Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 02:20 Kubas Präsident beklagt ungleiche Impfstoff-Verteilung +++

Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hat bei der UN-Generaldebatte die ungleiche Verteilung von Coronavirus-Impfstoffen angeprangert. Mehr als 80 Prozent der bisher eingesetzten Dosen seien in Ländern mit mittlerem bis hohem Einkommensniveau verabreicht worden, deren Einwohner weit weniger als die Hälfte der Weltbevölkerung ausmachten, sagte er in einer aufgezeichneten Rede, die in New York gezeigt wurde. "Hunderte Millionen Menschen in einkommensschwachen Ländern warten noch immer auf ihre erste Dosis und können nicht abschätzen, ob sie diese jemals erhalten werden."

+++ 01:32 Hausdurchsuchung wegen gefälschter Impfbücher +++
Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Wipperfürth im Oberbergischen Kreis haben Beamte bei einem Paar zwei gefälschte Impfbücher entdeckt. Der 37-Jährige und seine 39 Jahre alte Lebensgefährtin hatten sich zuvor in einer Apotheke den digitalen Impfnachweis ausstellen lassen. Als die Daten noch einmal überprüft wurden, gab es Unstimmigkeiten: Das angegebene Impfzentrum hat das Paar nie immunisiert. Polizisten durchsuchten daraufhin die Wohnung und nahmen die Mobiltelefone sowie die Impfnachweise mit. Den Mann und die Frau erwartet ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung.

+++ 00:39 2G-Modell macht Friseuren die Arbeit leichter +++
Hessens Friseure ziehen rund eine Woche nach dem Start des 2G-Optionsmodells bei den Corona-Regeln ein positives Resümee. Die neue Möglichkeit sei eine "Arbeitserleichterung" und gebe "ein Stück Normalität" zurück, sagte Landesinnungsmeister Kay-Uwe Liebau. Für geimpfte oder genesene Besucher und Kunden gelten beim 2G-Modell in den teilnehmenden Einrichtungen - Restaurants, Cafés, Kinos oder Friseursalons - keine Maskenpflicht und keine Abstandsregeln.

+++ 23:43 Servus TV zeigt impfkrische Doku mit Schweiger +++
Der Dokumentarfilm über mögliche Risiken von Corona-Impfungen für Kinder, in dem auch Til Schweiger zu Wort kommt, und der deshalb im Vorfeld viel diskutiert wurde, ist erstmals im Fernsehen gezeigt worden. Der Salzburger Sender Servus TV, der zum Red-Bull-Konzern gehört, strahlte "Eine andere Freiheit" am Donnerstagabend in Österreich aus. Schweigers Tochter war nach einer Schweinegrippe-Impfung an Narkolepsie erkrankt. In der österreichischen Produktion treten fast ausschließlich Mediziner und Künstler auf, die Zweifel an der Sicherheit von Corona-Impfungen für Kinder äußern. Servus TV ist dafür bekannt, Kritikern von Corona-Maßnahmen und Impfungen größeren Raum zu geben als andere österreichische Sender. Der deutsche Ableger von Servus TV zeigt die Impf-Doku am Freitagabend.

 

 +++ 23:09 Griechenland: Justiz soll Anzeigen von Corona-Leugnern ablehnen +++
Die Justiz in Griechenland will künftig bei Strafanzeigen von Impfgegnern und Corona-Leugnern keine Verfahren mehr einleiten, wenn sich die Beschwerden gegen die Einhaltung von Corona-Maßnahmen richten. Das teilte der Staatsanwalt des obersten griechischen Gerichtshofes, Vassilis Pliotas, in einem Rundschreiben an die Staatsanwälte im ganzen Land mit. Die Juristen sollen die Fälle sofort prüfen. Sie sollen die Anzeige aber als unzulässig ablehnen, wenn es dem Anzeigeerstatter offensichtlich darum geht, die vom Staat erlassenen Corona-Maßnahmen auszuhebeln. Vorausgegangen war eine Anzeigenwelle von Impfgegnern und Corona-Leugnern in den vergangenen Wochen, die sich vor allem gegen Lehrer und Ärzte richtete.

