Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:26 Polen: Jeder Dritte will sich nicht impfen lassen +++

In Polen nimmt die Skepsis gegenüber den Corona-Impfstoffen zu. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts CBOS zufolge wollen sich 33 Prozent der Polen nicht gegen Covid-19 impfen lassen - das waren drei Prozentpunkte mehr als in einer ähnlichen Befragung vom Januar. Bei den Unter-45-Jährigen lag der Anteil der Impfwilligen laut der Befragung bei weniger als 50 Prozent. Wegen steigender Infektionszahlen hatte Gesundheitsminister Adam Niedzielski gerade erst vor einer dritten Corona-Welle gewarnt. Sie sei nicht länger eine Frage des Ob, sondern des Ausmaßes. Am Dienstag wurden laut dem Gesundheitsministerium 6310 Neuinfektionen in Polen registriert - über tausend mehr als vor einer Woche.

+++ 22:25 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 4873 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.397.971 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 4873 neue Fälle hinzu. Das sind 121 Fälle weniger als am Dienstag vor einer Woche - und sogar 436 Fälle weniger als vor zwei Wochen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 444 auf 68.505. Als aktuell infiziert gelten rund 121.300 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,96 angegeben (Vortag: 1,19). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 96 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,96 (Vortag: 1,19). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 3037 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1767 davon werden beatmet. 4579 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 22:03 Israel schickt übrig gebliebene Impfstoffdosen in Palästinensergebiete +++
Israel hat erneut übrig gebliebene Corona-Impfstoffdosen in die Palästinensergebiete geschickt. In den vergangenen Monaten sei in der israelischen Impfkampagne eine "begrenzte Zahl" nicht verwendeter Einheiten von Vakzinen angefallen, die zur Unterstützung von medizinischem Personal der palästinensischen Behörden weitergeben worden seien, erklärte das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Es handle sich dabei um eine "symbolische Menge".

+++ 21:38 Bisher meldet Bayern die wenigsten Neuinfektionen pro Einwohner +++
Wie ist heute die Lage in den Bundesländern? Bei den neuen Fällen pro 100.000 Einwohner liegt das Saarland heute an der Spitze mit 12,6 - gestern war es mit 1,8 das Bundesland mit den wenigsten Fällen pro Einwohner. Diese Position geht heute an Bayern, wo nur 3,1 neue Fälle je 100.000 Einwohner gemeldet werden - jedoch liegen noch keine Daten aus Schleswig-Holstein vor. In absoluten Zahlen meldet Baden-Württemberg die meisten Neuinfektionen: 892. Die wenigsten neuen Fälle wurden bisher mit 61 in Bremen erfasst.

Update: Mittlerweile hat auch Schleswig-Holstein Zahlen gemeldet - dort wurden 9,0 neue Fälle je 100.000 Einwohner erfasst. Die absolute Zahl der Neuinfektionen liegt bei 262.

+++ 21:08 Härtefälle können in Sachsen-Anhalt frühere Corona-Impfung beantragen +++
Besonders durch Corona gefährdete Menschen sollen in Sachsen-Anhalt künftig eine Chance bekommen, außerhalb der festgelegten Impfreihenfolge gegen das Virus geimpft zu werden. Gesundheits-Staatssekretärin Beate Bröcker unterzeichnete eine entsprechende Vereinbarung mit dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung Sachsen-Anhalt (MDK), teilte das Gesundheitsministerium mit. Beim MDK kann demnach eine individuelle ärztliche Beurteilung von Einzelfällen vorgenommen werden, wenn aufgrund von schwerwiegenden Erkrankungen ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei einer Corona-Infektion besteht. Bei dem Verfahren gehe es um seltene Einzelfälle, deren schwere Erkrankungen und Lebensumstände sich nicht in der Liste der priorisierten Personen wiederfinden.

+++ 20:36 Irland bis April im Lockdown - Martin: Variante hat Situation stark verändert +++
Irland soll laut Premierminister Micheal Martin bis mindestens zum 5. April die höchste Stufe der Corona-Maßnahmen gelten. Die Schulen sollen allerdings schrittweise bereits vom kommenden Monat an wieder geöffnet werden. Die Infektionszahlen seien zwar rückläufig, so Martin. Doch die britische Virus-Variante B.1.1.7 habe die Situation stark verändert. Inzwischen seien 90 Prozent aller Neuinfektionen in dem Land auf den sich schneller ausbreitenden Virus-Typ zurückzuführen.

+++ 20:11 Entwurf für EU-Schalte: Reisen in EU bleibt eingeschränkt +++
Die EU-Staats- und Regierungschefs werden sich bei ihrer Videokonferenz am Donnerstag voraussichtlich dafür aussprechen, dass nicht notwendige Reisen in der Europäischen Union wegen der Pandemie bis auf weiteres eingeschränkt bleiben müssen. Dies geht aus einem Entwurf für Schlussbemerkungen nach der Schalte hervor. Darin heißt es auch, dass bei Reisebeschränkungen Rücksicht genommen werden sollte auf die Situation einzelner Gemeinden in Grenzgebieten. Außerdem will man sich dem Entwurf zufolge darauf einigen, weiter an einem EU-weiten Impfzertifikat zu arbeiten. Dieses soll Geimpften mehr Reisefreiheiten einräumen und so dabei helfen, dem Tourismus wieder auf die Beine zu helfen.

