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"Hebt die Titanic!" US-Thriller-Autor Cussler stirbt mit 88

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Cussler schrieb 85 Abenteuer-Romane - sein bekanntestes Werk war "Hebt die Titanic!"

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Er war nicht der größte Literat, aber ein Thriller-Autor, der wusste, wie man ein gutes Abenteuer erzählt: Clive Cussler. Nun ist der US-Bestseller-Autor gestorben, dessen bekanntestes Werk auf einer waghalsigen "Titanic"-Geschichte beruht.

Der US-amerikanische Autor Clive Cussler, der Bestseller wie "Hebt die Titanic!" und "Operation Sahara" geschrieben hat, ist tot. Mit schwerem Herzen gebe sie seinen Tod bekannt, schrieb Cusslers Ehefrau Janet Horvath am Mittwoch in den sozialen Medien des Schriftstellers. Demnach war der 88-Jährige bereits am Montag gestorben. Eine Sprecherin des Verlags Penguin Random House bestätigte laut "New York Times" den Tod des Autors.

Seit den 1970er Jahren schrieb Cussler Dutzende Bestseller im Stil von Abenteuerromanen und Thrillern, die oft in die Tiefen des Meeres führten. Häufig war die Figur des Abenteurers Dirk Pitt der Romanheld. Zu Cusslers Romanen zählen "Tiefsee", "Das Todeswrack", "Der Schwur der Wikinger", "Geheimcode Makaze", "Geheimakte Odessa" und "Die zehnte Plage". Laut "New York Times" schrieb er 85 Bücher, die 100 Millionen Mal verkauft wurden. 20 Mal habe er es in die Bestseller-Liste der Zeitung geschafft, in 40 Sprachen seien seine Werke übersetzt worden.

Der Bestseller "Hebt die Titanic!" wurde 1980 mit Jason Robards und Alec Guinness verfilmt. Trotz der Star-Besetzung war der Film im Gegensatz zum Roman aber kein kommerzieller Erfolg. 2005 kam die Roman-Verfilmung "Sahara - Abenteuer in der Wüste" mit Penélope Cruz und Matthew McConaughey in die Kinos. McConaughey war zugleich Produzent des actionreichen Abenteuerfilms im Stil von "Indiana Jones". Mit dem Leinwand-Archäologen wurden Cusslers Werke ebenso häufig verglichen wie mit den James-Bond-Abenteuern.

Der Schriftsteller war selbst ein begeisterter Taucher und Unterwasser-Abenteurer, der an der Suche nach historischen Schiffswracks mitwirkte. Laut "New York Times" tauchte er auch zum Wrack der "Carpathia", jenem Schiff, das zahlreiche Überlebende der "Titanic" aufgenommen hatte. Sie war 1918 von deutschen Torpedos vor der Küste Irlands versenkt worden.

In einem Interview mit dem US-Bildungskanal PBS sagte er, er habe im Militärdienst im Südpazifik mit dem Tauchen begonnen. Als Kalifornier sei die Liebe zum Meer ganz automatisch gekommen. Seinen Romanhelden Dirk Pitt habe er entwickelt, nachdem er andere Serienhelden analysiert hatte - wie Sherlock Holmes oder James Bond. "Ich fragte mich, was ich anders machen könnte", erzählte in dem Interview. "Also entschied ich mich dafür, meinen Helden mit Wasser zu umgeben."

Quelle: ntv.de, vpe/dpa