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Wieder was gelernt Wo landet unser Atommüll?

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(Foto: picture alliance / dpa)

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Deutschland macht Ende 2022 Schluss mit Atomkraft. Zuletzt ist das AKW Philippsburg 2 vom Netz gegangen. Damit bleiben nur noch sechs Kernreaktoren übrig, die aber auch innerhalb der kommenden Jahre abgeschaltet werden. Doch wohin mit dem strahlenden Müll?

Darum geht's in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Die Nuklearkatastrophe von Fukushima im März 2011 sorgte für ein Umdenken in der deutschen Atompolitik. Nur fünf Monate nach dem Gau in Japan wurden bereits acht deutsche Kernkraftwerke abgeschaltet. Drei weitere folgten in den Jahren danach. Spätestens Ende 2022 werden auch die letzten aktiven Meiler vom Netz genommen.

Aber die Suche nach einem geeigneten Endlager für den Atommüll wird uns noch lange beschäftigen. Seit Mitte 2016 kümmert sich die Bundesgesellschaft für Endlagerung darum. Klar ist bislang: Die Fässer voller Atommüll müssen tief, stabil und trocken gelagert werden. Der Boden muss aus Salzgestein, Tongestein oder Granit bestehen, erklärt BGE-Geschäftsführer Steffen Kanitz:

"Die Endlager-Kommission hatte zunächst Optionen untersucht wie die Frage, ob wir den hochradioaktiven Müll ins Packeis stecken können. Das ist wegen des Klimawandels aber nicht sicher. Es wurde auch die Frage untersucht: Können wir den Abfall auf den Mond schießen? Aber das ist auch keine sichere Option, wenn wir auch nur ein oder zwei Prozent unsichere Raketenstarts haben. Am Ende verlassen wir uns deshalb auf die Geologie, denn die Abfallstoffe haben sehr lange Halbwertszeiten. Wir müssen für einen Zeitraum von einer Million Jahren Sicherheit garantieren. So sagt es das Gesetz."

Wie die Suche nach einem geeigneten Endlager abläuft und wann wir mit ersten Ergebnissen rechnen können, hören Sie im Podcast.

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"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Wo verkauft man gestohlene Diamanten? Wie sehen Blinde das Internet? Was, wenn Altern nur eine Krankheit wäre? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.

Quelle: ntv.de, sks