Kino

Die Fotografin und das Mädchen GABO über Papphüte, Bowie und Achselhaar

gabo1.jpg

Rock 'n Rollentausch!

Die eine steht am Anfang ihrer Karriere, die andere ist mittendrin. Die eine posiert vor der Kamera, die andere arbeitet dahinter. Wie schnell sich die Positionen ändern können, wird an einem Tag in Beelitz klar, als die Star-Fotografin GABO und das junge Model Shawny Sander sich für ein Fotoshooting in der verfallenen Lungenheilanstalt treffen und über dreckigen Rock 'n Roll, demolierte Hotelzimmer und das beste Licht unterhalten.

Ja, sie hatte eine Beziehung mit David Bowie. Und mit Campino auch. Okay, es gibt eine Generation, bei der jetzt ganz automatisch die Schnappatmung einsetzt, vor Neid oder vor Bewunderung, aber was soll's? Die nächste Generation zuckt nur mit den Schultern. Oder vielleicht doch nicht? Haben die alten Musik-Ikonen nicht auch heute noch mehr Sex-Appeal als man denkt? Sieht so aus, denn eine will es ganz genau wissen: Vor der Linse von Star-Fotografin GABO steht ein junges Talent, Shawny Sander, ein Model, das gerade auf der Berliner Fashion Week zu sehen war. Und es ist nicht so, dass sie nur gut aussehen kann. Das bemerkt man sofort, denn das Mädchen hat das Kantige, das Trotzige, das sie aus der Masse der anderen Schönheiten hervorstechen lässt, sie kann sprechen. Und sie hat Fragen. GABO rät ihr jedoch grundsätzlich erst einmal: "Mädchen, iss was!"

Die beiden Frauen treffen sich also zum Shooting: Drums holzen, Gitarren klirren, Musik ist wichtig. Die neuesten Klamotten von Chanel, Gucci, Givenchy und Burberry wurden aus Paris, London und Mailand geschickt, um das Model von der Porträt-Fotografin in Szene setzen zu lassen. Ein Tag am Set ist lang, da wird viel ausgeleuchtet, umgestellt und probiert, es entstehen Fotos voller Farben und Emotionen. Und - es gibt viele Gelegenheiten zum Quatschen. Als die beiden während des Shootings immer wieder über alte Zeiten und neuen Rock´n Roll plaudern, kommt ihnen die Idee, diese Gedanken doch nochmal zu vertiefen. Sie treffen sich in GABOs Showroom. GABO, mit bürgerlichem Namen Gabriele Oestreich-Trivellini, die Künstler wie Blondie, Yoko Ono, Kevin Costner, Politiker wie Gerhard Schröder, Sportler wie Boris Becker und jeden deutschen Schauspieler von Rang und Namen in ihrer unverwechselbaren Art fotografiert hat, erzählt Shawny bisher unbekannte Anekdoten über ein Silvester mit Superstar David Bowie, Tröten, Schweiß, Spucke und den Frontmann der Toten Hosen, Campino. Shawny, die nicht nur modelt, sondern an ihrer Karriere als Musikerin arbeitet, fragt sich - und die erfahrene Freundin -, warum Musiker so beziehungsunfähig sind. Herausgekommen ist ein interessantes, schönes, ehrliches, cooles Gespräch von zwei Frauen, die auf den ersten Blick nicht so viel gemeinsam haben, auf den zweiten jedoch zeigen, dass Rock 'n Roll keine Zeitgeisterscheinung ist.

gabo13.jpg

Licht ist wichtig!

Shawny: Das Licht hier in deinem Showroom ist echt schön.

