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Einen Hirntoten haben wir immer Prosecco-Frisör wird von Jauch ermahnt

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Gibt's auch Prosecco? Frisör Brecht bekam einen.

"Haben Sie auch Prosecco?", fragt der junge Frisör Jauch. Der winkt ab. Aber dann kommt Schaumwein. Und Kakao. Und Kölsch. Dann wird Jauch aber doch grantig: "Irgendwas würde ich mich auch mal trauen!" Der süße Kandidat fasst sich ein Herz.

In Köln ist das Dschungelcamp zum Glück nur reine Dekoration. Für Günther Jauch gab es am Freitagabend aber gleich zu Beginn die Freie-Wildbahn-Begegnung mit einer ihm eher unangenehmen Art: dem überschwänglichen Kandidaten. Raphael Brecht aus München ist 22 Jahre alt, stupsnasig und Frisör und hüpfte vor Freude wie ein Flummi erst mal durchs Studio. "Das fängt ja gut an", grummelte Jauch nach der enthusiastischen Umarmung. Aber der charmante Kandidat erweichte schnell sein Herz.

Allerdings nicht mit Sportwissen. "Hertha BSC ist doch ein Fußballverein?", vergewisserte sich Brecht beim ehemaligen Moderator des "Aktuellen Sportstudios". Anlass war die 1000-Euro-Frage zu Hertha-Trainer Pál Dárdai. Auch in der nächsten Runde flutschte es noch nicht so ganz. Brecht wusste nicht, dass der Begriff "Headliner" bei Musikfestivals gebräuchlich ist. Er nahm erst den 50/50-Joker und fragte dann noch mal das Publikum. "Es hat jemand für A gestimmt!", beschwerte sich der Kandidat zu recht, denn die Option war zuvor weggefallen. "Einen Hirntoten haben wir immer dabei", begann Jauch das neue Jahr schicksalsergeben.

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Bei solchen Bedingungen sorgt der kluge Kandidat vor. "Haben Sie auch Prosecco?", fragte der 22-Jährige hoffnungsfroh. Schließlich gehört der Schaumwein in seinem Salon zur Grundausstattung. Jauch winkte erst ab. Doch zwei Runden später bekam Brecht tatsächlich ein gut gefülltes Glas Prosecco serviert. "Ich hätte gerne einen Kakao", scherzte Jauch. Eine "Uh oh, uh oh, uh oh, oh no no. Uh oh, uh oh, uh oh, oh no no. Uh oh, uh oh, uh oh, oh no no. Uh oh, uh oh, uh oh, oh no no"-Frage später (gesucht wurde Beyoncés Hit "Crazy in Love") bekam der Moderator tatsächlich eine Tasse gereicht. "Wo kommt der jetzt her? Wahnsinn", freute sich Jauch.

Hinter den Kulissen wird 2019 offenbar eine Service-Offensive gestartet. Denn die folgende Kandidatin Sophie Müller aus Darmstadt hatte kaum "Bier wär schon besser" ins Wasserglas gemurmelt, da servierte ein freundlicher Herr ihr und Jauch Kölsch. "Als nächstes bestelle ich mir einen Bausparvertrag", freute sich Jauch.

Brecht jubelte am Ende dank des strengen Moderators über einen fünfstelligen Gewinn. Er hatte schon aufgeben wollen. Jauchs Mahnung "Irgendwas würde ich mich jetzt hier auch mal trauen an Ihrer Stelle" verhalf zur nötigen Prise Ansporn und am Ende zu 16.000 Euro. Brechts Plan: "Erst mal shoppen gehen, oder?" Innenarchitektur-Studentin Müller kam bis 2000 Euro und kehrt in fünf Wochen zurück. Nächste Woche gibt es erst mal zwei Zocker-Specials, danach macht "Wer wird Millionär?" eine Pause.

Quelle: n-tv.de