+++ 19:48 Niederlande lockern nur wenig - Rutte: "Zahlen steigen wieder" +++
Angesichts steigender Infektionszahlen werden die Niederlande an der geltenden Ausgangssperre festhalten und den Lockdown nur geringfügig lockern. Ab dem 2. März dürfen Friseure, Kosmetikerinnen und Masseure wieder Kunden empfangen, wie Ministerpräsident Mark Rutte mitteilte. Besonders für Jugendliche werden einige Corona-Maßnahmen gelockert. "Wir sind auf dem Weg zu besseren Zeiten, einer schrittweisen Öffnung der Gesellschaft", sagte Rutte. Doch er warnte auch: "Die dritte Welle ist nach Ansicht von Experten unvermeidlich, die Zahlen steigen wieder."

+++ 19:25 Umfrage: Pandemie sorgt für starke Abwanderung aus Großbritannien +++
Die Corona-Pandemie hat zu einer historischen Abwanderung aus Großbritannien geführt. 2020 zogen fast eine Million im Ausland geborene Personen ab 16 Jahren weg, wie das Statistikamt ONS mitteilte. Der Großteil davon - rund 795.000 - waren demnach Arbeitskräfte. Die Zahlen stammen aus einer offiziellen Umfrage zum britischen Arbeitsmarkt. "Ich habe keinen Zweifel, dass wir eine Abwanderung von Menschen erlebt haben, die in der jüngeren Geschichte beispiellos ist", sagte Jonathan Portes, Professor für Wirtschaft und öffentliche Politik am King's College London und ehemaliger Chefökonom des britischen Arbeitsministeriums. Es sei schwer zu sagen, ob die Personen wieder zurückkehren, sobald die Pandemie vorbei sei.

+++ 19:02 Astrazeneca wird wohl nur die Hälfte der vereinbarten Impfdosen-Menge liefern +++
Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca rechnet nach Angaben aus der EU damit, im zweiten Jahresquartel weniger als die Hälfte der vertraglich vereinbarten Impfdosen in die Europäische Union zu liefern, wie ein EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Demnach will der Konzern von April bis Juni weniger als 90 Millionen Einheiten liefern. Der Vertrag zwischen der EU und Astrazeneca sieht für diesen Zeitraum die Bereitstellung von 180 Millionen Impfdosen vor.

+++ 18:43 R-Wert sinkt erstmals seit Tagen wieder unter 1 +++
Die Ansteckungsrate (R-Wert) ist laut Robert-Koch-Institut (RKI) erstmals seit Tagen wieder leicht unter den Wert von eins gesunken. Das RKI beziffert den R-Wert in seinem Lagebericht mit 0,96 (Vortag: 1,19). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,98 (Vortag: 1,05). Der R-Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter statistich ansteckt. Liegt der Wert über eins nimmt das Infektionsgeschehen zu, unter eins lässt es nach. In den vergangenen Tagen hatte die Rate teils deutlich über eins gelegen. Entsprechend stieg die Zahl der Neuinfizierten wieder. Unter eins lag der Wert zuletzt am Donnerstag.

+++ 18:19 Mexikos Präsident: Verteilung von Corona-Impfstoff "total unfair" +++
Der mexikanische Präsident Andres Manuel Lopez Obrador drängt die Vereinten Nationen, den Corona-Impfstoff für alle Länder im gleichen Umfang zugänglich zu machen. Dies gelte besonders für ärmere Länder. Er sagt in Mexiko-Stadt, dass die Impfstoff-Verteilung "total unfair" sei.

+++ 17:53 Trotz harten Lockdowns - Neuinfektionen in Griechenland steigen stärker als erwartet +++
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Griechenland stärker gestiegen als von Experten angenommen. Die griechische Gesundheitsbehörde meldete heute 2147 neue Fälle binnen 24 Stunden. Zu Beginn des harten Lockdowns für den Großraum Athen vor knapp zwei Wochen waren es landesweit noch 1526 Neuinfektionen am Tag. Mit einem Höhepunkt der Fallzahlen seit dem Start des Lockdowns hatte der Corona-Krisenstab der Regierung zwar gerechnet - allerdings nicht mit einem so starken Anstieg, heißt es.

+++ 17:30 Strobl drängt Kanzlerin: Nicht mehr ausschließlich auf die Inzidenz fixieren +++
Derzeit steht vor allem die Zielmarke einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 im Mittelpunkt der deutschen Corona-Maßnahmen. Doch CDU-Bundesvize Thomas Strobl fordert nun von Kanzlerin Angela Merkel, die Fixierung auf den Inzidenzwert zu verringern. Dieser dürfe nicht mehr alleine als Maßstab herangezogen werden, schreibt Strobl in einem Brief an die Kanzlerin. Neben der Anzahl der Neuinfektionen sollten auch die Anzahl der Tests, der Anteil der positiven Testergebnisse sowie weitere Parameter wie die Auslastung der Krankenhäuser und die Kapazitäten der zuständigen Gesundheitsämter einbezogen werden. Dies könne "künftig ein aussagekräftigeres und valideres Bild über die Situation der Corona-Pandemie" ermöglichen, so Strobl.