GABO: Schlechtes Licht wie in Aufzügen, Umkleidekabinen und Hotelbadezimmern kann tödlich sein. Man lernt aus diesen Erfahrungen am eigenen Leibe. Das war mein Motor. Ich habe mir gesagt: "Das kann nicht sein, dass die Leute denken, man ist von Haus aus schön. Das muss man erst rauskitzeln." Damals als Model hab' ich schon gebeten: "Ich hätte das Licht gern von da." Oder: "Man könnte das auch so oder so machen!" oder: "Haben Sie nicht einen Ringblitz dabei?". Und ab da wurde es für die Fotografen anstrengend mit mir. Man macht sich nicht beliebt, wenn man dem Fotografen sagt, wie er das Licht zu setzen hat. Wenn mir das heute passiert, lass' ich das eventuell mit einfließen. Weil ich weiß, dass der- oder diejenige über das eigene Gesicht vielleicht schon Erfahrungen mit Licht gesammelt hat. Warum auch nicht? Warren Beatty schaute z.B. stoisch weg, wenn ich an seiner "Nicht-Schokoladenseite" knabberte. Erst als ich in den richtigen Radius seiner besseren Hälfte kam, ließ er mich machen.

Shawny: Wenn man gerade erst mit dem Modeln anfängt, kann man sich das nicht leisten. Da sollte man schon dem Fotografen vertrauen.

GABO: Als Anfängerin hat man auch Vorteile. Das Model besitzt noch ganz natürliche Bewegungsabläufe, die später verloren gehen. Bei Mega-Topmodels kann man allerdings fast nichts falsch machen, die sind so programmiert, da wird beim Shoot nur noch "abgerufen".

Fließen ist mein Stichwort!

Shawny: Wenn sich wirklich jemand einmischt – wann empfindest du das als authentisch und wann als zickig?

GABO: Das kommt darauf an, mit wie viel Charme die Wünsche vorgetragen werden. Der Ton macht die Musik. Es gibt Fotografen, die sind machthaberisch und sagen: "Das hat mir gerade noch gefehlt - ein Model, das mitdenkt! Ich habe doch das Auge für mich gepachtet und bin Mr. Hot Shot." Dann ist es natürlich schwierig, sich einzubringen. Aber wenn man jemanden hat, der diplomatisch und feinfühlig ist, dann ist das überhaupt kein Problem. "Fließen" ist mein Stichwort, sonst macht es keinen Spaß. Wenn Leute unglücklich sind, siehst du das in ihrem Gesicht. Und dann kannst du sie auch nicht fotografieren. Du musst einer Blume sagen, dass sie schön ist, damit sie wächst. Das ist bei uns Menschen auch so.

Shawny: Ja, das kenne ich. Wenn das Shooting dem Ende zugeht und man nicht mehr so konzentriert ist wie am Anfang, ist unsachliche Kritik echt kontraproduktiv. Ich versuche zwar, immer professionell zu sein, aber das ist dann schon echt hart, wenn die Motivation des Fotografen fehlt.

GABO: Ich galt in der Szene als Model-Revoluzzerin. Apropos: Meine Generation galt überhaupt als unbequem und unangepasst. Was sind denn heute die Indikatoren für "Unangepasstsein"?

Shawny: Die Leute tun Dinge, die sie gar nicht "leben", sie tun oft nur so als ob. Wenn andere aber Dinge wirklich machen, wie Drogen nehmen und nicht nur drüber reden, dann werden sie intolerant. Drogen haben beim Rock’n Roll ja immer eine große Rolle gespielt. Heutzutage kann man als Rockstar nicht mal mehr eine Zigarette in die Hand nehmen, ohne irgendwie schräg angeschaut zu werden. Stell dir das mal bei Leuten wie Kurt Cobain oder den Doors vor …

GABO: Ich bin auch Fan von den Doors und Cobain. Skandale gehörten damals irgendwie dazu. Da schmiss man schon mal einen Nachttisch aus dem Hotelfenster. Wenn sich die Musiker heute mal danebenbenehmen, wird mit dem Finger darauf gezeigt. Als ich mit den Toten Hosen in Südamerika war, ist im Ramones-Stil pausenlos Campino ins Gesicht gespuckt worden. Punkrock eben, dreckiger Rock’n Roll. Sauberen Rock’n Roll gibt es nicht, deshalb gibt es auch so richtigen Rock’n Roll nicht mehr.

Shawny: Lieblingsbands von mir wie New Order sind mittlerweile auch total kommerzialisiert. Selbst diese Bands sind nicht mehr so cool und originell wie früher. Da spielen die Plattenfirmen sicherlich eine große Rolle. Es ist auch schwierig geworden, heute Musik fernab des Mainstreams zu produzieren.

