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Au Barschbacke WWM-Fluch: Kandidat geht mit allen Jokern heim

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Kandidat Cord Henning Dahle hatte nur einen kurzen Auftritt.

(Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius)

Am Montag sind zwei tolle Kandidaten im WWM-Zocker-Special sechsstellig abgestürzt. Jetzt schlägt der Fluch erneut zu. Jauch mosert zwischen Barschbacken und Homeschooling-Privatkoch: "Ich kann so nicht arbeiten."

Günther Jauch steckte die spektakuläre "Wer wird Millionär?" vom Montag noch in den Knochen. "Es war Zocker-Special at its best. Aber ein bisschen tragisch war es auch", begann der Moderator die zweite Spezialausgabe am Freitag. In der Aufzeichnung war noch nicht bekannt, was RTL nach der Ausstrahlung zu Wochenbeginn beschlossen hat: Zumindest der zweite Pechvogel, Niklas Bayer-Eynck, hat weiterhin Aussicht auf die zwei Millionen Euro. Er darf am 5. Februar in einem vierstündigen "Zocker-Special - Die 2. Chance" wiederkommen.

Die Kandidaten der Ausgabe vom Freitag brauchten die zweite Chance nicht, haben sie aber auch nicht wirklich verdient. Sie spielten solide, aber nicht unbedingt mitreißend. Vielleicht steckte ihnen aber auch schlicht der Schock der vorherigen Sendung in den Knochen. Denn es traten die verbliebenen Auswahlkandidaten der Vorrunde an. Und auch sie mussten feststellen, dass es im Zocker-Special ganz fix ganz düster aussehen kann.

Kandidatin nervt Jauch

Überhangskandidatin Stefanie Hetzer bekam zwar für ihre Nerven ein Gläschen Sekt. Das half aber kaum bei der 125.000-Euro-Frage, welche Tiere in freier Wildbahn fast ausschließlich auf dem Staatsgebiet von Ecuador und den Seychellen zu finden sind. Nach dem 50:50-Joker blieben Riesenschlangen und Riesenschildkröten übrig. Die sehr zögerliche Psychologin stand schnell bei Jauch auf der Abschussliste.

Als ihr Zusatzjoker ganz richtig darauf verwies, dass die Galapagosinseln mit ihren berühmten Riesenschildkröten zu Ecuador gehören, äußerte Hetzer einen Gedanken, der wohl auch so manchem Zuschauer gekommen war: Waren die Schildkröten in "Findet Nemo" nicht in Richtung Australien unterwegs gewesen? Das sei natürlich ein wahrer Naturfilm, ätzte der Moderator und gab zu bedenken: "Bei Tom und Jerry gewinnt auch oft die Maus."

Hetzer ließ sich eines Besseren belehren und verabschiedete sich mit vergleichsweise stolzen 125.000 Euro. Bei Nachfolger Cord Henning Dahle schlug der Zocker-Fluch 2021 dann wieder zu. Der Besitzer einer Modeboutique aus Verden hinterließ nur mit einer gewissen Ähnlichkeit mit Robert Geiss Eindruck. Er war bei der 4000-Euro-Frage überzeugt, dass die Deutschen mehr Bananen als Äpfel essen. Dahle verzichtete auf einen frühen Joker (womit er die übrigen Hilfestellungen verwirkt hätte), lag falsch und ging mit 1000 Euro nach Hause. Damit brauchte er sich aber nicht zu grämen, fand Jauch: "Das war ein kurzer Ausflug, der Ihnen unterm Strich genau so viel gebracht hat wie die langen Ausflüge der beiden Kollegen vom letzten Montag."

Christine Frank schien zunächst ein ähnliches Schicksal zu drohen. Beinahe wäre die Redakteurin eines Teleshopping-Senders an der vierten Frage gescheitert. Sie sollte für 1000 Euro wissen, welche Weichtier-Familie im Zoologenlatein Pholadidae heißt: Baugenlider, Bohrmuscheln, Boberschenkel oder Barschbacken. "Ich hoffe, dass es nur das eine Wort gibt: Barschbacken", meinte die Kandidatin. Die Redaktion hatte Mitleid und loggte die Antwort nicht ein. Dabei blieb Frank zunächst dabei. "Ich vermute, dass Sie von dem Barsch ausgehen... das sind die Barschbacken", sagte die ahnungslose Kandidatin. "Wie sehen denn für Sie die klassischen Barschbacken aus?", half Jauch sanft in Richtung der Muscheln nach.

WWM raubt Jauch den Nerv

Dass der griechische Wortstamm in "Demokratie" für "Volk" und nicht etwa für "Regierung" steht, brachte Frank bei 4000 Euro ebenfalls etwas ins Schwitzen. Vielleicht lag es ja daran, dass sie wie drei ihrer Vorgänger der Zocker-Special-Woche Psychologie studiert hat. "Psychologen machen sich Gedanken und am Ende gehen sie mit einem Tausender nach Hause", stellte Jauch fest. Er hatte es aber auch nicht leicht. Bei einer Frage zum durchschnittlichen Alter von Eltern in Deutschland bei der Geburt des Kindes fühlte sich der Gastgeber von der Redaktion derart mit Informationen überfordert, dass er meinte: "Ich kann so nicht arbeiten. Sollen wir abbrechen?"

Die letzte Kandidatin überzeugte Jauch vielleicht nicht mit ihrem Wissen. Dafür sagte ihm ihre Idee für den Gewinn sehr zu. Frank hat drei Töchter im Alter zwischen neun und 14 Jahren, die im Unterricht von zu Hause aus mehrmals täglich bekocht werden möchten. Sie hat sich deshalb gedacht: "Wenn ich irgendwann ganz viel Geld gewinne, stelle ich mir einen Privatkoch an." "Das ist mal eine originelle Lösung", freute sich Jauch, gab jedoch zu bedenken: "Dann sind die 125.000 allerdings schnell verfressen."

So hoch fiel der Gewinn am Ende tatsächlich aus. Vermutlich ist vor dem Privatkoch erst mal eine neue Auslegeware an der Reihe. An der hatte Guido Maria Kretschmer nämlich kein gutes Haar gelassen, als Frank Kandidatin bei "Shopping Queen" war. "Müssen die Kinder halt mal zwei Jahre bisschen den Gürtel enger schnallen", meinte Jauch. Nächste Woche geht es mit zwei Zocker-Specials weiter.

Quelle: ntv.de