Coronavirus-Liveticker+++ 23:50 Johnson: Müssen uns auf wiederholte Impfungen einstellen +++
Der britische Premierminister Boris Johnson bereitet seine Landsleute auf wiederholte Impfungen vor. Um mit den Mutationen Schritt halten zu können, sei es vermutlich nötig, sich nach einer Impfung später erneut ein Vakzin spritzen zu lassen, sagt er vor dem Parlament. "Ich denke, wir müssen uns an die Idee gewöhnen, zu impfen und im Herbst wieder zu impfen, wenn wir uns den Varianten stellen wollen." Einige der zahlreichen Varianten verbreiten sich deutlich schneller als das bislang bekannte Coronavirus.
+++ 23:09 Söder denkt über Grenzschließungen nach +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder schließt Grenzschließungen zu Nachbarländern mit hohem Infektionsgeschehen nicht aus: "Sollte Tschechien nicht in der Lage sein, seine Notmaßnahmen zu verlängern, dann muss auch klar sein, dass Tschechien ein Mutationsgebiet ist und dann muss auch die Grenzschließung ein Thema sein", sagte Söder im ZDF-"heute-journal". Auch Österreich steht unter Beobachtung. Die Regierung in Wien habe im von der südafrikanischen Virusvariante stark betroffenen Bundesland Tirol Quarantänemaßnahmen verhängt. "In Tirol, so hört man, interessiert das niemanden", so der CSU-Chef. "Ich bin schon besorgt, dass da ein zweites Ischgl droht."
+++ 22:30 Müller: Lockdown hat viele Menschenleben gerettet +++
Der seit Mitte Dezember geltende Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat nach Einschätzung des Berliner Regierungschefs Michael Müller vielen Menschen das Leben gerettet. Die positive Infektionsentwicklung in den vergangenen Wochen sei nicht von alleine gekommen, sondern Ergebnis der Anti-Corona-Maßnahmen, sagt Müller. "Wir haben Tausende, die wegen dieses Wegs und dieser Erfolge nicht in ein Krankenhaus mussten und nicht auf eine Intensivstation." Und auch dort sei eine langsame Entlastung zu beobachten. Gerade vor diesem Hintergrund sei es sehr wichtig, diesen Weg jetzt nicht aufzugeben.
+++ 22:20 Jeder zehnte Amerikaner hat erste Impfung erhalten +++
In den USA ist inzwischen jeder Zehnte gegen das Corona-Virus geimpft. Von den etwa 330 Millionen Einwohnern erhielten knapp 33,8 Millionen zumindest die erste Dosis Impfstoff, wie Daten der Gesundheitsbehörde CDC zeigen. 10,5 Millionen haben bereits beide Dosen erhalten. Insgesamt wurden den Bundesstaaten seit Ende vergangenen Jahres 66 Millionen Dosen geliefert, von denen knapp 45 Millionen bislang bereits eingesetzt wurden.
Coronavirus+ - Überblick international nach verteilten Impfdosen gesamt und je 100 Einwohner, Quelle Our World in Data, OWiD - täglich aktualisiert
+++ 22:10 Bartsch attackiert Merkel: "Gedanklich im Lockdown eingemauert" +++
Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch kritisiert die Ergebnisse der Bund-Länder-Schalte scharf. "Die heutigen Beschlüsse zeigen, dass sich Angela Merkel gedanklich im Lockdown eingemauert hat", sagt Bartsch der Funke Mediengruppe. Statt den Menschen nach Wochen im Lockdown eine "klare Perspektive" zu bieten, stünden Kanzlerin Angela Merkel und auch Kanzleramtsminister Helge Braun unbeweglich auf der Bremse, so der Linken-Politiker. Die nächsten Wochen seien für viele Betriebe der letzte Sargnagel, mahnt Bartsch. "Dies ist insbesondere Peter Altmaier anzulasten, dessen Versäumnisse weitere Arbeitsplätze kosten werden."
