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"Hab Xavier Naidoo so gern" Til Schweiger pfeift auf seinen Ruf

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Muss seine Freunde trösten, wenn die Presse gemein zu ihm ist: Til Schweiger.

(Foto: picture alliance/dpa)

Von dem Gedanken, den Kritikern gefallen zu wollen, hat sich Til Schweiger schon lange verabschiedet - denn die könnten ihm und seiner Arbeit so oder so nichts abgewinnen, sagt er. Auch aus diesem Grund hält der Schauspieler auch noch immer zum umstrittenen Sänger Xavier Naidoo.

Til Schweiger ist verantwortlich für erfolgreiche deutsche Kinohits wie "Keinohrhasen" und "Honig im Kopf". Gleichzeitig kann er wohl nicht gerade als Liebling des Feuilletons bezeichnet werden. Von dem Gedanken, den Kritikern gefallen zu wollen, habe er sich verabschiedet, erklärt Schweiger nun in einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit": "Wenn du das machst, musst du dich aufknüpfen, da habe ich keine Lust drauf."

Mit engen Freunden spreche er oftmals darüber, wenn er in den Medien negativ dargestellt werde. "Ich habe ständig damit zu tun, meine ältesten Freunde von früher zu trösten. Die meinen: 'Til, das ist unfair, wie du dargestellt wirst'", berichtet Schweiger, der darauf offenbar nichts gibt. Er antworte dann: "Leute, es ist halt so, und solange mich das nicht kaputtmacht, müsst ihr euch damit nicht befassen. Entspannt euch."

Schweiger steht hinter Naidoo

Aus Spaß habe der Regisseur und Schauspieler einmal vorgeschlagen: "Lasst uns ein Thema nehmen, das den Kritikern gut gefällt, dann drehen wir den Film in Schwarz-Weiß mit möglichst wenig Schnitten und ganz langen Einstellungen und versuchen, jeglichen Erzählrhythmus zu vermeiden." Dabei gebe es aber ein bestimmtes Problem, denn wenn man einen derartigen Film drehe und "Regie: Til Schweiger" darauf schreibe, "würde er trotzdem nichts gewinnen".

Schweiger geht zudem darauf ein, warum er Xavier Naidoo im März in den Sozialen Medien unterstützt hatte. Der Sänger war nach Rassismusvorwürfen aus der "Deutschland sucht den Superstar"-Jury ausgeschlossen worden. Schweiger habe blind für Naidoo Partei ergriffen. "Ich habe seine Lieder nicht gehört", sagt der Schauspieler. Diesen Vorwurf müsse er sich selbst machen.

Schweiger seien von seinem Vater Internetlinks zu Naidoos Videos geschickt worden und dieser habe gemeint: "Til, pass mal auf, was du hier sagst." Der Schauspieler habe "automatisch das Gefühl, mich hinter den stellen zu müssen", wenn alle auf einen draufhauen. "Das klingt jetzt komisch, aber ich mag den Kerl so gern, dass ich mir diese Lieder gar nicht anhören will."

Quelle: ntv.de, lri/spot