wird nur 28 Jahre alt. Im Netz geben ihm prominente Kollegen ein letztes Geleit.

Sein Leben währte weniger als drei Jahrzehnte: Der schwedische Star-DJ Avicii ist im Alter von 28 Jahren im Golfstaat Oman gestorben. Der weltberühmte Elektromusiker, mit bürgerlichem Namen Tim Bergling, wurde in der Hauptstadt Muskat tot aufgefunden, wie sein Agent mitteilte. Angaben zur Todesursache lagen zunächst nicht vor.

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Der 1989 geborene Avicii zählte zu den erfolgreichsten Künstlern der Gegenwart. Sein früher Tod kommt nicht nur für seine Fans vollkommen überraschend - auch prominente Kollegen aus aller Welt äußern sich in den sozialen Netzwerken fassungslos und voller Trauer.

"Good Bye lieber, süßer Tim", schreibt etwa die Popsängerin Madonna. Sie hatte zuletzt bei ihrem vor drei Jahren erschienenen Album "Rebel Heart" mit dem gebürtigen Stockholmer zusammengearbeitet. "So traurig, und so tragisch."

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Ausführlicher äußert sich Berglings französischer DJ-Kollege David Guetta: "Etwas wirklich Furchtbares ist passiert. Wir haben einen Freund mit einem wunderbaren Herzen verloren, und die Welt unglaublich talentierten Musiker." Guetta bedankt sich bei Bergling für die "schönen Melodien", die "gemeinsame Zeit im Studio" und auf der Bühne sowie für die Zeit, die sie als Freunde verbracht hätten, "einfach um das Leben zu genießen".

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Der US-Rapper und Soulsänger Aloe Blacc, der im Avicii-Welthit "Wake me up" die Lead-Stimme singt, nutzt Twitter, um der Familie des Toten sein Beileid auszudrücken. "Ich kann nicht ausdrücken, wie tieftraurig ich bin", schreibt Blacc, der mit bürgerlichem Namen Egbert Nathaniel Dawkings III. heißt. "Die Begegnung mit ihm hat mein Leben verändert."

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"Tim war wie ein kleiner Bruder für mich", gesteht der haitianisch-amerikanische Hiphop-Star Wyclef Jean. "In meiner dunkelsten Stunde ging ich nach Schweden, und er war für mich da und wir haben Licht in großartigen Gesprächen und in der Musik gefunden", erzählt der frühere "Fugee"-Sänger. "Diesen Schmerz kann ich nicht beschreiben."

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Avicii war einer der ersten DJs, der es schaffte, mit elektronischer Tanzmusik in den Mainstream vorzudringen. Mit dem Song "Levels" gelang ihm 2011 der Durchbruch. Sein Megahit "Wake me up" mit der Stimme von Aloe Blacc war 2013 in Europa die Nummer eins. Sein mit elektronischer Musik unterlegter Remix von Coldplays "A Sky Full of Stars" wurde im Jahr darauf ein weiterer Hit.

Berglings Erfolge im Studio und auf der Bühne schlugen sich nicht nur in den Download-Charts nieder. Auf der Liste der bestbezahlten DJs des Magazins "Forbes" von 2016 kam der Schwede mit Einnahmen in Höhe von 14,5 Millionen Dollar auf Platz zwölf.

Im Jahr 2016 machte Avicii seine Fans jedoch sprachlos, als er sich - gerade mal 26 Jahre alt - von ihnen verabschiedete. Diese Tour sei seine letzte, schrieb er damals und kündigte an, dass er mehr Zeit für sein Privatleben haben wolle. Im vergangenen Herbst veröffentlichte der Regisseur Levan Tsikurishvili die TV-Dokumentation über den Ruhm, das Leben und den raketenhaften Aufstieg des jungen schwedischen Musiktalents.

In der Doku "Avicii: True Stories" werden auch die Schattenseiten des Erfolgs nicht ausgespart: Seine weltweite Bekanntheit und das anstrengende Leben als begehrter DJ setzten Bergling schwer zu. Kurz vor seinem Rückzug ins Privatleben klagte er auch über schwere gesundheitliche Probleme. Avicii hatte Mühe, die Geister, die er gerufen hatte, wieder loszuwerden: Der Name Avicii stammt angeblich aus dem Sanskrit mit Bezügen zum Buddhismus. Dort bezeichnet Avici die tiefste Ebene der Hölle. Aus stilistischen Gründen, heißt es, fügte der Künstler Tim Bergling ein zusätzliches "i" hinzu.

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Quelle: n-tv.de, mmo/AFP

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