Unterhaltung

"Dschungelcamp": Das Wiedersehen Streit um "Arschloch"-Post eskaliert

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Autogrammstunden in Shoppingmalls sind ihnen sicher: Mangiapane, Jenny und Daniele.

Endlich Konfro: Jennys Mutter Iris sorgt für Stimmung in der Bude und will MaMa ertränken. Von fiesen Posts ist die Rede, sogar von Schlägen. Jemand muss die verschlafene Truppe ja aufmischen. So war das große Wiedersehen.

"Giuliana, was, glaubst du, hast du den Zuschauern beschert?", fragt Sonja das sehr unsicher wirkende Transgender-Model, das im Camp freiwillig die Fliege gemacht hat. Darauf die Schlafmütze: "Ähm ... Unterhaltung?" Tipptopp Humor - die Giuliana.

Nach 16 Tagen Dschungel-Schnarchigkeit haben sich am Sonntag noch einmal alle Camper zum gemeinsamen Baumhaus-Plausch eingefunden, um sich mit Daniel und Sonja die schönsten Schlafszenen der vergangenen Wochen anzuschauen und mal ein bisschen zu analysieren und zu hinterfragen, wie zufrieden man so mit der eigenen Leistung ist.

Hübsch haben sie sich gemacht, die Haare sind frisiert, so manche Lippe scheint frisch aufgespritzt, Highlighter auf rosigen Wangen schimmern im Scheinwerferlicht. Dabei fällt auf, wie viel schöner Frauen mit weniger Spachtelmasse im Gesicht aussehen.

Viele Follower öffnen viele Türen

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Alle Flachpfeifen auf einem Haufen.

In gewohnter Bräsigkeit darf jeder Camper noch einmal Stellung beziehen. Auf die Frage, ob Farfallas freiwilliger Abgang "kalkuliert gewesen" sei und was ihr das Dschungelcamp gebracht habe, antwortet sie: "Sagen wir mal so: auf jeden Fall neue Follower bei Instagram." Das ist es, worum es geht - die neue Währung, die einem "alle Türen öffnen kann". Und natürlich, ergänzt Schloti Daniele, sei es ein "Unterschied, ob man 2000 oder 200.000 Follower hat."

Man engagiert sich auf Youtube, verhökert Kitsch und kassiert im besten Fall mächtig Asche, indem man auf Instagram Werbung für irgendein Beautyprodukt macht. Beruf: erfolgreicher Selbstvermarkter. Nach dem Dschungel, so erhoffen sich die Camper, müsste es mit dem Karriereschub und den Autogrammstunden in den großen Einkaufscentern erst recht flutschen, schließlich haben die meisten erstens etliche Kilo abgespeckt und sich zweitens von ihrer ganz puren Seite präsentiert.

Luxusweibchen in der Wanne

Wirft man aber einen Blick auf das arme Haserl Tatti, die unsicher neben ihren Mitcampern auf der Treppe sitzt und permanent versucht zu posen, fühlt man vor allem: Mitleid. Wollte die Tatti nicht endlich dieses Luder-Image ablegen und sich als ganz normale Person von nebenan zeigen? Wieso sah man sie dann schon kurz nach ihrem Rauswurf perlenbehängt und in hochhackigen, sehr billig aussehenden Botten auf der Pool-Liege lümmeln?

Tatjana, das Luxusweibchen, deren klunkerbestückte Griffelchen angeblich nicht von vermögenden Sugar-Daddys getätschelt werden wollen. Es ist so traurig, dass diese Frau niemanden in ihrem Umfeld zu haben scheint, der ihr sagt: Mensch, Tatti, lass doch mal die dicke Schminke und die Attitüden. Schwing dich in Jeans und T-Shirt und geh am Strand 'ne Runde Volleyball spielen. Stattdessen: verzweifeltes Posen in der Versace-Wanne.

Unsere täglichen Kippen gib uns heute!

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Tina ist jetzt viel fitter. Immerhin.

Tina jedenfalls fühlt sich nach dem Dschungel "viel fitter" und "Abfahrt"-Ansgar gibt zu, nicht über seinen Schatten gesprungen zu sein, wohingegen Natascha ja schon so ein bisschen "eiskalt und berechnend" rüberkam - zumindest in Sonjas Augen.

In ellenlangen Sequenzen darf der Zuschauer noch einmal Danieles Kippentrauma durchlaufen. Daniele auf kaltem Entzug, Daniele verzweifelt, wütend und in Aggro-Stimmung, Daniele mal mit Fluppe, dann wieder ohne. Allein das Wort Zigarette - man kann es nicht mehr hören! Fluppen, Glimmstängel, Sargnagel, Lungentorpedo, Nikotinbrötchen, Lunte: Es ist alles so abgenuckelt, das Quarzen sowieso.

Streit im Hotel Versace-Hotel eskaliert

Und weil diese öde Truppe so wenig zur Kurzweil beizutragen hat, muss eben ein Streit der Angehörigen herhalten. Haushohe Konfro im Hotel Versace zwischen Jennys Mutter Iris und MaMas Gatten in spe, Hubert. Mittendrin: der arme Matthias, der nicht versteht, warum die Iris alles so künstlich aufbauscht. Endlich Rambazamba! Der Zuschauer wird sofort wieder wach. Kasalla!

Hier der Schlagabtausch zwischen den Parteien:

Hubert: "Iris, auf deiner Seite steht über Matthias: Arschloch!"

Iris: "Wenn du mein Kind angreifst, greifst du auch die Mutter an! Ich hab nicht auf dem Profil gepostet!"

"Du hast 'Arschloch' gepostet! Abgekartetes Spiel! Nicole! Wo ist das Handy?" (Hubert, der Stimmungsvergifter will offensichtlich die Beweise herbeischaffen lassen. Niemand weiß, wer Nicole ist.)

Jetzt mischt sich Iris' Mann, "Papa Peter" ein: "Mir wollte dich uff die Seit nehme!"

Die Androhung von Schlägen sei erfolgt, wird aber abgestritten. Jeder will offensichtlich "jedem aufs Maul schlagen."

Matthias schreit.

Iris: "Wenn ich im Camp gewesen wäre, hätte ich ihn (Matthias) im Tümpel ertränkt."

Dabei sind sich alle Camper einig, dass MaMa "mit Abstand der Lustigste" war und immer dafür gesorgt hat, dass viel "miteinander gelacht wurde".

Am Ende dieses lauwarmen Camp-Aufgusses sagt Daniel, er sei gespannt, wie es mit den Dschungelheinis "im Boulevard" weitergehe. Kurzer Kameraschwenk zur Tribüne, wo das Frischfleisch für die Verwertungsmaschinerie zukunftsorientiert lächelt. Es könnte aber auch ein Gähnen sein, so genau lässt sich das bei den Schnarchsäcken dieser Staffel ja leider nicht sagen.

Quelle: n-tv.de

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