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Sie sollte tatsächlich ins All Jauch wirbt Kampfpilotin als Astronautin an

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Nicola Baumann wäre fast die erste deutsche Frau im Weltall geworden.

(Foto: TVNOW / Guido Engels)

So viel Kompetenz ist zu viel für diese Welt, findet Jauch. Die Ex-Kampfpilotin scheitert erst an einer Frage, die kein einziger Joker beantworten kann. Jauchs Vision: Die Frau muss ins All. Was er nicht weiß: Sie sollte tatsächlich zur ISS.

Die beeindruckendste Leistung liefert Nicola Baumann nach dem Gewinn bei "Wer wird Millionär?" ab. Die Münchnerin hat Eurofighter und Tornados geflogen, ist Ingenieurin für Luft- und Raumfahrttechnik, arbeitet in der Freizeit als Rettungssanitäterin. Bei solch geballter Kompetenz ging Günther Jauch am Ostermontag unweigerlich in die Knie. Am Ende des Zocker-Specials gab er Baumann einen Karrieretipp mit auf den Weg: Astronautin – wäre das nicht was für Sie? "Ich könnte das ja mal versuchen", erwiderte die charmante Kandidatin mit bestem Pokerface – und verschwieg, dass sie tatsächlich bereits fast die erste deutsche Frau im Weltall geworden wäre.

2017 hatte sich Baumann gegen 400 Konkurrentinnen durchgesetzt und war bei der Initiative "Die Astronautin" eine von zwei Finalistinnen geworden. Das privat finanzierte Projekt wollte die erste deutsche Astronautin auf die Internationale Raumstation ISS bringen. Die ehemalige Kampfpilotin von der Bundeswehr stieg allerdings kurz vor dem Ziel aus. "Ihren Kindheitstraum vom Flug ins All verfolgt sie aber weiter; sie will es über das Astronauten-Auswahlverfahren der ESA schaffen", heißt es in ihrem Profil bei einer Agentur, über die Baumann als Rednerin gebucht werden kann. "Ich möchte Pionierarbeit leisten. Das Ziel könnte auch Mond oder Mars heißen", wird sie dort zitiert. Bei Jauch gab sie sich hingegen ahnungslos. "Mars ist ein bisschen weit weg, aber Mond ist schick", kommentierte die Ex-Kampfpilotin Jauchs Berufsberatung.

Beinahe-Astronautin bei WWM

Tiefstapeln gepaart mit Nerven aus Stahl war auch auf dem heißen Stuhl Baumanns Erfolgsstrategie. Sie attestierte sich gern Halbwissen, stellte damit aber ihr Licht unter den Scheffel. So kam es, dass bei der Frage für 250.000 Euro noch drei der vier Joker übrig waren. Leider hatte die Münchnerin ausgesprochen Pech. Die Frage, was oder wer Gryllteisten sind, hätte gut zur Millionenfrage getaugt. Baumann zog erst den Kandidatenjoker. Doch kein einziger der ehemaligen "Wer wird Millionär?"-Sieger konnte oder wollte auch nur raten. Viermal null Prozent, zeigte die Anzeigentafel. "Nein! Das gab's noch nie. Keiner hat gedrückt", kommentierte Jauch.

Nach zwei weiteren Jokern war die Ingenieurin in Sachen "Gryllteisten" so schlau wie zuvor. Ihr blieb die Wahl zwischen "verbinden Motor und Auspuff" und "brüten an felsigen Küsten". Sie tendierte korrekterweise zu den Meeresvögeln, stieg aber mit 125.000 Euro aus. Mit dem Gewinn kann sich Baumann den Hubschrauber-Pilotenschein finanzieren und damit auf Rettungseinsätze gehen. Oder vielleicht ist ihr Traum vom Weltall ja doch noch nicht ausgeträumt?

HSV-Stadionsprecher stürzt ab

Über ebenfalls 125.000 Euro freuten sich im Zocker-Special Marion Heinen und Dirk Krause. Die Kosmetikerin aus Nordrhein-Westfalen bewies ebenfalls Zocker-Talent. Nachdem der Bürgermeister ihrer Heimatstadt Brühl passen musste, wobei der von Juristen sogenannte Sichtbarkeitsgrundsatz gilt, entschied sie sich bei der Siegerfrage kurzentschlossen gegen das Impressum und für die Verkehrsschilder. Der Webseiten-Entwickler aus Nuthe-Urstromtal bei Potsdam hat einst mit Kai Pflaume in Magdeburg IT studiert. Er scheiterte an der 250.000-Euro-Frage, wie viele ihrer vier Kinder Queen Elizabeth II. nach ihrer Krönung noch bekommen hat. Antwort: zwei.

Bei so vielen Höhenflügen gab es auch einen Absturz. Christian Stübinger aus Hamburg bekam die Ungnade der späten Geburt zu spüren. Sein Sohn ist erst drei Monate alt. Deshalb wusste der Radiomoderator und HSV-Stadionsprecher noch nicht, dass ein Kinderwagen für etwas ältere Kinder nicht etwa "Fünftürer" oder "SUV", sondern "Sportwagen" heißen kann. Stübinger versuchte es mit Logik – gänzlich ohne Erfolg, wie Jauch noch zu warnen versuchte: "Ich äußere mich zu dem Gesamtunsinn einfach gar nicht mehr. Ich gebe ihnen einfach einen kleinen Rat. Sie nehmen einfach irgendeinen Joker." Der Kandidat ignorierte den Hinweis, entschied sich für "Limousine" und ging mit 1000 Euro und allen Jokern nach Hause.

Quelle: ntv.de

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