GABO: Selbst die Rockvideos schaut sich heute keiner mehr an. Als ich in den 80er und 90er Jahren als Regisseurin zu drehen angefangen habe, gab es noch MTV und VIVA. Das ist mittlerweile ja so gut wie weggefallen.

gabo12.jpg

Musik mit Schweiß und Achselhaaren?

Shawny: MTV war der einzige Sender, den ich ab und zu geschaut habe. Da liefen solche Sachen wie "Jack Ass". Aber seit man für MTV bezahlen muss, schaue ich mal kurz bei VIVA rein und sehe auch nur Mainstream. Bei denen weiß man ja nicht mal, ob das am Computer entstanden ist oder die noch richtig singen. So richtige Musik mit …

GABO:  … Schweiß und Achselhaaren gibt es schon lange nicht mehr. Wie Patti Smith – die ich sehr schätze und liebe – mit dem Zulassen des Schmerzes. Heute muss immer alles in der Spaßgesellschaft funktionieren und nach St. Tropez fahren, um dort über den roten Teppich zu schlendern. Und auch die Figur muss immer perfekt sein. Aber diese Schluffies wie Patti Smith haben tolle Sachen zu sagen. Mit Charisma, mit diesem Zugeben von Traurigkeit, ohne dass die Leute sagen: "Die ist doch depressiv". Oder Annie Lennox. Auch so eine tolle Frau. Speerspitzen! Früher haben sich die Frauen über männliche Rockstars definiert und waren häufig Groupies und nicht die Macherinnen. Heute finde ich das schon toll, dass es Frauen wie Alanis Morissette, Pink und Avril Lavigne gibt, die es geschafft haben, sich selbst zu verwirklichen, Rock’n Roll zu sein und auch noch echt geil zu singen.

Shawny: Ich kenne Leute, die bestimmte Acts hören, nur um cool zu sein und irgendwelche Sachen darüber zu posten. Und dann fragst du sie, ob sie diesen oder jenen Song kennen und dann tappen sie in die Falle. Das finde ich einfach lächerlich, wenn sie eine bestimmte Musik hören und so tun, als kennen sie sich aus, nur um jemandem zu gefallen.

GABO: Ich habe neulich mit meinem Sohn überlegt, wie das kommt, dass er die gleiche Musik cool findet, die ich auch höre und gehört habe. Früher war die Musik unserer Eltern, wie Elvis Presley, für uns ein absolutes Tabu. Aber Janik hört meine Lieblingssachen eben auch gern. Das ist heutzutage nicht mehr so limitiert, dass man Musik altersabhängig macht. Hauptsache, es groovt.

Shawny: Musik beeinflusst ja Mode ungemein, umgekehrt sicherlich genauso. Das lässt sich aber nicht verallgemeinern. Die Modedesigner haben zum Beispiel die Doc Martens bei den Punks gesehen und sie mit in ihre Kollektionen eingearbeitet. Und so ziehen die Leute die Docs an, weil sie die ganz cool finden, haben aber mit dem damit verbundenen Musikstil nichts am Hut. Meine Mode ist so wie die Musik, die ich höre. Ich verbinde das miteinander. Selbst Kurt Cobain setzt heute Trends, obwohl er das selbst sicherlich nie gewollt hätte. Der hat ja immer solche abgeranzten Pullis getragen, die sind heute "in". Wie beim Grunge.

GABO: Ich habe neulich Blondie in London fotografiert und die war immer noch so angezogen wie früher und sah dabei irgendwie nicht älter aus. Was immer sie gemacht hat, es war tatsächlich sie. Und es war gut gemacht. (lacht)

Silvester mit David Bowie und Iggy Pop

Shawny: Warst du nicht mal mit David Bowie zusammen?

