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Ewige Jagdgründe im Sauerland Wie Winnetou von Manitu zu Gott kommt

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Letzte Worte an Old Shatterhand: Die Bühnenfassung von Winnetou III hat am 15. Juni in Elpse Premiere.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eingefleischte Karl-May-Fans wissen natürlich, dass Winnetou im Moment seines Todes zum Christentum übertritt. Zur Premiere der Bühnenfassung auf den Festspielen im Sauerland bietet Darsteller Birkholz nun eine aufgeklärte Sicht auf die Religiosität des sterbenden Apachenhäuptlings.

Winnetou ist offen gegenüber anderen Religionen und kann deshalb auch heute noch ein Vorbild sein - diese Auffassung vertritt Jean-Marc Birkholz, der den Apachenhäuptling bei den Karl-May-Festspielen in Elspe verkörpert. "Er setzt sich intensiv mit der Religion von Old Shatterhand auseinander, versucht auch, die eigene Religion zu hinterfragen und beides miteinander zu verbinden." Daraus spreche eine grundsätzliche Haltung der Offenheit, sagte der 45 Jahre alte Schauspieler, der unter anderem aus Serien wie "Polizeiruf 110" bekannt ist.

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"Winnetou ist offen für andere Religionen", meint sein Darsteller Jean-Marc Birkholz.

(Foto: picture alliance/dpa)

In dem 1893 erschienenen Roman "Winnetou III" von Karl May tritt der sterbende Winnetou zum Christentum über. In Elspe steht dieses Jahr die Bühnenfassung "Winnetou III - Winnetous letzter Kampf" auf dem Programm, die Premiere ist am Samstag.

Trotz Winnetous Tod müsse in Elspe niemand traurig nach Hause gehen, verriet Birkholz: "Es gibt natürlich den Moment des Schluckens, den Taschentuch-Moment, aber: Alles wird gut." Birkholz selbst hat keine Pläne, in absehbarer Zeit mit Winnetou Schluss zu machen: Er wolle auch nächstes Jahr wieder in seiner Stammrolle auf der Naturbühne mit dabei sein, sagte er. Das Elspe-Festival mit 60 Darstellern und Stuntmen und 40 Pferden lockte im vergangenen Jahr 219.000 Besucher ins Sauerland.

Quelle: ntv.de, mau/dpa