Unterhaltung

"The Masked Singer"-Finale Der Maulwurf trällert sich zum Sieg

Demaskiert: Daniel Donskoy ist der Maulwurf und Sieger.

Demaskiert: Daniel Donskoy ist der Maulwurf und Sieger.

(Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)

Im plüschigen "The Masked Singer"-Finale ziehen die Zahnfee, der Werwolf, ein Roboter namens Rosty und der Maulwurf noch einmal alle Register. Mit rockigem Chaos und Boyband-Pop versuchen die letzten zwei die Zuschauer für sich zu gewinnen. Am Ende hat der mit den dicksten Pranken die Nase vorn.

"It's A Beautiful Day!", schallt es durch die deutschen Primetime-Wohnzimmer. Nach der Krönung von "Team Forster" bei "The Voice Of Germany" biegen nun die vier verbliebenen "The Masked Singer"-Kostümierten in Richtung Zielgerade ein. Von der ersten Sekunde an ist das Studiopublikum außer Rand und Band. Geklatscht wird in Dauerschleife, auch wenn die Musik einen komplett anderen Takt vorgibt. Show-Moderator Matthias Opdenhövel lässt sich vom gruseligen Rhythmusgefühl der Masse aber nicht die Laune verderben. Auch das Rateteam um Quasselstrippe Ruth Moschner ist hin und weg von der poppigen Eröffnung.

Entertainer Riccardo Simonetti und "Löwin" Judith Williams sind mindestens genauso aufgeregt wie Rate-Chefin Ruth Moschner, die sich im Finale mit glitzernden Schühchen und Regenbogen-Lidschatten präsentiert. Das Rateteam kann aber noch so viel quasseln und gackern - das Rampenlicht gehört den eigentlichen Protagonisten des Abends. Und die hören auf die Namen: Maulwurf, Zahnfee, Rosty und Werwolf.

Bergmannshelm und Feenstab

Die wieder einmal grandios und in filigraner Detailarbeit zum Leben erweckten Kostüme sorgen nicht nur im Studio, sondern auch vor den heimischen Sofas für große Augen. Den lustigen Maulwurf mit seinem Bergmannshelm und dem flatterigen Flanellhemd möchte man genauso gerne in die Arme schließen wie die quadratische Zahnfee, die mit funkelndem Feenstab und zarten Flügeln jedem Fabelwesen-Fan ein breites Lächeln ins Gesicht zaubert.

Aber auch der bewegliche Roboter namens Rosty und der stets grummelnde und laut jaulende Werwolf sorgen nicht nur in Kostümbildner-Kreisen für staunende Blicke und anerkennendes Dauernicken. Irgendwie hat jede Figur etwas ganz Besonderes an sich. Musikalisches Talent gehört aber nicht bei allen dazu. Während die Zahnfee und der Maulwurf solide Karaoke-Kost liefern und bei ihren Performances zwischen Charts-Spektakel und Power-Pop-Ekstase hin und her pendeln, will man sich beim ordentlich aufs Gesangstempo drückenden Rosty und seinem tieftönigen Zottel-Kollegen aus der Soundhölle lieber die Ohren zuhalten. Egal ob Will Smith, Johnny Cash oder Linkin Park: Weder Rosty noch der Werwolf können ihren musikalischen "Wegbegleitern" auch nur ansatzweise das Wasser reichen.

Rockiges Chaos versus Boyband-Pop

Der Werwolf alias Bürger Lars Dietrich freute sich über den zweiten Platz.

Der Werwolf alias Bürger Lars Dietrich freute sich über den zweiten Platz.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach der zwischenzeitlichen Enttarnung der Zahnfee (Leslie Clio) und des rostigen Roboters (Rick Cavanian) schafft es aber dennoch ein musikalischer Fünftligist ins große Final-Duell. Hier steht der röhrende Werwolf dem quirligen Maulwurf gegenüber. Noch einmal dürfen die beiden Finalisten ihren Lieblingssong der Staffel zum Besten geben. Während der Werwolf auf rockiges Chaos setzt ("Hard Rock Hallelujah"), zieht der Maulwurf seinen Boyband-Trumpf ("Larger Than Life").

Noch eine letzte Telefonvoting-Runde, dann verkündet Matthias Opdenhövel endlich das amtliche Endergebnis. Den gläsernen Masken-Pott mit nach Hause nehmen darf… der Maulwurf! Ruckzuck ist der flauschige Kopf ab und zum Vorschein kommt das Gesicht von Schauspieler, Regisseur, Produzent und Musiker Daniel Donskoy. Wir gratulieren ganz herzlich! Ach so, im zotteligen Werwolfkostüm steckt ja auch noch einer. Der Mitte der Neunziger recht erfolgreiche Rapper Bürger Lars Dietrich streckt seinen verschwitzten Kopf aus dem Werwolf-Torso. Auch ein zweiter Platz soll und darf ordentlich gefeiert werden. Nur singen muss der gute Lars nicht unbedingt nochmal.

(Dieser Artikel wurde am Sonntag, 06. November 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de

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