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IBES Dschungelshow - Tag 11 David Ortegas Auftritt sorgt für Wirbel

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Sorgte an Tag 11 für heftigen Wirbel: Daniel Ortega.

(Foto: TV NOW)

Eigentlich wollten Sonja und Daniel mit ihren Gästen über Dschungel-Highlights plaudern. Doch im Studio sitzt Ex-"Dschungelcamp"-Teilnehmer Daniel Ortega und sorgt mit seinem kuriosen Auftritt für offene Münder und Stirnrunzeln. Was war da los?

Da sitzt man nun also am nunmehr elften Tage der "Dschungelshow" vor dem Fernseher und rechnet allerhöchstens mit ein paar künstlich herbeigeführten Eskalationen zweier Tiny-Häusler - und dann, ganz plötzlich, taucht er auf: David Ortega. Gemeinsam mit Thorsten Legat und Menderes, dem Dschungelkönig von 2016, sitzt der Reality-Darsteller bei Sonja und Daniel im Studio und soll eigentlich ein bisschen über jene legendäre Staffel plaudern, in der ganz Trash-TV-Deutschland der unendlichen Zuneigung zwischen dem "Legator" und Helena Fürst beiwohnen durfte.

In Rückblenden gibt es ein Wiedersehen mit Unterhaltungs-Größen wie Rolf Zacher und Gunter Gabriel, beide inzwischen verstorben und Menderes erzählt von seiner Liebe zum einfachen Leben. Mit David Ortega aber hat niemand gerechnet. Entfernt erinnern wir uns an ein paar Zitate von ihm über "Dinosaurier", die irgendwas Fieses ausgefressen haben müssen, "sonst wären sie wohl kaum ausgestorben." Doch dann schießt Ortega, optisch kaum wiederzuerkennen, los. Was geschieht hier gerade? Was erzählt der da? Verwirrung in den sozialen Medien. Große Augen bei Sonja und Daniel. Stirnrunzeln.

Germanen, offene Hütten und irgendwas mit Eichen

Ortega spricht von "Embryos (…), Babys" und "alten Germanen" und ganz Twitter: ????

Die verschiedenen Erzählstränge scheinen zu verschwimmen, tatsächlich aber bedienen sie mehrere Metaebenen gleichzeitig. "Wir müssen alle mehr Frieden spüren (...) gegen Mobbing und für den Weltfrieden. (…) Wir sind Deutschland, wir sind Export-Weltmeister und sollten wieder dahin kommen, wo wir früher waren: die Germanen, die früher im Wald lebten, mit offenen Hütten und den Frieden symbolisierten - die Eiche anzubeten."

Djamila packt über ihre schwere Kindheit in der DDR aus.

Djamila packt über ihre schwere Kindheit in der DDR aus.

(Foto: TV NOW)

In den Ohren der Zuschauer raschelt und klingelt es gleichzeitig. Sofort gibt es wilde Spekulationen bei Insta & Co. Steckt hinter der Nummer womöglich Jan Böhmermann? Hat Ortega sich irgendwas eingepfiffen? Lebt der Schauspieler in sechs Universen zur selben Zeit? Oder war er zu lange im Seminar von Bruno, dem Schamanen?

Für viele Zuschauer ist der Auftritt des Ex-Kandidaten DAS Highlight der bisherigen "Dschungelshow" - in der Djamila Rowe hoffentlich "das goldene Ticket" ergattert.

Am elften Tage erzählt sie von ihrer Kindheit im Osten. Eingesperrt als Jugendliche im Alter von 14-18 Jahren im Jugendwerkhof erlitt sie als "Kind eines Staatsfeindes" schlimmste Repressalien durch die DDR-Diktatur. Nach der Republikflucht der Mutter kam Rowe erst in verschiedene Heime und musste schließlich Zwangsarbeit im JWH Crimmitschau verrichten. Das System, erzählt Rowe habe alles gemacht, "was man sich vorstellen kann, um jemanden zu erniedrigen oder zu brechen".

Murmeln suchen und Kindheitserinnerungen

Sie wollte sie diesem Leben sogar entkommen, indem sie "Glasreiniger" getrunken und mit Nägeln versucht habe, "sich die Pulsadern aufzuschneiden". Was sie aus dieser dunklen Zeit mitnehme? "Man hat gelernt, wenn man gefallen ist, dann steht man wieder auf."

Natürlich kommen die Banalitäten auch an Tag 11 nicht zu kurz: Man seiert über "Morgenlatten" und darüber, warum Leute zu anderen ständig "Digga" sagen und ist genervt von der Kippen-Sucht der Prinzessin. Um der Ödnis zu entgehen, sammelt das Trio mit Boxhandschuhen an den Händen hunderte, zuvor großzügig im Tiny House verteilte Murmeln wieder ein und Xenia barmt ein bisschen, sie sei "ein Opfer" und wolle nach Hause.

Einzig, wenn Rowe von ihrer Kindheit erzählt, spürt man, dass hinter der auffallenden Optik ein Mensch mit Tiefgang steckt, der viel seelisches Leid in sich trägt. So berichtet sie auch von ihren Großeltern, die Alkoholiker gewesen waren. Als sie einmal den Schnaps in den Schränken fand und ausschüttete, habe sie dafür "eine Tracht Prügel" kassiert.

Eine "Dschungelprüfung-Tauglichkeitsprüfung" gab es freilich auch. Unter Tage krochen die Kandidaten durch verschiedene Tunnel mit Tierchen und erspielten vier Sterne. Hängen aber bleibt von diesem Tage definitiv Ortegas kurioser Appell für mehr Respekt und gegen Mobbing sowie Rowes zu Herz gehende Kindheitsberichte. Der Zuschauer sah das auch so und wählte die gebürtige Berlinerin auf den ersten Platz.

"Ich bin ein Star - Die große Dschungelshow" läuft täglich um 22.15 Uhr bei RTL. Das große Finale findet am 29. Januar statt. Die Sendung gibt es jederzeit auch zum Abruf bei TVNOW. Mehr Informationen zur Show finden Sie zudem bei RTL.denden Sie zudem bei RTL.de.

Quelle: ntv.de