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"Heute ist versteckte Kamera" Vier WWM-Telefonjoker gehen nicht ran

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Jauch telefonierte sich heute von Mailbox zu Mailbox.

(Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius)

"Leute, das glaube ich jetzt langsam nicht mehr." Jauchs Zweifel sind berechtigt. Vier Telefonjoker gehen nicht ran. "Willkommen bei O2", "Hallo, hier ist die Mobilbox von..." - so viel Verweigerung war nie. Da helfen nur Kölsch und Murmeln.

Bei Telefonjoker Nummer drei kamen Günther Jauch ernste Zweifel. "Leute, heute ist hier versteckte Kamera", meinte der "Wer wird Millionär?"-Moderator, als erneut ein Helfer nicht ans Telefon ging. "Herr Müller ist nicht erreichbar", verkündete die Regie und rief beim vierten Joker an. "Hallo, hier ist die Mobilbox von... Ralf Fröhling." Jauch war baff: "Leute, das glaube ich jetzt langsam nicht mehr." Die Regie gab sich nicht geschlagen und versuchte die zweite Nummer für Herrn Fröhling. "Hallo, hier ist die Mobilbox von..."

Die unheimliche Serie begann bereits mit Überhangkandidat Alexander Löwe aus Leuna. Der Krankenpfleger brauchte bei der zweiten Frage für 16.000 Euro die Hilfe des Telefonjokers und hatte da Jauchs Geduld mit seiner Zögerlichkeit schon ordentlich strapaziert. Unter den Telefonjokern waren zwei Anästhesisten. "Noch einer? Sie sind schon das lebende Narkotikum", meinte Jauch. Löwe entschied sich also für den dritten Kandidaten. Doch der Verwaltungsbeamte hatte Besseres zu tun. "Willkommen bei O2", dudelte es aus den Lautsprechern. "Ja, prima. Wir versuchen noch mal eine andere Nummer", zeigte sich Jauch noch optimistisch. "Willkommen bei O2.". "Ein echt guter Freund", kommentierte der Moderator.

Krankenschwester stürzt bei WWM ab

Zum Glück konnte einer der Anästhesisten helfen und Löwe freute sich über 32.000 Euro. Das war auch das Ergebnis für Florian Nyhoff aus Nordhorn in Niedersachsen. Dessen Telefonjoker war wenigstens unter der zweiten Nummer erreichbar gewesen. Krankenschwester Christiane Statz aus Bonn kam leider gar nicht erst so weit, jemanden anrufen zu wollen. Sie stürzte bei der 4000-Euro-Frage auf 500 Euro herab. Sie sollte wissen, was im Schreibwarenhandel häufig gleich "mit Textvorschlägen" verkauft wird. Statz tippt auf Bewerbungsmappen. Richtig waren die Trauerkarten.

Die Doppelausgabe von "Wer wird Millionär?" hatte nicht nur wegen der Telefonjoker-Verweigerung einen gewissen Déja-vu-Effekt. Neben den zwei Krankenhausmitarbeitern kamen auch zwei Niedersachsen zum Zug. Joachim Lauterbach aus Emden brauchte bereits bei der 300-Euro-Frage die Hilfe des Publikums. Der Biertrinker hatte absolut keine Ahnung, dass "In vino veritas" so viel bedeutet wie "Im Wein liegt die Wahrheit". "Ich hab mit Wein absolut nichts am Hut. Ich weiß, dass es Rotwein und Weißwein gibt. Und Glühwein", bekannte der Werkfeuerwehrmann in einem Chemiewerk. Das Publikum half mit einer perfekten Quote von einhundert Prozent und eine nette Dame servierte dem Kandidaten ein kühles Kölsch.

Jauch murmelt und jubelt

Bei der Frage für 500 Euro, ob ein Schrei eher spitz oder scharfkantig ist, kam der Ostfriese ebenfalls nicht so richtig in Fahrt. Also ließ Jauch dem leidenschaftlichen Murmler den Murmelteppich ausrollen und spielte eine Partie. Der Moderator war auf allen Vieren mit Ehrgeiz, aber deutlichem Linksdrall dabei: "Das ist eine neue TV-Idee für RTL!" Murmelprofi Lauterbach entschied das Duell für sich. Plötzlich flutschte es auch bei den Fragen. Doch dann streikten bei der 4000-Euro-Frage gleich zwei seiner Telefonjoker. Schwiegervater Elfried Reck ging zum Glück sofort ran und wurde vom Studiopublikum mit Applaus begrüßt. "Herr Reck, Tränen der Rührung werden hier vergossen, dass wir Sie erreichen", begann Jauch das Gespräch.

Und während sich durch das Dschungelcamp nach Regenfällen plötzlich ein reißender Strom ergoss, schallte in Köln die Schlusströte und mal nicht eine Mailboxansage durchs Studio. "Irgendwann haben Not und Elend ein Ende", freute sich Jauch. Feuerwehrmann Lauterbach kehrt am 10.2.2020 bei der nächsten Ausgabe von "Wer wird Millionär?" zurück. RTL sucht aktuell übrigens Kandidaten für die nächsten Zocker-Spezialausgaben. Bewerbungen werden auf RTL.de entgegengenommen.

Quelle: ntv.de