Unterhaltung
"Ich mag Sachen nicht, die Leuten egal sind": Sophia Thomalla.
"Ich mag Sachen nicht, die Leuten egal sind": Sophia Thomalla.(Foto: imago/Future Image)
Freitag, 15. Dezember 2017

"Ich bin eigentlich eher unten": Wie es Sophia Thomalla gerne hat

Sophia Thomalla versteht es, im Gespräch zu bleiben. Noch diskutiert alle Welt über ihr umstrittenes Kreuzigungs-Shooting, da legt sie auch schon nach - mit einem Mann auf allen vieren und intimen Geständnissen.

Beinahe könnte man meinen, die Auseinandersetzungen um Verunglimpfungen der Kreuzigungsszene seien schon fast so alt wie die Jesus-Geschichte selbst. Egal, ob es um die Bezeichnung des Heilands als "Lattengustl" geht, wie es dem damaligen bayerischen Juso-Vorsitzenden Florian Pronold 1996 entfuhr. Egal, ob es sich um die 2006 auf MTV ausgestrahlte Zeichentrickserie "Popetown" dreht, für die ein Cartoon-Jesus mit den Worten "Lachen statt rumhängen" warb. Und egal, ob nun noch einmal rund zehn Jahre später Sophia Thomallas persönliche Passionsspiele als weiblicher Lotto-Jesus das Thema sind.

Bilderserie

Die Provokation ist im Grunde immer dieselbe. Und die reflexartige Reaktion darauf auch. Dabei haben Thomalla und die Lotto-Bude, für die die 28-Jährige halbnackt ans Kreuz gefesselt zum Slogan "Weihnachten wird jetzt noch schöner!" posiert, eigentlich alles richtig gemacht. Seit Tagen ist die Kampagne in aller Munde. Erfolgreicher kann Werbung kaum sein. Doch Thomalla und ihr Auftraggeber läuten bereits die nächste Runde ein.

Den "Dicken" an der Leine

So lässt sich die Berlinerin in einem weiteren Shooting für den Lotto-Dealer mit einem Herren an der Hundeleine ablichten. Der etwas korpulentere Mann kniet vor Thomalla auf allen vieren, während sie ihren High Heel in seinen Rücken bohrt. Der "Dicke", den sie da an der Leine hat, soll den "dicken Jackpot" symbolisieren, den es bei der spanischen Weihnachtslotterie "El Gordo" zu gewinnen gibt.

In einem Clip zu dem Shooting erklärt Thomalla, dass es ihr gar keine allzu große Freude bereite, den menschlichen Hundeersatz vor sich zu quälen. Und dabei gibt sie gleich auch noch - gewollt oder ungewollt - einen spontanen Einblick, wie sie es privat in ihren vier Wänden so hält. "Ich bin eigentlich eher die Liebe. Ich bin eigentlich eher unten", plaudert Thomalla aus dem Nähkästchen.

"Ich kann was vom Pferd erzählen"

Dass auch diese Werbeaktion wieder ein gewisses Maß an Provokation aufweise, sei ihr durchaus bewusst, gibt Thomalla überdies zu. "Und ich weiß, es werden sich wieder einige aufregen. Aber das ist ja auch wieder Sinn der Sache. Ich genieße das ja auch. Ich mag das ja gerne, wenn sich da ein paar Leute drüber aufregen. Man ist den Leuten nicht egal. Ich mag Sachen nicht, die Leuten egal sind", erklärt sie.

Dass das, was die einst als braves Mädchen in TV-Serien wie "Der Bergdoktor" bekannt gewordene Schauspielerin tut, vielen Leuten schon lange nicht mehr egal ist, weiß sie natürlich auch. "Egal, was ich ins Netz stelle - die Leute nehmen das tatsächlich immer ernst, was ich sage. Ich kann ihnen was vom Pferd erzählen und alle glauben's mir. Ich mein', wer schafft das schon?", sagt sie mit einem Lachen. Und so darf man sich heute schon auf die nächste Meldung freuen, mit der Thomalla bald wieder Schlagzeilen machen wird.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de