+++ 17:11 Laschet: Gut, dass Einführung kostenloser Schnelltests verschoben wurde +++
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet begrüßt Insidern zufolge, dass die Bundesregierung die Einführung kostenloser Schnelltests ab dem 1. März verschoben hat. Es sei gut, dass es zu der Verschiebung komme, "damit die Länder genügend Zeit haben, sich auf die Tests vorzubereiten und dann alles klappt", sagt der CDU-Chef nach Angaben von Teilnehmern in der Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

+++ 16:44 Seehofer: Polizei muss früher geimpft werden +++
Bundesinnenminister Horst Seehofer spricht sich für eine frühere Impfung von Polizeibeamten aus. "Unsere Polizistinnen und Polizisten wissen morgens nicht, auf wen sie im Laufe des Tages treffen werden. Wer jemanden festnehmen soll, kann keinen Abstand halten", sagt er der "Bild"-Zeitung. "Neben Lehrern und Erziehern muss auch unsere Polizei früher geimpft werden. Wir müssen die schützen, die uns schützen."

+++ 16:37 Insider: Merkel warnt vor "Wellenbewegung" bei Öffnungen +++
Kanzlerin Angela Merkel hat in der Unions-Fraktionssitzung zu vorsichtigen Öffnungsschritten gemahnt. "Wir dürfen jetzt keine Wellenbewegungen bekommen", mahnt sie nach Angaben von Teilnehmer mit Blick auf Virusmutationen. "Wir sind jetzt in der dritten Welle", sagte die Kanzlerin nach Informationen von ntv. Es müsse dann auch wirklich die Perspektive sein, dass Einrichtungen nach einer Öffnung dann auch wirklich offen bleiben könnten. Möglichkeiten der Schnelltests und Selbsttests ermöglichten aber eine bessere Abfederung der Öffnungsschritte.

+++ 16:11 Sterbefälle in Deutschland seit Februar wieder auf Vorjahresniveau +++
Die Zahl der Sterbefälle in Deutschland lag in der zweiten Februarwoche auf dem Niveau des gleichen Zeitraums der Vorjahre. Insgesamt wurden in der sechsten Kalenderwoche (8. bis 14. Februar) 20.468 Todesfälle registriert, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das entspreche dem Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2020. Im gesamten Januar 2021 lagen die Sterbefallzahlen demnach noch 20 Prozent über dem Durchschnitt der vier Vorjahre. In der ersten Februarwoche sei es dann nur noch ein Anstieg von drei Prozent gewesen.

+++ 15:54 Lockerungen möglichst vor Ostern - Brandenburg legt Stufenplan vor +++
Möglichst noch vor Ostern würde Brandenburg die Corona-Beschränkungen für Geschäfte, Museen und Sport im Freien gern wieder lockern. Das kündigt Ministerpräsident Dietmar Woidke von der SPD an und legte einen Stufenplan vor, den er bei der Bund-Länder-Runde am 3. März einbringen will. "Aus Brandenburger Sicht sollte in diesem Sinne dem Einzelhandel, den Museen, den Ausstellungen, dem Sport im Außenbereich, den Veranstaltungen unter freiem Himmel eine Perspektive möglichst noch vor Ostern gegeben werden", sagte Woidke. Das sei aber abhängig von der Entwicklung der Infektionszahlen und dem weiteren Impfen. Auch solle weiter Abstand gehalten werden, Masken sollten wo nötig getragen werden.

+++ 15:19 Laschet: Auch Zahnärzte sollten impfen +++
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet spricht sich dafür aus, dass zu einem späteren Zeitpunkt auch Zahnärzte gegen Covid-19 impfen dürfen. "Wenn wir in die Phase übergehen, dass wir viel Impfstoff haben, werden wir alles brauchen,", sagt Laschet. Es würden dann Hausärzte, Betriebsärzte und auch Zahnärzte gebraucht. Das würde zwar noch kritisch gesehen, da Zahnärzte angeblich dafür nicht ausgebildet seien. "Aber ich würde mal sagen, auch ein Zahnarzt ist in der Lage, eine solche Impfung durchzuführen."

+++ 14:53 Auch RKI präsentiert einen eigenen Stufenplan +++
Stufenpläne für die Corona-Pandemie erhalten gerade Auftrieb. Nun legt auch das Robert-Koch-Institut (RKI) ein eigenes Konzept vor. In einer mit "ControlCovid" überschriebenen Handreichung, die das RKI auf seiner Internetseite veröffentlicht hat, wird ein lokal angelegtes vierstufiges Konzept skizziert, das sich nicht nur an der Sieben-Tage-Inzidenz orientiert. Ziel der Strategie sei es, "die Zahl der schweren Erkrankungen, Langzeitfolgen und Todesfälle durch Covid-19 zu minimieren und eine Überlastung des Gesundheitswesens nachhaltig zu vermeiden". Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14:39 Labore: Corona-Variante breitet sich in Deutschland aus - Anteil bei 30 Prozent +++
Die zuerst in Großbritannien entdeckte Corona-Variante B.1.1.7 breitet sich nach Beobachtung eines großen Laborverbands in Deutschland weiter aus. Während sich die Rate der positiven Corona-Tests insgesamt in den vergangenen Wochen verringert habe, sei der Anteil der Mutante gewachsen, sagte Michael Müller, der Vorsitzende des Verbands Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) in einer Videoschalte. In untersuchten Stichproben aus der vergangenen Woche habe der Anteil bei annähernd 30 Prozent gelegen. Die Angaben bilden die Ansteckungen von ungefähr ein bis zwei Wochen zuvor ab. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14:21 Kretschmann bringt Lockerung bei Kontaktbeschränkungen ins Gespräch +++

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält eine baldige Lockerung der strengen Corona-Kontaktbeschränkungen für möglich. Auch wenn die Zahl der Infektionen nicht unter die Schwelle von 35 pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen sinke, könne es hier eine leichte Öffnung geben, sagte der Grünen-Politiker. "Ich könnte mir vorstellen, dass wir wieder auf zwei Haushalte kommen." Bisher dürfen sich im bundesweiten Corona-Lockdown, der noch bis 7. März gilt, nur ein Haushalt und eine weitere Person treffen. Allerdings müsse für eine Lockerung die 7-Tage-Inzidenz dauerhaft unter 50 liegen, sagte der Regierungschef.

