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"Let's Dance" - Halbfinale Die Finalisten stehen fest!

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Alle drei sehr gute Tänzer: Moritz, Lili und Luca

(Foto: TVNOW)

Luca Hänni tanzt den besten Jive aller Zeiten, Renata, die Partnerin von Moritz geht plötzlich zu Boden und es gibt ein Wiedersehen mit Pommes, dem "Let's Dance"-Sieger von 2019. Warum dieses Halbfinale eine verdammt enge Kiste war, lesen Sie hier.

"Das war der beste Jive ever!", sagt ein zum Halbfinale gut gelaunter Chef-Juror über Luca Hännis Jive und ergänzt: "Und er war mit großem Abstand das Beste heute Abend! (…) Man müsste ihn eigentlich mit 15 Punkten bewerten."

Halbfinale: Zehn Shows liegen hinter uns und den Tänzern und in der Tat kann man sagen: So eng war die Kiste wohl noch nie. Alle vier verbliebenen Promis sind unheimlich stark. Hinzukommen immer mehr Tänze von Show zu Show, die sie sich merken müssen. Nicht so einfach für Luca, der, wie seine Partnerin Christina verschmitzt stichelt, einen Tanz meistens sofort vergisst, sobald er vorbei ist. Doch Hännis "unfassbare Musikalität" lässt ihn auch die schwierigsten Nummern mit einer Leichtigkeit tanzen, als würde er mal eben zum Bäcker gehen und ein paar Brötchen holen.

Drei Tänze stehen im Halbfinale auf dem Programm, zwei Einzeltänze und der sogenannte "Impro-Dance Even More Extreme". Die Zehnerkellen laufen heiß. Und obschon der Sänger und einstige Maurer einen Cha-Cha-Cha als Impro-Dance darbietet, den Motsi schlicht als "Magic Moment" bezeichnet, missfällt Llambi sein kurz zuvor getanzter Tango. Er vergibt nur sieben Punkte! (Zum Vergleich: Jorge und Motsi schwingen die Zehnerkellen.)

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Trotz Nervenflattern - "eine Klasse für sich"

Lili hingegen ist ihr Nervenflattern an diesem Abend deutlich anzumerken. Während ihrer Salsa habe sie, wie die Jury urteilt, ein bisschen "die Musik verloren". Auch die Übergänge seien "etwas unsauber" gewesen. Beim zweiten Einzeltanz, einem Tango, zeigt das bescheidene Energiebündel aber, dass sie nicht nur "eine Klasse für sich" ist, sondern auch wie wunderschön sie alles austanzt und dabei "emotional" und "zerbrechlich" zugleich wirkt.

Der ein oder andere mag kritisieren, die Artistin habe durch ihre enorme Gelenkigkeit einen Vorteil und vielleicht zeigt sie auch ein My zu oft, wie schön sie sich verbiegen kann, aber hey, Lili ist mit Herz und Seele Zirkuskünstlerin, Akrobatik sei, wie sie immer wieder mit strahlenden Augen erzählt, ihr Leben.

Im Grunde ist das Halbfinale ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Es gibt nicht den Schlechteren oder die Bessere. Man kann jetzt wirklich nur noch "von Kleinigkeiten" sprechen, die für den einen Juror mehr für den anderen weniger ins Gewicht fallen. Aber wir müssen dennoch, wie Llambi betont, "ja schön bei der Wahrheit bleiben". Man kann getrost festhalten: Motsi und Jorge schauen ob der schön vertanzten Gefühle gern über Fehlerchen hinweg, dem strengen Llambi aber entgeht nichts. So lobt er zwar Moritz Hans für seinen Slowfox und findet auch dessen Paso Doble "besser als den von Tijan", die Impro-Rumba sei aber trotzdem "nicht im Takt" gewesen.

Pommes auf Stippvisite und Abschied von Tijan

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Leider kurz vor dem Finale raus: Tijan

(Foto: TVNOW)

Ein Wörtchen zum "Impro-Dance Even More Extreme": Die Tänzer erfahren erst während der Show per Zufall, was sie erwartet. Dann schnell hinter die Bühne, umziehen, kurze Besprechung und - los! Tijan und Kathrin tanzen Wiener Walzer. Was auf den ersten Blick wie eine Top-Performance anmutet, sind für den strengen Chef-Juror schließlich zu wenig vertanzte Grundschritte. Auch Tijans Qickstepp findet Llambi "ein bisschen polkamäßig". Und obschon der Schauspieler im zweiten Einzeltanz einen sehr "präsenten Matador" aufs Parkett bringt, empfindet der Haar-in-der-Suppe-Sucher den Paso Doble als "etwas zu wild".

Am Ende hat es für Tijan nicht fürs Finale gereicht. Er verabschiedet sich mit Tränen und bebender Stimme. Umso glücklicher ist Moritz' Tanzpartnerin Renata, die nach der Verkündung vor Freude zu Boden geht. Verständlich, es ist das erste Mal während ihrer Zeit bei "Let's Dance", dass sie in einem Finale dabei ist.

Im vergangenen Jahr holte Pommes den Pokal. Im Halbfinale brachte er - anstelle von Frauke Ludowig - den Umschlag mit dem Televoting. Locker, flockig mit einem Würstchen vom Catering in der Hand, sagt der authentische Handballer, wie gern er noch immer an seine Tanz-Erfahrung zurückdenke. In einer Woche sind sie vorbei, drei intensive Monate mit blauen Flecken, Muskelkater und viel Schweiß. Die ersten Shows waren noch mit Publikum. Dann kam Corona. Man muss nicht das Finale abwarten, um zu sagen: In Anbetracht dieser Zeiten haben sie alle einen verdammt guten Job gemacht! Somit stehen die Finalisten fest: Es sind Lili, Moritz und Luca.

Quelle: ntv.de