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Vorwürfe gegen Michael Jackson Streisand empört mit Missbrauchs-Aussage

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Für ihre Aussage zu Michael Jacksons vermeintlichen Missbrauchsopfern bekommt Barbra Streisand nun scharfe Kritik.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sängerin Barbra Streisand sorgt für Empörung, indem sie die Missbrauchs-Vorwürfe gegen Michael Jackson relativiert. Eine Haltung, die der Regisseur der neuen Enthüllungs-Doku über den Sänger, nicht verstehen kann.

Nach der angeblichen Enthüllungs-Doku "Leaving Neverland" sind die Meinungen über den verstorbenen Michael Jackson stark gespalten. Auch Sängerin Barbra Streisand hat die zweiteilige HBO-Produktion gesehen und im Interview mit der britischen Zeitung "The Times" nun verraten, dass sie "absolut" überzeugt davon sei, dass die angeblichen Opfer Wade Robson und James Safechuck die Wahrheit sagen. Doch dann fügte sie noch diverse Anmerkungen hinzu, die inzwischen für mindestens so viel Kontroverse sorgen wie die besagte Doku.

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Denn obwohl sie eigenen Aussagen nach davon überzeugt sei, dass beide Männer als Kinder vom King of Pop auf dessen Neverland Ranch sexuell missbraucht worden seien, relativierte sie die Vorwürfe ebenso. So seien damals beide Kinder auch begeistert darüber gewesen, so viel Zeit auf dem Anwesen des Stars verbringen zu können. Und die wohl fragwürdigste Aussage: "Beide sind verheiratet und beide haben Kinder. Es hat sie also nicht umgebracht."

Eine nicht unerhebliche Schuld sieht die Sängerin bei den jeweiligen Eltern von Wade Robson und James Safechuck: "Die Kinder tun mir leid. Er tut mir leid. Ich schätze, ich mache die Eltern dafür verantwortlich, die ihren Kindern erlaubt haben, bei ihm zu schlafen."

Der Regisseur der Dokumentation, Dan Reed, kritisierte in mehreren Tweets die Aussagen der 76-Jährigen. "'Es hat sie nicht umgebracht.' Hast du das wirklich gesagt, Barbra Streisand?", wundert sich Reed in einem Posting. Etwas später griff er sich noch ein weiteres Zitat aus dem Streisand-Interview heraus: "'Seine sexuellen Bedürfnisse waren seine sexuellen Bedürfnisse' - wird Pädophilie in Bereichen der Entertainment-Industrie geduldet?"

Quelle: n-tv.de, psa/spot