+++ 22:15 Ansteckung im Schulbus: Ausbrüche an neun Schulen +++
An neun Schulen im hessischen Main-Kinzig-Kreis hat es eine auffällige Häufung an Corona-Infektionen gegeben. Insgesamt wurden bislang 82 Fälle bestätigt, wie ein Sprecher in Gelnhausen mitteilte. Der Kreis geht davon aus, dass sich ein Großteil der Kinder in der vergangenen Woche bei einer Fahrt im Schulbus angesteckt hat. Betroffen sind demnach vor allem Schüler der Bergwinkel-Grundschule in Schlüchtern. Der private Rundfunksender "Hit Radio FFH" hatte über den Corona-Ausbruch berichtet. An allen Schulen, die von der Buslinie angefahren werden, wurden eine Maskenpflicht und tägliche Schnelltests angeordnet.

+++ 21:42 RKI zählt fast 50.000 Impfdurchbrüche +++
Seit Beginn der Impfkampagne hat das Robert-Koch-Institut insgesamt 47.753 mutmaßliche Impfdurchbrüche identifiziert und die Fälle den verschiedenen Herstellern zugeordnet. Bei den absoluten Zahlen ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Vakzine in unterschiedlicher Menge in Deutschland verimpft wurden. Bereits vergangene Woche hatte es Berichte gegeben, dass es bei dem Impfstoff von Johnson&Johnson auffällig häufig zu Impfdurchbrüchen komme. Falls sich das bestätigt, könnten für Empfänger dieses Vakzins Auffrischungsimpfungen ratsam sein.

+++ 21:05 Gegen den Trend: Inzidenzen der gefährdeten Gruppen sinken nicht +++
Während die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz inzwischen auf 63,1 gesunken ist, kletterte sie in der 37. Kalenderwoche bei den 0- bis 14-Jährigen auf fast 139. Laut dem jüngsten Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts sind Kinder damit weiterhin die am stärksten betroffene Altersgruppe.

Zugleich zeigen die RKI-Daten, dass die Inzidenz in der Altersgruppe der über 80-Jährigen nicht zurückgeht - entgegen dem allgemeinen Trend bei den Fallzahlen. Auch in der Altersgruppe 65 bis 79 Jahre fällt der Rückgang nicht so deutlich aus wie bei den jüngeren Erwachsenen. Damit wirkt sich die derzeitige Entspannung bei den Fallzahlen nicht auf die besonders gefährdeten Personengruppen aus, die häufig schwere Krankheitsverläufe entwickelt.

+++ 20:35 Vier Bundesländer mit steigender Inzidenz +++
In vier von 16 Bundesländern steigt die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag an: Mit einem Wert von 110,2 liegt Spitzenreiter Bremen weiterhin als einziges Bundesland über der 100er-Marke. Zuwächse verzeichnen auch Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen. In elf Ländern sinkt der Wert. Die geringste Ansteckungsquote pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen weist Mecklenburg-Vorpommern mit 27,4 auf, wo die Inzidenz im Vergleich zum Vortag stagniert.

+++ 20:05 Datenlage in Deutschland: Mehr als 10.000 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.174.997 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 10.153 neue Fälle hinzu. Bei den Infektionen ist das ein Rückgang um 16,5 Prozent zum vergangenen Donnerstag, als 12.651 Fälle gemeldet worden waren.

Bei der Anzahl der übermittelten Todesfälle geht der Trend allerdings weiterhin in die andere Richtung: Im Lauf des Tages wurden bundesweit insgesamt 62 Todesfälle an die Länder übermittelt. Das entspricht auch dem aktuellen Wochenmittel und bedeutet einen deutlichen Anstieg: Am vergangenen Donnerstag hatten die Landesbehörden 25 neu erfasste Sterbefälle gezählt. Die Zahl der Corona-Toten seit Pandemiebeginn steigt damit auf 93.236. Als aktuell infiziert gelten rund 153.600 Personen.

Die Ansteckungsrate (Sieben-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,91 angegeben (Vortag: 0,86). Damit liegt der Wert weiterhin unter 1 und das Infektionsgeschehen flaut ab. Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 1448 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 832 davon werden beatmet. Rund 3947 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

 

Die früheren Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ino/dpa/AFP/rts

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