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IBES Dschungelshow - Tag 14 Die Finalisten stehen fest

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Ist die "Überraschung der Dschungelshow": Djamila Rowe.

(Foto: TV NOW)

Djamila rennt auf dem Laufband, als würde sie mit schweren Einkaufstaschen zur Straßenbahn hechten, Sam liefert ab und ein anderer hat "ein Ei eingequetscht". Die große "Dschungelshow" ist auf der Zielgeraden. Wer im Finale ist, lesen Sie hier!

Huhu, Sie da! Falls Sie diesen vorletzten Text zur großen "Dschungelshow" hier nur lesen, um sich zu vergewissern, dass das zweite Halbfinale nur ein billiger Aufguss des ersten war: Ich muss Sie leider enttäuschen. Ja, die Prüfung war ähnlich. Auch die vier Prüflinge der zweiten Show (Djamila Rowe, Christina Dimitriou, Sam Dylan und Filip Pavlović) müssen auf das "Empire Hürth Building" kraxeln. Oben angekommen wartet auf sie aber weder eine Drehscheibe mit einem Stuhl, den im besten Falle Bernie Sanders schon angewärmt hat, sondern ein Laufband. Dieses schwebt quasi direkt über dem Abgrund. Und der ist so tief und finster wie so manche Seele.

Jeder der vier Halbfinalisten kann jetzt den Bewegungsmangel der letzten Tage im Tiny House ausgleichen oder aber auch: gefühlt um sein Leben rennen. Erstmal bisschen warmlaufen, bis die nächste Geschwindigkeitsstufe eingestellt wird. Sam Dylan liefert einwandfrei ab, obschon er ob der Höhe ziemliche Manschetten hat, Filip Pavlovićs Sprint weckt Erinnerungen an die eigene Schulspartakiade, wo man von Strebern wie ihm schon in der ersten Runde dreimal überrundet wurde und Christina Dimitriou geht leider zu viel die Düse, als dass sie sich überwinden und auch nur ein Füßchen auf das Laufband stellen könnte.

Am allermeisten Spaß macht der Laufband-Sprint aber mit Djamila Rowe, die herum tapst, als versuche sie, mit vollen Einkaufstüten die Straßenbahn zu kriegen. Schwupp, da fliegt sie auch schon durch die Luft! Natürlich sind alle ordentlich gesichert und angeleint. Filip ist sogar so fest umriemt, dass er mehrfach ruft: "Mein Ei ist eingequetscht!"

"Mein Defizit sind auch meine Lippen"

Tag 14 also: Jetzt nochmal richtig Bambule machen und die Zuschauer um Support bitten. Christina, die zu gern ihr "Leben fickt", möchte sich beispielsweise gern "beweisen". Und auch hier überzeugt wieder einmal Rowe mit ihrer Ehrlichkeit und Sensibilität. Es scheint, als ließe sie die Menschen direkt in ihre Seele schauen. Offen gibt sie zu, "schwach" und "voller Selbstzweifel" in das Dschungel-Projekt gestartet zu sein und sich in "einer Lebensphase befunden zu haben", wo es ihr "nicht gut ging". "Mein Defizit sind auch meine Lippen", sagt sie. In Zukunft aber wolle sie definitiv weniger an sich herumspritzen lassen: "Ich schwöre, ein halbes Jahr Pause zu machen."

Wenn man sich die ganzen Leutchen der letzten Tage, kurzum: diese ganze Entwicklung des Reality-TVs näher betrachtet, fällt vor allem eines auf: der inflationäre Gebrauch von Begrifflichkeiten. Es genügt nicht mehr, gut oder lustig oder schrill zu sein. Alles ist nur noch "legendär" und "spektakulär". Wir sehen, wie Menschen spektakulär popeln und sich legendär selbst montieren. Normale, gefällige, gar einfachste Dinge mit Superlativen zu umschreiben, ist mindestens so befremdlich, wie Leute, die meinen, die Anzahl ihrer Follower werte gleichzeitig ihre Persönlichkeit auf.

"Wir waren Kannibalen"

Gäste im Studio diesmal: Kader Loth und Marc Terenzi, Dschungelkönig von Staffel 11, damals noch mit Malle-Jens, der im Jahre 2018 einem Lungenkrebsleiden erlegen ist. Vieles an dieser Staffel ist in der Tat unvergessen. Wir erinnern uns an Hankas feiste Pullerei im Weiher, wo hinterher, wie Kader monierte, alles "furchtbar nach Urin gestunken hat". Noch heute entsinnt sich Loth, "wie krass wir drauf waren. Wir waren Kannibalen". Terenzi offenbart, heimlich ein paar Tütchen Instant-Kaffeepulver ins Camp geschmuggelt zu haben und natürlich erinnern wir uns auch an Alexander "Honey" Keen, dessen Hals leider zu dick war, um an der Dschungelprüfung teilzunehmen.

Tatsächlich aber war mit Hanka - der Königin der Hygiene - auszukommen, für viele Camper die größere Challenge als die Dschungelprüfungen selbst. Während Loth erzählt, wie sehr die Immobilienmaklerin alle immer belehrt habe und mit ihrer Reinigungs-Phobie nervte, hatte Terenzi viel Spaß mit der Frau mit dem Sagrotan-Fläschchen: "She was wie my Fernseher."

Djamila jedenfalls kann sich freuen. Gemeinsam mit Filip hat es "die Überraschung dieser Show" ins Finale geschafft. Sollte es die Frau, für die die letzten Tage bei RTL wie eine "Therapie" waren, in den Dschungel schaffen, liegt auch vor uns - den Zuschauern - eine große Aufgabe. Jeder Kandidat darf ja etwas Persönliches mit ins Camp nehmen. Liebe Djamila, wenn du am Freitag das goldene Ticket erhältst, MUSS Bea Fiedler dich begleiten! Denn die Messe, dass unsere Bea wohl nie unterm Wasserfall stehen wird, ist noch nicht gesungen, oder wie sie selbst sagen würde, wenn sie nicht mit darf: "Was soll der Scheiß?"

"Ich bin ein Star - Die große Dschungelshow" läuft täglich um 22.15 Uhr bei RTL. Das große Finale findet am 29. Januar statt. Die Sendung gibt es jederzeit auch zum Abruf bei TVNOW. Mehr Informationen zur Show finden Sie zudem bei RTL.de.

Quelle: ntv.de

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