+++ 14:15 Weitere Kritik an Test-Schlappe: "Merkel muss Spahn zum zweiten Mal zurückpfeifen" +++
"Die Bundeskanzlerin war zum zweiten Mal gezwungen, ihren Bundesgesundheitsminister zurückzupfeifen", sagt SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich mit Blick auf dessen Ankündigung, ab 1. März werde der Bund kostenlose Schnelltests zur Verfügung stellen. Spahn stellt sich am Mittwoch der Regierungsbefragung im Bundestag. Mützenich will ihn "bitten, nicht nur per Twitter-Ankündigung eine verlässliche Teststrategie auf den Weg zu bringen". Zuvor hatten bereits weitere Politiker Spahn für den verschobenen Schnelltest-Start kritisiert.

+++ 14:00 Studie: Corona bei Schwangeren erhöht Sterberisiko für Baby nicht +++
Eine Corona-Infektion bei Schwangeren erhöht nicht die Gefahr für einen Tod des Babys im Mutterleib oder nach der Geburt. Das bestätigt eine neue Studie des Imperial College London. Die Ergebnisse sind im Fachmagazin "Ultrasound in Obstetrics and Gynecology" veröffentlicht. Schon zuvor hatten Untersuchungen ergeben, dass es keinen Zusammenhang zwischen einer Corona-Infektion und dem Tod von Kindern im Mutterleib oder nach der Geburt gibt. Bei der Analyse von Daten 4000 schwangerer Frauen aus Großbritannien und den USA, die entweder nachweislich mit dem Coronavirus infiziert waren oder bei denen eine Infektion vermutet wurde, wurden allerdings überdurchschnittlich viele Frühgeburten registriert. Demnach brachten zwölf Prozent der Frauen in Großbritannien ihr Kind vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt. Der landesweite Durchschnitt liegt bei 7,5 Prozent. Ähnlich sah es in den USA aus.

+++ 13:45 Bayerns Staatskanzleichef: Mehr als 40 Prozent Mutationen in München +++
In München breiten sich nach Einschätzung von Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann die Mutationen immer weiter aus. In der siebten Kalenderwoche seien bei 151 von 365 untersuchten Corona-Proben Veränderungen auf dem Spike-Protein festgestellt worden, sagt Herrmann nach einer Kabinettssitzung. Das entspreche einem Anteil von 41,4 Prozent. Die britische, brasilianische und südafrikanische Corona-Varianten verfügen über Mutationen auf diesem Protein. "Nüchtern gesprochen haben wir es mit einer zweiten Epidemie zu tun."

+++ 13:31 Laschet rechnet mit Öffnungsstrategie in der nächsten Woche +++
Nordrhein-Westfalens Regierungschef Armin Laschet erwartet von der Ministerpräsidentenkonferenz in der kommenden Woche Öffnungsperspektiven in der Pandemie. "16 Länder erwarten, dass wir eine Öffnungsstrategie vorlegen", sagte er. Das sei Beschlusslage. "Dass eine Perspektive erkennbar ist: wo wird es hingehen - damit rechne ich bei der Ministerpräsidentenkonferenz." NRW trete seit über einem Jahr dafür ein, dass bei Öffnungsschritten nicht nur auf die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz zu blicken sei, sagte Laschet. "Man braucht mehr Instrumentarien, um Infektionsketten nachzuverfolgen." Darüber hinaus seien die zur Verfügung stehenden Impf-Instrumentarien und Test-Instrumentarien wichtige Kriterien für Öffnungsentscheidungen.

+++ 13:18 Hamburg verschärft Maskenpflicht +++
Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen und des vermehrten Auftretens von Virus-Mutanten wird Hamburg die Maskenpflicht weiter verschärfen. Generell müsse davon ausgegangen werden, dass spätestens ab dem Wochenende an allen Orten der Stadt, an denen Abstände nicht eingehalten werden können, Masken getragen werden müssen, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer.

+++ 13:07 Keine Einigung im Streit um Maskenpause auf Intensivstation +++
Im Streit um Maskenpausen auf einer Intensivstation mit Corona-Patienten hat es beim Arbeitsgericht Herne keine gütliche Einigung gegeben. Einen Vergleichsvorschlag des Gerichts nahm der Anwalt des beklagten Krankenhauses nicht an, sondern gab ihn zur Prüfung an das Krankenhaus weiter. Kommt es weiter nicht zu einer Einigung, steht Anfang Mai eine ordentliche Arbeitsgerichtsverhandlung an. Die 47-jährige Klägerin, die auf der Intensivstation als Krankenschwester arbeitete, hatte Masken- und Trinkpausen alle 75 Minuten verlangt. Das Krankenhaus in Recklinghausen bietet auf Intensivstationen alle 120 Minuten eine Maskenpause und hatte eine Verkürzung abgelehnt.

