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Wiedersehen der Dschungelcamper Glööckler und Stehfest rasseln aneinander

Von wegen Harmonie: Anouschka Renzi erklärt das böse F-Wort, Tina Ruland ist sauer und Linda Nobat bereut so manche Aussage. Doch plötzlich äußert Stehfest sich über Glööcklers Lästereien hinterm Rücken. Die Gemüter kochen hoch.

Vielleicht ist das große Wiedersehen im Baumhaus so kurz nach dem Finale des Dschungelcamps zu früh. Die Camper haben noch nicht alle Szenen anschauen können, bei einigen ist die Wut ob so mancher Streitereien noch nicht abgeklungen, denn wie man das aus dem echten Leben eben auch kennt: Reflexion braucht Zeit.

Nun sind die Camper aber noch einmal zusammenzukommen, um über das Erlebte und ihre Gefühle zu plaudern. Man hatte inzwischen Gelegenheit, ein bisschen länger zu schlafen und sich frisch zu machen. Und, dass der Dschungelkönig tatsächlich mehr als zehn Kilo verloren hat, "Brudi", das sieht man dir unter der coolen Robe gar nicht an!

Wir sehen noch einmal viele bekannte Highlights und im Grunde verläuft die erste Stunde dieses großen Wiedersehens wenig aufsehenerregend. Da sitzen einfach ein paar Ausflügler und parlieren über ihre gemeinsame Zeit. König Filip habe noch immer nicht sein Smartphone angeschaltet und weiß überhaupt nicht, "was draußen los ist" und die meisten sind sich einig, dass der Schlafmangel das Schlimmste gewesen sei. Eric Stehfest meint, es sei kein Geheimnis, dass er nicht alleine im Camp war, sondern gemeinsam mit etlichen seiner vielen Persönlichkeiten.

"Menschen zweiter Klasse" und das böse F-Wort

Interessant wird es, als erneut Charaktere aufeinandertreffen, deren Konstellation bereits im Camp für ordentlich Konfro sorgte. Anouschka beispielsweise wiederholt, dass Vieles, was sie gesehen und wahrgenommen habe, die "pure Effekthascherei" gewesen sei. All diese "gleichen Geschichten", die ständig "an verschiedenen Orten im Dschungel vor sich hingemurmelt" worden sind, um Sendezeit zu kriegen. Den Vorwurf der "großen Show" von "Fake-Menschen" wiederholt sie, betont aber, damit keineswegs ausdrücken zu wollen, diese "Social-Media-Leute" als "Menschen zweiter Klasse" zu sehen.

Diesen Schuh ziehe sie sich gar nicht erst an, auch wenn Jasmin Herren mehrfach versucht, ihr diese "Zwei-Klassen"-Nummer unterzujubeln. Es geht schlicht und einfach darum, dass die einen Stars seien und die anderen mediengeile Leute von Instagram.

Auch Tina Ruland würde das Geschehen gern noch weiter künstlich aufblähen. Ach, ist das heute wieder alles "despektierlich"! Da haben doch die Kinder die Sendung gesehen und auch ihre "85 Jahre alte Mutter" und dann sage Anouschka einfach zu ihr das böse "F-Wort". Renzi spricht Tacheles: "F**** habe ich gar nicht zu dir gesagt, sondern zu mir selbst! Im Tunnel, als ich dachte, ich bin alleine."

Versöhnliche Worte beim Wiedersehen von "Prüfungsqueen" Linda Nobat: Sie sagt offen und ehrlich, dass ihr zwar nichts leidtut, aber dass sie eben auch "Worte benutzt" habe, "die nicht richtig waren." Was passiert sei, könne sie nicht rückgängig machen. Man muss Lindas Dschungel-Auftreten nicht weiter vertiefen, aber zuzugeben, auch falsche Worte gewählt zu haben, verdient Anerkennung.

"So Laiendarsteller aus Posemuckel"

Doch nach wie vor gibt es Leute, die immer noch ihren ganz eigenen Film fahren. Die meinen, im Camp ganz besonders toll rübergekommen zu sein, obschon der Zuschauer sich längst selbst ein Bild machen konnte. Harald Glööckler habe am meisten seine "Dominanz" überrascht. Der 56-Jährige ist aber der Meinung, im Nachhinein sollte man "auch nichts sezieren". Es waren halt besondere Umstände. Da sagt man ob der Widrigkeiten eben manchmal Sachen, die man ausgeschlafen so nie gesagt hätte.

So meint er, es sei ihm egal gewesen, ob die Leute berühmt seien oder nicht, er habe "die Seelen" kennenlernen wollen. Plötzlich aber werden Sequenzen eingeblendet, die ihn mit Renzi gemeinsam beim Lästern zeigen. Man sei halt "ein richtiger Star" und dann solche "Social-Media-Leute". Renzi ergänzt: "So Laiendarsteller aus Posemuckel". Womit beide natürlich auch nicht ganz unrecht haben.

Doch dann passiert's: Eric zieht seine Entschuldigung zurück. Harald habe genau gewusst, was er tat und auch, welch' dunkle Täler Stehfests einstige Drogensucht ihn durchschreiten ließ. Nun habe er "Bilder gesehen", wie Harald sich abfällig über Manuel geäußert habe, "von Anfang an". Über einen jungen Mann, der ihn "als Vorbild" sehe.

Und da sind wir wieder bei der Frage: Was ist echt, was Fake? Was Show, was wahre Gefühle? Tara, nach wie vor herrlich anbiedernd gegenüber Pavlovic sagt in einem ihrer Highlights vermutlich den wahrsten Satz, der gleichzeitig diesen ganzen Irrsinn aufzeigt: "Vor dem Dschungelcamp habe ich für einen (Instagram)-Post 1000 Euro bekommen, danach wird es noch viel mehr werden."

Letztlich aber ist es schnurz, wer "eine Tapetenkollektion in 500 Baumärkten" hat oder wer weniger berühmt ist: Starallüren nerven. Erst recht von Leuten, die keine sind. Kleiner Insider-Gag zum Schluss: "Ich spiele Klavier - schon länger."

Quelle: ntv.de

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