Musik

Schluss mit Kinderkram Samira 151 lässt "The Voice Kids" hinter sich

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Freut sich "über jeden einzelnen Klick": Samira 151.

Bislang verzaubert Samira 151 ihre Fans mit ihrer Musik nur auf Youtube. Doch es ist wohl lediglich eine Frage der Zeit, bis die Sängerin die Charts erobert. Mit ihrer kraftvollen Stimme und einem Mix aus Retro-R&B und Rap-Flow spricht die 18-Jährige vielen jungen Frauen aus der Seele.

Apache 207, Capital Bra, Juju oder Nura - ein Blick in die Charts zeigt, dass Deutschrap schon längst im Mainstream angekommen ist. Mit Samira 151 könnte sich nun bald eine weitere weibliche Newcomerin in dem Genre etablieren. Mit "Nie wieder sehen" hat die 18-jährige Sängerin vor wenigen Tagen ihren zweiten Song auf Youtube veröffentlicht. Knapp 100.000 Mal wurde die Single der Abiturientin aus Essen bereits geklickt.

Während sich deutsche Künstler in der Vergangenheit meist für englischsprachige Lyrics entschieden, geht der Trend seit einigen Jahren wieder zurück. "Ich glaube, Deutschland ist gerade in deutsche Musik vertieft", sagt Samira. Auch sie wolle erstmal dabei bleiben, "ich habe mich da gerade eingefunden", sagt sie im Gespräch mit ntv.de. Doch egal auf welcher Sprache - mit ihrer Musik spricht sie jungen Frauen, die Stress mit dem anderen Geschlecht haben, aus der Seele. Das ist es auch, was sie will: "Dass sich andere Frauen mit mir relaten."

Ihre neue Single stellt zudem die musikalische Vielseitigkeit der 18-Jährigen unter Beweis. "Nie wieder sehen" lässt den Zuhörer einen Blick hinter die hübsche Fassade und auf ihre verletzliche Seite erhaschen. "Der Song handelt von einer schmerzhaften Liebe ohne wirklichen Abschied", verrät sie. "Davon, dass man dachte, die Person zu kennen und dann festgestellt hat, dass sie doch ganz anders war." Passend dazu macht sie in der Ballade von melancholischen Gitarren-Samples Gebrauch - während sie in ihrer ersten Single "Babe, ich weiß" noch auf Retro-R&B, Gesang und Rap-Flow setzte.

Ihre Karriere hätte schon im vergangenen Februar starten können, ihre Debütsingle war damals bereits fertig. "Aber dann kam Corona und wir konnten kein Video drehen." Durch den Lockdown verschoben sich die Dreharbeiten für den Clip schließlich auf Juni. "Aber das Warten hat sich gelohnt", sagt die 18-Jährige stolz. Damit hat sie recht - über eine Million Mal wurde "Babe, ich weiß" seit seiner Premiere Ende Oktober bereits angesehen. Ein voller Erfolg für Samira, die sich "über jeden einzelnen Klick" freut.

"Bringe ein Album heraus"

Nach der Pandemie will Samira dann vollends durchstarten. "Ich will natürlich nicht zu viel verraten, aber ich habe einige Songs, die ich herausbringen möchte. Bestimmt bringe ich eine EP oder ein Album raus." Bis dahin hat sie auch ihr Abitur absolviert, doch obwohl sie sich auch im "Marketing-Bereich" sähe, kommen ein Studium oder eine Ausbildung nicht für sie infrage. "Mein Herz schlägt für die Musik", sagt Samira. Darauf wolle sie sich auch "komplett konzentrieren".

Dass sie einmal Sängerin werden würde, war für die junge Frau aus Essen schon immer klar. "Ich singe schon, seit ich klein bin", erzählt sie weiter. Erste Erfahrungen auf der Bühne sammelte sie dann 2016, als sie es bei "The Voice Kids" in die Battles schaffte. Gesangsunterricht brauchte es dafür nicht. "Mich hast du sofort abgeholt", sagte Jurorin Lena Meyer-Landrut damals zu dem "mega, mega geilen" Auftritt der Schülerin.

Seitdem verzichtet Samira allerdings auf Coverversionen wie Katy Perrys "Dark Horse", mit dem sie als 13-Jährige an der Sat.1-Castingshow teilgenommen hatte. Als Newcomerin braucht sie nun zwar noch Hilfe beim Texten - Authentizität ist ihr bei ihrer Musik aber äußerst wichtig. "Ich muss immer meine eigene Note mit einbringen. Ich könnte nicht einfach etwas übernehmen, das nicht von mir kommt."

Quelle: ntv.de