+++ 12:53 Deutschland verlängert Grenzkontrollen bis 3. März +++
Deutschland verlängert seine Grenzkontrollen an den Übergängen zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol bis zum 3. März. Wie der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, auf Nachfrage bestätigte, sollen die seit dem 14. Februar geltenden Verbote und Regeln für Einreisen von dort unverändert beibehalten werden. Er hatte am Vortag betont, Innenminister Horst Seehofer sei für eine Verlängerung, werde sich aber noch mit den betroffenen Bundesländern Bayern und Sachsen sowie mit den anderen Mitgliedern der Bundesregierung abstimmen. Die Bundesregierung hatte Tschechien, die Slowakei und weite Teile Tirols in Österreich zu sogenannten Virusvariantengebieten erklärt. Von dort dürfen aktuell nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es unter anderem für Lastwagenfahrer und Grenzgänger mit systemrelevanten Berufen. Sie müssen einen negativen Corona-Test mitführen, der nicht älter als 48 Stunden ist.

+++ 12:30 1,8 Millionen Menschen in Deutschland haben bisher beide Impfdosen erhalten +++
Die Zahl der verabreichten Covid-19-Impfdosen in Deutschland ist auf mehr als 5,2 Millionen gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach liegt die Quote der Erstimpfungen nun bei 4,1 Prozent, die der Zweitimpfungen bei rund 2,2 Prozent - das entspricht mehr als 1,8 Millionen voll geimpften Personen. Ein vollständiger Impfschutz besteht bei den aktuell verimpften Prapäraten erst nach zwei Impfungen. Dazu muss die zweite Dosis etwa drei Wochen nach der ersten gespritzt werden. Je nach Bundesland variiert der Impffortschritt deutlich: Laut RKI haben in Rheinland-Pfalz bereits 3,2 Prozent eine Zweitimpfung erhalten, in NRW knapp 1,8 Prozent.

* In einer früheren Version haben wir geschrieben, dass 1,58 Millionen Menschen in Deutschland mit beiden Dosen geimpft sind. Korrekt sind allerdings 1,8 Millionen. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

+++ 12:13 Infektionsforscher: Inzidenzwert "kein stabiler Indikator" +++
Für den Epidemiologen Gérard Krause ist der Sieben-Tage-Wert bei den Corona-Infektionen allein eine unzureichende Grundlage für einen Stufenplan. Er halte die Konzentration auf die Inzidenz für problematisch, da sie "kein stabiler Indikator" sei, der die Schwere der Pandemie abbildet, sagte der Forscher des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung in einer Anhörung der niedersächsischen Landtagsfraktionen von Grünen und FDP. So sei der Sieben-Tage-Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner abhängig von der Zahl der durchgeführten Tests. Außerdem fehlten Daten über die Ausbreitung des Virus in bestimmten Alters- oder Berufsgruppen, etwa bei den Lehrern. Darüber hinaus müssten die Krankheitslast, etwa schwere Verläufe, und die Eindämmbarkeit, etwa die Länge von Infektionsketten, stärker berücksichtigt werden.

+++ 11:47 Rheinland-Pfalz will Shopping nach Terminvergabe erlauben +++
In Rheinland-Pfalz sollen am 1. März mehrere Bereiche des öffentlichen Lebens wieder öffnen dürfen. Unter anderem sieht die Landesregierung die Öffnung von Geschäften unter Vorbehalt vor. Laut einem Beschlusspapier, das ntv vorliegt, dürfen gewerbliche Einrichtungen Einzeltermine vergeben, die für eine Person sowie eine weitere Person aus dem gleichen Hausstand gelten. Zudem sollen Friseure und die medizinische Fußpflege ihre Arbeit wieder aufnehmen dürfen. Gärtnereien, Blumenläden und Baumärkte sollen laut Vorlage ihre Außenbereiche für den Kundenverkehr öffnen können. Die Verordnung wird aktuell im Kabinett abgestimmt.

+++ 11:25 Aktuelle Pandemie-Lage: Thüringen ist weiter Hotspot Nr. 1 +++
Wie hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen entwickelt? Wie ist die Lage auf den Intensivstationen? Mit aktuellen Fakten zum Infektionsgeschehen ordnet das ntv-Moderatorenteam Daniel Schüler und Doro Steitz mit dem Virologen Hendrik Streeck die Corona-Lage in Deutschland und der Welt ein.

+++ 11:05 Testpflicht gilt nicht mehr für alle Lastwagenfahrer am Ärmelkanal +++
Für zahlreiche Lastwagenfahrer, die den Ärmelkanal von Großbritannien nach Frankreich überqueren, gilt keine Corona-Testpflicht mehr. Die Lockerung greift, wenn sich die Fahrer zuvor weniger als 48 Stunden im Vereinigten Königreich aufgehalten haben, wie das französische Innenministerium bestätigte. Das britische Verkehrsministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass bei Weiterfahrt nach Deutschland, Dänemark oder die Niederlande die Testpflicht aber bestehen bleibe. Für viele Fahrer dürfte die Maßnahme trotzdem eine deutliche Erleichterung bedeuten, da sie üblicherweise mit Fracht aus der EU nach Großbritannien fahren, dort andere Güter laden und wieder zurück über Frankreich auf den Kontinent fahren. Angesichts der verpflichtenden Tests hatten etliche Unternehmen ihre Fahrten ins Königreich zunächst ganz ausgesetzt.

+++10:51 EMA prüft erweiterte Zulassung von Remdesivir +++
Die europäische Arzneimittelbehörde prüft einen erweiterten Einsatz des Medikaments Remdesivir bei Corona-Patienten. Der US-Hersteller Gilead habe eine Genehmigung beantragt, das Mittel auch bei Covid-19-Erkrankten anzuwenden, die keine Sauerstoffunterstützung benötigen, teilt die EMA mit. Die EU hatte Remdesivir im Juli für die Behandlung von Covid-19 bei Erwachsenen und Jugendlichen zugelassen, die wegen einer Lungenentzündung Sauerstoffzufuhr benötigen. Das Mittel wurde ursprünglich gegen Ebola entwickelt.

