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Wieder was gelernt Die Tausendjahr-Reise zur neuen Erde

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Fahles Licht scheint vom Stern Proxima Centauri auf den Exoplaneten Proxima b.

(Foto: picture alliance / ESO/M. Kornme)

Weltraum-Unternehmer Elon Musk möchte den Mars besiedeln. Für einige Astronomen ist das nur eine unwirtliche Zwischenlösung. Sie überlegen, wann und wie wir zum erdnächsten Exoplaneten  kommen. Der ist ziemlich weit weg, deshalb würden auf der Reise dorthin mehrere Generationen leben und sterben - auf einem Raumschiff so groß wie der Vatikan.

Darum geht’s in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug und hier das komplette Interview.

Die erste bemannte Mission von SpaceX, dem Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, ist für 2024 geplant. Auch Ulrich Köhler, Planetengeologe am Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR), glaubt, dass wir den roten Planeten irgendwann erreichen. Dort eine sich selbstversorgende Kolonie aufzubauen, wie Musk es plant, wird aber schwierig.

"Den Mars zu besiedeln, ist eine ganz andere Herausforderung, weil er wie der Mond sehr unwirtlich ist. Er hat zwar eine Atmosphäre, in der können wir aber nicht atmen. Wir müssten also Sauerstoff mit uns herumtragen. Es wächst auch nichts auf dem Mars. Wir können keine Lebensmittel anbauen, die einen längeren Aufenthalt annehmbar machen könnten. Es fehlt fast alles, was man als Mensch zum Leben braucht. Wir müssten den Mars erst bewohnbar machen, davon sind wir weit, weit, weit entfernt."

Einige Wissenschaftler träumen deshalb davon, dass wir langfristig Proxima b anpeilen. Das ist ein Exoplanet in unserem benachbarten Sternensystem Alpha Centauri. Er hat ein ähnliches Gewicht und ähnliche Temperaturen wie die Erde, ist aber 700.000-mal weiter von uns entfernt als der Mars. Die Reise dorthin würde Tausende, vielleicht Zehntausende Jahre dauern. Welche Probleme das verursacht, hören Sie im Podcast.

Was ist ein Exoplanet?

Die Erde und sieben weitere Planeten kreisen um einen Stern, den wir Sonne nennen. Aber die Sonne ist nur ein Stern von Abermilliarden in unserer Milchstraße. Wie Forscher im Jahr 1995 erstmals beobachten konnten, werden auch andere Sterne von Planeten umkreist. Man spricht dann von extrasolaren Planeten oder Exoplaneten.

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"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Wo verkauft man gestohlene Diamanten? Wie sehen Blinde das Internet? Was, wenn Altern nur eine Krankheit wäre? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.

Quelle: ntv.de, chr