GABO: Eine Weile. Der war ein Chamäleon. Er war Mann und Frau in einem , so androgyn und so unfassbar, dass es auf mich damals auch das extrem Weibliche und extrem Männliche projiziert hat. So wurde ich auch zu den beiden Extremen, je nachdem, wie er gerade unterwegs war. Das war faszinierend, man konnte ihn nie fassen, er hatte Milliarden verschiedener Gesichtsausdrücke und hat seinen Stil alleine in dieser Zeit zwei oder drei Mal geändert. Ich wusste zum Schluss gar nicht mehr, woran ich bei ihm bin. Bei einem Essen an Silvester mit Iggy Pop saßen die beiden mit Papphüten und Tröten. Ich dachte, das kann nicht sein, das ist doch kein Rock’n Roll hier. Ich war das viel mehr als die beiden zusammen. Ich dachte, wir müssen doch jetzt hier mal den Tisch umschmeißen, damit es hier ein bisschen lustig wird. (lacht) Aber die saßen da völlig spießig Hand in Hand mit uns Girlfriends und ich habe mir einfach nur gewünscht, bei meinen Freundinnen zu sein.

gabo14.jpg

Es gibt noch Romantiker

Shawny: Ich war ja auch mal mit einem Musiker zusammen. Es ist irgendwie doch etwas anderes, ob du mit einem Musiker oder einem Nichtmusiker zusammen bist. Ich finde die Musiker teilweise leidenschaftlicher, aber auch genauso arschig.

GABO: Jaja, du kannst sie halt nicht kontrollieren. Ich war fast sieben Jahre mit Campino zusammen, aber so einen Rockmusiker hast du halt nicht zu 100 Prozent. Wenn du wie ich Treue brauchst, wird dir das ein Rockmusiker nie unterschreiben können, weil die sich über andere erleben. Wenn die einerseits vor sechzig- oder achtzigtausend Leuten Pogo tanzend ins Publikum springen und andererseits plötzlich drei Wochen nach der Tour ganz normale arme Schlucker wie wir alle sind, können sie eben nicht von der Lampe springen, damit man klatscht. Dann sagt man halt, jetzt bist du so wie du eben bist, ein ganz normaler kleiner Scheißer. Dann holen sie sich den Erfolg eben woanders ab, dort, wo einer klatscht.

Shawny: Familienleben ist echt nichts für die.

GABO: Naja, es gibt noch ein paar Romantiker.

Shawny: Mit denen kann ich aber auch nichts anfangen, die alles für mich machen würden. Das geht gar nicht.

GABO: Das muss schon ein guter Mix sein und da wir uns die Kerle nicht mixen können, müssen wir es eben allein schaffen.

Nimm dir die Jungs!

Shawny: Rock’n Roll ist gut für Sex.

GABO: Das lassen wir mal so stehen. (kleine Pause) Man muss sich auf jeden Fall über sich selbst definieren, und nicht über die Männer und diese ganze "Musenkiste". Ein Beispiel: Yoko Ono war "daran schuld", dass die Beatles sich getrennt haben? Das ist doch völlig überholtes Blabla von gestern. Wie kann das sein, dass eine Frau eine Band auseinanderbringt? Da muss doch schon vorher der Wurm drin gewesen sein, das kann doch nicht eine Frau schaffen. Typisches Gerede: Entweder waren wir Groupies oder bringen eine Band auseinander. Die Zeiten sind einfach vorbei, Gott sei Dank. Also du hast jetzt die Möglichkeit, selbst der Rockstar zu sein und dir die Jungs zu nehmen, wie du sie gern hättest (lacht).

Shawny: Mach ich.

GABO: Yoko Ono ist übrigens auch eine Stilikone.

Shawny: Madonna war das wohl auch, aber die höre ich echt nur, wenn ich auf Bad-Taste-Partys bin.

GABO: Mir ist das alles zu krampfig, zu sehr auf Sex aufgebaut. Gibt es denn heute auch einen Stil-Vorreiter, der dir jetzt sofort einfällt?