+++ 10:44 Bis zu 500 Prozent: Johnsons Öffnungsplan lässt Reisebuchungen sprunghaft steigen +++
Nach Bekanntgabe des Öffnungsplans Großbritanniens vom Lockdown haben viele Briten Urlaub gebucht. Die Billigairline Easyjet erklärte, die Flugbuchungen hätten sich gegenüber der Vorwoche verdreifacht. Die Airline zählte außerdem mehr als sechs Mal so viele Reisebuchungen. Gefragt waren Ziele in Spanien wie Malaga, Alicante und Palma, Faro in Portugal sowie Ziele in Griechenland wie etwa die Insel Kreta. Auch der weltweit größte Reiseveranstalter TUI zählte über Nacht einen Buchungsanstieg von 500 Prozent. TUI-Chef Fritz Joussen sagte kürzlich einen Reiseboom im Sommer voraus. Premierminister Boris Johnson hatte am Montag einen Vier-Stufen-Plan vorgestellt. Nach diesem fallen nahezu alle Corona-Beschränkungen ab Ende Juni weg, wenn die Infektionslage es zulässt.

+++ 10:25 Bekannte Journalistin erhält erste Impfdosis in Afghanistan +++
Überschattet von der Zunahme der Gewalt im Land hat Afghanistan seine Impfkampagne gegen das Coronavirus gestartet. Hunderttausende sollen in einer ersten Phase geimpft werden, unter ihnen Ärzte, Sicherheitskräfte und Journalisten, wie Präsident Ashraf Ghani mitteilte. Die erste Dosis erhielt die bekannte Journalistin Anisa Schahid, die vergangenes Jahr für ihre Berichterstattung über die Corona-Pandemie ausgezeichnet worden war. Indien hatte der Regierung in Kabul Anfang des Monats 500.000 Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca gespendet. Offiziell hat Afghanistan 55.600 Corona-Infektionen und etwa 2.430 Todesfälle verzeichnet. Allerdings wird eine hohe Dunkelziffer vermutet, denn das Land hat begrenzte Testkapazitäten und leidet unter einem maroden Gesundheitssystem.

+++ 10:01 Hälfte der Kinder kann durch Lockdown nicht trainieren +++
Rund die Hälfte der Kinder und Jugendlichen in Deutschland ist durch die Pandemie und den Lockdown seit November vom Vereinssport abgeschnitten. Dies teilte das Statistische Bundesamt mit. Insgesamt 7,3 Millionen Mädchen und Jungen bis 18 Jahren waren demnach zum Jahresbeginn 2020 Mitglied in einem Sportverein. Vom Lockdown sind laut Bundesamt vor allem Mannschafts- und Hallensportarten sowie Fitness- und Kursangebote im Turnbereich betroffen. 29,5 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Sportvereinen spielen Fußball. 26,4 Prozent sind in Turnvereinen angemeldet.

+++ 09:45 70 Prozent der Israelis ab 16 mindestens einmal gegen Corona geimpft +++
Rund 70 Prozent der Menschen in Israel ab 16 Jahren sind mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft worden. Knapp 4,5 Millionen Israelis hätten die Erstimpfung und mehr als drei Millionen bereits die Zweitimpfung erhalten, schrieb der israelische Gesundheitsminister Juli Edelstein bei Twitter. Israel ist ein sehr junges Land und hat rund 9,3 Millionen Einwohner. Davon sind mit 6,4 Millionen rund 70 Prozent über 16 Jahre alt und rund 30 Prozent unter 16. Die Jüngeren können bisher noch nicht geimpft werden. Rund 755.000 Israelis gelten nach einer Corona-Erkrankung als genesen.

+++ 09:30 Ethikrat sieht vorgezogene Lehrerimpfung skeptisch +++
Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, sieht das Vorziehen von Beschäftigten in Grundschulen und Kindertagesstätten bei Corona-Impfungen kritisch. Sie könne das politische Ziel nachvollziehen, die Schulen und Kindertagesstätten möglichst schnell und sicher wieder zu öffnen, sagte Buyx im "Deutschlandfunk". Damit verabschiede man sich jedoch von dem Prinzip, dass zunächst diejenigen Gruppen geimpft werden sollten, die evidenzbasiert ein besonders großes Gesundheitsrisiko im Fall einer Corona-Infektion hätten, sagte die Medizin-Ethikerin. Sie hätte sich gewünscht, dass der Schutz an Schulen und in Betreuungseinrichtungen eher über alternative Mittel wie Tests vorgenommen worden wäre, so Buyx.

+++ 09:08 Müller kritisiert Spahn für Verschiebung der kostenlosen Antigentests +++
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für die Verschiebung der versprochenen kostenlosen Antigentests ab dem 1. März kritisiert. "Es ist zum wiederholen Mal so, dass von Seiten des Bundesgesundheitsministers Dinge angekündigt wurden, die dann so oder zumindest so schnell nicht kommen", sagte der SPD-Politiker im ZDF-"Morgenmagazin". Wenn entsprechende Testkapazitäten nicht wie angekündigt zum 1. März da seien, "müssen wir sehen, dass wir das mit anderen Maßnahmen, für die Tage bis sie da sind, auffangen." Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz forderte zudem konkrete Öffnungs-Perspektiven. "Was uns schon in der letzten Ministerpräsidentenkonferenz wichtig war, muss jetzt miteinander verabredet werden - nämlich die Perspektive 'Wann passiert was'", sagte Müller. Sehr viele Menschen würden es akzeptieren, wenn sie "wissen, was in drei oder vier Wochen ermöglicht wird".

