TV

"The Masked Singer": Finale Tom Beck ist Stefan Raab

fauli Willi Weber Prosieben.jpg

Nicht Stefan Raab verbirgt sich hinter dem Faultier - es ist Tom Beck.

(Foto: Willi Weber, ProSieben)

Es wäre aber auch zu schön gewesen: Statt der erhofften TV-Rückkehr von Stefan Raab kommt es im Finale von "The Masked Singer" zur Krönung eines etwas in Vergessenheit geratenen ehemaligen Autobahnpolizisten.

Stefanie Heinzmann als wuseliger Dalmatiner, Franziska Knuppe als flatternde Fledermaus, Angelo Kelly in aufwendiger Kakerlaken-Garderobe, Rebecca Immanuel als grazile Königin und Ur-Comedian Didi Hallervorden als hibbeliges Chamäleon: Die zweite "The Masked Singer"-Staffel hat in den vergangenen Wochen schon für so manch Überraschung gesorgt. Für das große Finale sind nun nur noch vier kostümierte Promis am Start. Doch wer steckt unter welchem Kostüm?

Bereits seit Wochen machen dutzende Namen die Runde. Von Max Giesinger und Tom Beck über Martina Hill und Sonya Kraus bis hin zu Sascha Vollmer und Stefan Raab: So ziemlich alles, was im hiesigen Hier-und-Jetzt-Promipool Rang und Namen hat und  in puncto Stimmfarbe, "Indizien" und Performance passen könnte, wird von Rate-Queen Ruth Moschner und ihren beiden Mitmach-Kollegen Rea Garvey und Vorjahressieger Max Mutzke in den Topf geworfen. Und die vier verbliebenen Finalisten wollen ihre Undercover-Rolle auch so schnell nicht ablegen. Der Drache "brennt wie Feuer", der Hase ist "zu allem bereit", das Faultier freut sich auf "wilden Flip-Flop-Samba" und das Wuschel will nochmal "200 Prozent geben".

Vom Dschungel in den Hasenstall

Nach hibbeligen Grooves aus der Retro-Musicbox (Hase), geschmeidigen Sounds aus der Lordi-Hölle (Drache), unterhaltsamen Reggae-Pop-Vibes aus der Hängematte (Faultier) und Boygroup-Pop mit internationalem Anstrich (Wuschel) steht bereits die erste Entscheidung an. Und Show-Begleiter Matthias Opdenhövel spannt die Anhängerschaft auch gar nicht lange auf die Folter. Die wenigsten Anrufe bekommen hat: der Hase. Und unter den wuscheligen Ohren versteckt sich: Sonja Zietlow. Na, wer hätte das gedacht… vom Dschungel in den Hasenstall ist es scheinbar nur ein Katzensprung.

Da waren es nur noch drei. Weiter geht’s im Sauseschritt in Richtung Ziellinie. Abermals geben Drache, Wuschel und Fauli nochmal alles. Im Karaoke-Modus adelt das beeindruckend verpackte Trio ausgewähltes Liedgut aus den Häusern Cornell ("Drache - "You Know My Name"), Kaulitz (Wuschel - Durch den Monsun") und Arthur (Faultier – "Say You Won’t Let Go").

Für den Drachen ist es aber der letzte Kniefall. Nun muss der "beste Sänger des Abends" (O-Ton Rea Garvey) sein feuriges Kautschuk-Haupt niederlegen und den Zuschauern sein wahres Gesicht zeigen. Und - surprise, surprise - wie auf vielen Ratestühlen bereits vermutet, versteckt sich hinter der Drachenmaske das verschwitzte Gesicht von Covid-19-Opfer Gregor Meyle ("Ja, ich war’s, der ein bisschen Corona hatte").

Wuschel oder Fauli?

Nach einer berührenden Dankesrede für das gesamte Format-Team ("Ich war der Grund, dass wir Pause machen mussten. Ich danke allen, die mir in dieser Zeit zur Seiten standen") klappt Drache Gregor seine Flügel ein und überlässt die Bühne den beiden Final-Finalisten. Wuschel oder Fauli? Fauli oder Wuschel?

Kommt es tatsächlich zu einem Corona-High-Five zwischen Schulhof-Superstar Wincent Weiss und Prime-Time-Vorruheständler Stefan Raab? Die Spannung ist auf dem Höhepunkt. Die bunte Fliegerjacke von Rea Garvey plustert sich im Takt des Besitzerherzschlags auf wie ein Heißluftballon. Max Mutzke kriegt vor lauter Zwischenanalysen kaum noch Luft. Und Ruth Moschner hält sich vor Aufregung nur noch die Hände vors Gesicht.

Kurz vor Mitternacht platzt die Bombe dann endlich. Nach einem "Kiss" von Prince (Fauli) und einem James-Arthur-Nachschlag von Wuschel wandert die Trophäe schließlich in die Hände von… Fauli alias… tamtamtamratterratterknisterknister: Tom Beck.

Schnief

Tom wer? Na, Tom Beck, der von "Alarm für Cobra 11". Wie jetzt? Fauli ist nicht Stefan Raab? Nö. Und hinter der Maske von Wuschel verbirgt sich auch nicht Wincent Weiss, sondern Instagram-Prinz Mike Singer. Verwirrung und Enttäuschung machen sich breit, zumindest auf manchen Sofas zwischen Kiel und München. Kein Stefan, kein Wincent. Schnief. Aber egal, trotzdem hoch die Tassen! Die Kostüme waren auch in diesem Jahr wieder der Hammer.

Quelle: ntv.de