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"Bloßgestellt und verletzt"Verona Pooth spricht über sexualisierte Gewalt

31.03.2026, 13:15 Uhr
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Teilt ihre Erfahrungen mit Gewalt im Netz mit der Öffentlichkeit: Verona Pooth. (Foto: picture alliance / ABBfoto)

Collien Fernandes erfährt nach ihren Vorwürfen gegen Ex-Mann Christian Ulmen viel Solidarität. Vor dem Hintergrund der Anschuldigungen sprechen nun mehrere prominente Frauen über ihre Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt im Netz. Eine von ihnen ist Verona Pooth.

"Auch wir wurden im Netz missbraucht" - unter dieser Schlagzeile sprechen diverse prominente Frauen in der kommenden Ausgabe des Magazins "Bunte" über Erfahrungen, die sie mit sexualisierter Gewalt machen mussten. Zu den Stars, die in der Zeitschrift zitiert werden, zählen etwa die Schauspielerinnen Mirja du Mont und Caroline Beil, Klima-Aktivistin Luisa Neubauer und Ex-Dschungelkönigin Lilly Becker.

Auch Moderatorin Verona Pooth meldet sich zu Wort. "Missbrauch hat mich tatsächlich über viele Jahre begleitet", sagt sie im Gespräch mit dem Magazin und führt aus: "Ich habe immer wieder Fotos zugeschickt bekommen, darunter auch pornografische Bilder, auf die mein Kopf montiert wurde. Dazu kamen handgeschriebene Texte, deren Inhalt ich gar nicht wiederholen möchte."

"Ohnmacht ist schwer auszuhalten"

Zwar habe sie Anzeige erstattet, der Absender des Materials habe jedoch nicht ermittelt werden können. "Diese Ohnmacht ist schwer auszuhalten und macht wütend und auch ängstlich", erklärt Pooth. "Was mich zusätzlich überrascht hat, war dieses Gefühl von Scham. Rational weiß man, dass man keinerlei Schuld trägt - und trotzdem fühlt man sich bloßgestellt und in seiner Würde verletzt", ergänzt sie.

Anlass für die Berichterstattung von "Bunte" sind die Vorwürfe, die Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhebt. Die 44-Jährige beschuldigt den Mann, mit dem sie von 2011 bis Anfang 2026 verheiratet war, der "virtuellen Vergewaltigung". Unter anderem soll Ulmen im Internet Fake-Profile unter dem Namen seiner Frau angelegt und darüber pornografisches Material verschickt haben.

Ulmen äußerte sich persönlich bisher nicht zu den Anschuldigungen. Sein Anwalt erklärte, es würden "unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet". Er kündigte rechtliche Schritte dagegen an. Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: ntv.de, vpr

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