+++ 08:53 Tschentscher zu Lockerungen: "Müssen vorsichtig bleiben" +++
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hat sich zurückhaltend zu Corona-Lockerungen geäußert. Es gebe zwei Gründe, warum in Hamburg die Schulen noch nicht geöffnet worden seien, sagte der SPD-Politiker in der Sendung ARD Extra zur Corona-Lage: Zum einen begännen am 1. März in Hamburg die Frühjahrsferien. "Und zweitens bin ich noch nicht sicher, ob wir von der Infektionslage her stabil genug sind, dass wir diesen Schritt auch gehen können." Die britische Variante breite sich in Deutschland aus, und der Rückgang der Infektionsdynamik sei gestoppt - es gebe eine Seitwärtsbewegung, sagte Tschentscher. Zudem steige der R-Wert, der zeige, in welche Richtung sich die Pandemie bewege, wieder an. "Deswegen müssen wir in den nächsten Wochen sehr vorsichtig sein."

+++ 08:40 Hamburgs CDU-Chef: Viele halten den Lockdown nicht mehr lange durch +++
Christoph Ploß, Vorsitzender der CDU Hamburg, fordert eine klare Öffnungsstrategie von der Bundesregierung. "Ich halte es für ganz wichtig, dass es eine Öffnungsstrategie gibt, denn ganz viele Menschen im Land halten den Lockdown nicht mehr lange durch und erwarten zurecht, dass die Politik eine Perspektive gibt", sagt Ploß im "ntv-Frühstart". Lockerungsschritte dürften nicht nur an den Inzidenzwert, sondern müssten auch an Faktoren wie die Auslastung der Intensivstationen oder die Impfquote geknüpft werden, wird er zitiert. "Ich glaube, dass wir so schnell wie möglich lockern müssen." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:29 Zahl der Regionen über der Obergrenze steigt weiter +++
Der Fortschritt bei den Bemühungen zur Eindämmung der Ansteckungswelle stockt: In Deutschland ist die Anzahl der Regionen weiter gesunken, in denen sich laut Robert-Koch-Institut das Fallaufkommen unter 50 neu registrierten Corona-Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner bewegt. Demnach weisen 174 Städte und Landkreise (Vortag: 177) eine Sieben-Tage-Inzidenz unter der sogenannten Obergrenze auf. Zugleich liegen noch 238 Regionen mit ihrem Fallaufkommen über diesem Schwellenwert.

+++ 08:04 Wilp: Stufenplan ist nicht mit baldigen Lockerungen gleichzusetzen +++
Die Sehnsucht der Menschen nach weiteren Lockerungen der Corona-Maßnahmen wächst. Kanzlerin Merkel fasst einen Stufenplan für den allmählichen Ausstieg aus dem Corona-Lockdown ins Auge. Was das bedeutet, erläutert Hauptstadt-Chefkorrespondent Christian Wilp.

+++ 07:41 Bayrische Kreise führen Super-Hotspot-Liste weiter an +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz bleibt der bayerische Landkreis Tirschenreuth die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands, der Wert steigt weiter an. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (23. Februar, 0.00 Uhr) weist die krisengeplagte Region in der Oberpfalz einen Wert von 355,3 neu registrierten Fällen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf (Vortag: 353,9). Hinter Tirschenreuth folgen der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (306,9) und die Stadt Weiden in der Oberpfalz (252,7), die beide wie Tirschenreuth in Bayern und unweit der tschechischen Grenze liegen. Von den zehn Regionen mit den höchsten Werten liegen laut RKI sechs in Bayern, drei in Thüringen und einer in Sachsen-Anhalt. Die größten Lichtblicke gibt es laut RKI weiterhin in Unterfranken und an der Nordsee. Demnach weist die bayrische Stadt Schweinfurt (11,2) die bundesweit niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz auf, dahinter folgt der Landkreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein (12,8).

+++ 07:14 Schleswig-Holstein sinkt unter die 50er-Schwelle +++
Abermals bewegen sich nur zwei Bundesländer mit ihrem Fallaufkommen unter der Obergrenze von 50 neu registrierten Corona-Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner. Dem jüngsten RKI-Datenstand zufolge liegt weiter Baden-Württemberg (44,9) unter der 50er-Schwelle. Neu hinzu kommt Schleswig-Holstein (49,3), das somit den Platz mit dem Saarland (55,9) tauscht. Das Saarland hatte zuvor unter der 50 gelegen - allerdings weil es am Wochenende keine Daten ans RKI übermittelte. Das höchste Fallaufkommen im Ländervergleich weist den RKI-Daten zufolge weiterhin Thüringen auf. Dort ist der Wert von 126,0 auf 119,8 gesunken. Der Freistaat liegt somit weiter als einziges Bundesland noch über der 100er-Marke.