Shawny: Mir fällt keiner ein. Die sind alle so angepasst, die haben alle grau an und nichts Individuelles mehr. Ganz normale Menschen, die gute Musik machen. Aber das wiederum finde ich auch gut, denen geht es nur um die Musik und das war’s dann. Ikonen …? Irgendwie zitieren sich alle nur noch …

GABO: Na ja, die Plattenfirmen haben das gerne so. Die drängen die Stilrichtungen auf, à la "ihr macht jetzt einen auf Cowboys und schreit immer "IiiiiiiiihhhAaaaaaa" …

Shawny:  … wir nennen jetzt keine Namen …

GABO:  … oder die setzen denen irgendwelche Masken auf. Wie Sido. Grundsätzlich eine schöne Idee, einfach zu fassen. "Der Mann mit der Maske" oder "Der Mann mit dem Hut". Es ist aber nicht mehr als eine erdachte Stilrichtung, die manchmal auch bis zu einem gewissen Punkt funktioniert.

Shawny: Deswegen schaffen sie es auch nicht mehr, echt rüberzukommen. Es ist nicht mehr gelebt. Das merken die Menschen auch.

gabo11.jpg

Früher war nicht alles besser!

GABO: Es bleibt eine Inszenierung.

Shawny: Zum Beispiel Lady GaGa …

GABO: Ooooooohhhh Gott!

Shawny: Alles "gemacht".

GABO: Das Gesicht auch. Da ist mehr Maske im Spiel als bei Sido (lacht). Keine Chance für gelebte Falten, die in durchzechten Nächten entstehen.

Shawny: Und ich finde das total schade, dass die Menschen auf so etwas Künstliches abfahren. Die Leute, die wirklich etwas draufhaben, haben kaum noch die Chance, aus dem Proberaum herauszukommen. Ich kenne so viele Bands, die mit Herzblut und enorm viel eigener Arbeit ihre Sachen von vorne bis hinten selbst machen. Aber die Leute stehen nur noch auf Gesichter wie Rihanna; die singt das Zeug runter, was ihr andere vorsetzen.

GABO: Ich glaube, das hat das Internet noch mal ordentlich beschleunigt. Heute hört man Musik über Dienste wie Spotify. Früher musste man aufstehen, zum Plattenspieler gehen, die Nadel putzen, die Rille finden und dann hat die Platte durchgespielt. Und wieder aufstehen, dasselbe von vorne und nochmal hören. Und nochmal. Jeder Song wurde immer besser durch das viele Anhören. Heute zappt man da durch und verliert sich total. Einen Moment weiter und du bist sofort wieder ganz woanders. Es ist so dermaßen schnelllebig geworden, was sich natürlich auch auf die Trends auswirkt. Alles wird zusammengewürfelt, es gibt immer von allem etwas. Aber man darf nicht immer herum unken von wegen "früher war alles besser". Mir nimmt man das ja noch ab, aber dir?

Hau dir mal einen Whiskey rein!

Shawny: War nicht früher wirklich alles besser?

GABO: Nein. Aber du kannst an der Zukunft schrauben. Ich war positiv geschockt, dich zu hören. Ich dachte nämlich, da kommt jetzt wieder so ein Mainstream-LaLaLa, aber das kann man sich anhören. Das geht auch in die Tiefe, was ich jetzt echt nicht gedacht hätte. Bau das aus! Und hau' dir auch mal einen Whiskey rein, kotz' mal auf den Tisch und iss vor allem mehr. Werde du!

gabo2.jpg

Die Fotografin als Model ...

Shawny: Unbedingt, wie beim Shooting mit dir! Es war total locker, frei und familiär. Ich war nicht auf mich allein gestellt. Sonst bist du als Model ja oft nur ein laufender Kleiderständer.

GABO: Deine Foto-Strecke jetzt ist ein bisschen "Back to Psychedelic" – Spielerei mit Farbe, geworden. Hat mir viel Bock gemacht. Wir waren frei! Die momentane Modefotografie zeigt ja die Mädchen meist, wie sie erst verhungern und dann "sterben", aber wir haben das Ganze einfach mal ins Leben fließen lassen. Wie gesagt - fließen, eines meiner Lieblingswörter (lacht).

Am Schluss dann ein kleiner Rollentausch: GABO fragt Shawny, ob sie nicht auch mal zur Kamera greifen möchte. Sie will. Es entsteht ein Bild der Künstlerin, das authentisch ist. Na klar, sie wurde mit den Augen einer Freundin gesehen.

Quelle: n-tv.de, soe