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Wieder was gelernt Verzögert das Coronavirus das neue iPhone?

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Apple hatte wegen des Coronavirus zwischenzeitlich fast alles seine Geschäfte in China geschlossen.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

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Das Coronavirus legt schonungslos die weltweite Produktions-Abhängigkeit von China offen. Das kostet viele Unternehmen viel Geld, selbst Giganten wie Apple geben Gewinnwarnungen heraus. Der größte Leidtragende ist aber der Osterhase.

Darum geht's in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Die Börsen brechen ein, Apple warnt vor ausbleibenden Gewinnen, ganze Industrieregionen stehen still - das Coronavirus zeigt, wie eine Seuche unsere Weltwirtschaft lahmlegen kann.

China ist der größte und wichtigste Produktionsstandort der Welt. Und wenn in der Volksrepublik Industriezentren unter Quarantäne und viele Bänder still stehen, kommt die Lieferkette der ganzen Welt ins Stocken. Auch wenn die Millionenstadt Wuhan, in der das Coronavirus zuerst ausgebrochen war, Reisebeschränkungen wieder aufgehoben und die ersten Fabriken geöffnet hat - bis wir zurück im Normalbetrieb sind, wird es dauern, sagt Jens Eskelund, Vizepräsident der Europäischen Handelskammer in China.

"Aus Handelssicht ist eines der größten Probleme, dass viele Hersteller ihre Produkte zu den Häfen fahren wollen, aber keine Lkw-Fahrer finden, weil die nicht zwischen diesen und jenen Provinzen verkehren dürfen. Viele sind auch über die chinesischen Neujahrsfeiertage nach Hause gefahren und kommen nun nicht zurück zu ihren Arbeitsstätten."

Wan-Hsin Liu, Globalisierungsforscherin am Institut für Weltwirtschaft in Kiel, stimmt zu. Ostasiatische Unternehmen sind bekannt dafür, ihre Produktion wahnsinnig schnell hochfahren zu können. Das nützt aber nichts, wenn sich die Lage in China entspannt, in Südkorea und Japan jedoch verschlimmert.

"Alle diese Länder hängen zusammen. Das bedeutet, wenn der Produktionsstopp in China aufgehoben wird, ist die Frage, wie schnell die anderen Volkswirtschaften nachziehen. Nur wenn die ganze Region funktioniert, funktioniert auch die Weltwirtschaft so wie früher."

Das ist derzeit nicht abzusehen. Apple hat zwar gut die Hälfte seine Geschäfte in China wieder geöffnet, wichtige Zulieferer arbeiten laut japanischen Medienberichten aber weiterhin nur mit halber Kraft - wenn überhaupt.  Ärgerlich, denn Ende März will Apple eigentlich das neue iPhone SE 2 vorstellen.

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"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Welche Agenda verfolgt das Coronavirus? Wie schlafen wir richtig? Macht ein Kakao-Kartell unsere Schokolade teurer? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.

Quelle: ntv.de, chr