+++ 07:00 Giffey würde sich öffentlich impfen lassen +++
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey würde sich nach eigener Aussage auch öffentlichkeitswirksam gegen Corona impfen lassen, um möglicher Impfskepsis entgegenzuwirken. Die SPD-Politikerin sagte, man habe in der Bundesregierung entschieden, sich einzureihen, so wie alle anderen auch. "Wir lassen uns impfen, wenn wir dran sind." Für den Fall, dass eine Situation eintreten sollte, in der zwar genügend Impfstoff vorhanden ist, es aber in der Bevölkerung eine "abwartende Haltung" gibt, plädierte Giffey jedoch dafür, dass sich Politiker demonstrativ impfen lassen. "Dann kommt der Punkt, wo wir auch mit gutem Beispiel vorangehen müssen. Und ich bin dazu bereit", sagte die Ministerin.

+++ 06:33 Dreyer fordert konkreten Stufenplan +++
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat vor den Beratungen von Bund und Ländern einen konkreten Stufenplan für den Weg aus den Corona-Beschränkungen gefordert. Ein solcher Plan müsse an "klare Inzidenzwerte, Testmöglichkeiten und die Impfquote" gekoppelt werden, sagte Dreyer der "Rheinischen Post". An diesem Dienstag beginnt eine Arbeitsgruppe mit Kanzleramtschef Helge Braun und den Chefs der Staatskanzleien dazu mit Gesprächen. Das nächste Treffen der Regierungschefs von Bund und Ländern mit Entscheidungen ist für den 3. März geplant.

+++ 05:43 RKI meldet 415 weitere Todesfälle +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet binnen eines Tages 3883 Corona-Neuinfektionen und 415 weitere Todesfälle. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 3856 Neuinfektionen und 528 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) liegt laut RKI bundesweit bei 60,5 - und damit etwas niedriger als am Vortag (61,0). Vor vier Wochen, am 26. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 107,6 gelegen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 05:18 Mobilitätsforscher: 35er-Inzidenz vorerst unrealistisch +++
Mit der Ausbreitung der britischen Corona-Mutante in Deutschland rückt die Zielmarke von 35 bei der Sieben-Tage-Inzidenz aus Expertensicht in die Ferne. Ohne zusätzliche Maßnahmen erscheine das Erreichen dieses Werts "bis auf Weiteres unrealistisch", erklärt der Leiter des Fachgebiets Verkehrssystemplanung und Verkehrstelematik an der TU Berlin, Kai Nagel. Seine Gruppe modelliert das Infektionsgeschehen in Berlin unter anderem mit anonymisierten Mobilfunkdaten. Nagel zufolge sind die Ergebnisse übertragbar auf die Lage bundesweit. Berücksichtige man die deutlich erhöhte Ansteckungswahrscheinlichkeit, sei die Situation laut Modell "deutlich kritischer als bisher von uns vorhergesagt", erläuterte Nagel. "Bei reiner Beibehaltung der jetzigen Maßnahmen bekommen wir dann laut Modell eine dritte Welle; jede Art von Öffnungen vergrößert diese Welle."

+++ 04:31 EU-Kommission fordert Erklärung zu deutschen Einreiseregeln +++
Deutschland gerät wegen der verschärften Einreiseregeln für Tschechien, die Slowakei und Tirol immer stärker unter Druck. Mehrere Vorgaben seien unverhältnismäßig oder unbegründet, heißt es in einem Beschwerdebrief der EU-Kommission an den deutschen EU-Botschafter Michael Clauß in Brüssel. "Wir glauben, dass das nachvollziehbare Ziel Deutschlands - der Schutz der öffentlichen Gesundheit in einer Pandemie - durch weniger restriktive Maßnahmen erreicht werden könnte." Die EU-Kommission erwartet nun innerhalb von zehn Werktagen eine Antwort.

+++ 03:27 Hotels und Gaststätten fordern rasche Öffnungsperspektive +++
Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) erhöht den Druck auf Bund und Länder für Regelungen zur Wiedereröffnung. "Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten dürfen das Gastgewerbe am 3. März nicht einfach weiter totschweigen", sagt Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der "Rheinischen Post". Die Brache unterliege seit dem Ausbruch einem "Quasi-Berufsverbot". Daher sei es "elementar wichtig, dass die Politik darauf hinarbeitet, dass wir keinen Tag länger geschlossen bleiben, als es unbedingt notwendig ist".

+++ 02:14 Lauterbach: Schulöffnungen nur mit Selbsttests +++
"Aus meiner Sicht wäre es sinnvoll, die Schulen nur aufzumachen, wenn die Testung der Kinder mit Antigen-Selbsttests gewährleistet ist – und die sind noch gar nicht zugelassen", sagt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Es müsse möglich sein, die Kinder im Wechselunterricht zweimal die Woche zu testen. Das sei die Voraussetzung für eine verantwortbare Rückkehr zum Präsenzunterricht.

+++ 01:06 Venezuela kehrt zu Wechselstrategie zurück +++
Venezuela kehrt im Kampf gegen das Coronavirus zu einer Wechselstrategie zurück, in der auf je eine Woche mit hartem Lockdown eine Woche mit weniger Maßnahmen folgt. Präsident Nicolás Maduro rühmt die Strategie auf Twitter als "die beste Methode". In einer Woche mit "radikalem" Lockdown dürfen ähnlich wie in Deutschland nur Apotheken, Supermärkte und andere essenziell wichtige Geschäfte öffnen. In einer Woche mit weniger Maßnahmen dürfen dagegen zahlreiche Betriebe und Geschäfte zu bestimmten Zeiten Kunden empfangen, darunter auch Restaurants und Cafés.

Lesen Sie die Entwicklungen des Vortages hier.

Quelle: ntv.de, kst/jpe/hek/rts/dpa/AFP

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.