+++ 22:00 Textilverband nennt Lockdown-Verlängerung "blanken Horror" +++
Der Textilhandel kritisiert die Verlängerung des Lockdowns bis zum 7. März scharf. "Per Ende Februar dürften sich die Verluste des Winter-Lockdowns in den Textil-, Schuh- und Lederwarengeschäften damit auf rund 15 Mrd. Euro aufsummiert haben", teilt der Hauptgeschäftsführer des BTE Handelsverbands Textil, Rolf Pangels, in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit dem Handelsverband Schuhe (BDSE) und Lederwaren (BLE) mit. Das sei der "blanke Horror".
+++ 21:25 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 9076 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.304.545 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 9076 neue Fälle hinzu. Für einen Mittwoch ist der Tageszuwachs vergleichsweise gering: Es ist der erste Mittwoch mit weniger als 10.000 gemeldeten Neuinfektionen seit 21. Oktober. Im Wochenvergleich zeigt sich eine ausgeprägt rückläufige Entwicklung. Der aktuelle Tageszuwachs liegt um 3498 Fälle unter dem Niveau von Mittwoch vor einer Woche. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 734 auf 63.226. Als aktuell infiziert gelten 163.641 Personen.
Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,72 angegeben (Vortag: 0,79). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 72 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,82 (Vortag: 0,82). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 3736 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2095 davon werden beatmet. Rund 4527 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.
Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.
Tab+: Pandemie-Parameter, Aktuelle Kennziffern zum Infektionsgeschehen in Deutschland
+++ 21:22 Studie: Coronavirus zirkulierte offenbar im November 2019 in Frankreich +++
Eine in Frankreich vorgenommene Studie legt nahe, dass das Coronavirus bereits im November 2019 in dem EU-Land zirkulierte. Die Ergebnisse "deuten auf eine frühere Verbreitung von Sars-CoV-2 in Europa hin, als bisher berichtet wurde", schreiben die Autoren in der Fachzeitschrift "European Journal of Epidemiology". Erstmals offiziell gemeldet worden war das Virus in China Ende Dezember 2019. Die Forscher in Frankreich griffen auf eine Datenbank von knapp 10.000 Blutproben zu, von denen ihren Ergebnissen zufolge mindestens 44 Coronavirus-Antikörper aufwiesen - darunter sieben vom November und drei vom Dezember 2019. Es sei nicht auszuschließen, dass auch falsch-positive Proben unter den Ergebnissen seien, betonen die Autoren. Dennoch sei zugleich auch auszuschließen, dass alle Ergebnisse falsch seien. Bereits im August 2020 hatten Forscher an einer Klinik im französischen Elsass Lungenbilder von Patienten ausgewertet und hatten einen Fall von Mitte November 2019 entdeckt, der auf die Viruserkrankung hindeutete.
+++ 21:19 Frisörverband: "Eine ganze Branche atmet auf" +++
Das Frisörhandwerk reagiert mit großer Erleichterung auf die von Bund und Ländern beschlossene Öffnung von Frisörsalons am 1. März. "Eine ganze Branche atmet auf, endlich haben wir eine Perspektive und Planungssicherheit", erklärt Harald Esser, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Frisörhandwerks. Für viele Inhaber der 80.000 Salons in Deutschland seien die Wochen der Schließung existenzbedrohend. Angesichts des Infektionsgeschehens sei es elementar, Arbeitsschutzstandards- und Hygieneregeln in den Salons einzuhalten.
+++ 21:10 Lehrerverband kritisiert "Alleingänge der Länder beim Schulbetrieb“ +++
Der Deutsche Lehrerverband hat die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern zur Öffnung der Schulen kritisiert. "Es muss endlich Schluss sein mit den Alleingängen der Bundesländer beim Schulbetrieb", sagt Präsident Heinz-Peter Meidinger der Funke-Mediengruppe. Ein unterschiedliches Vorgehen in den Ländern schwäche die Akzeptanz politischer Entscheidungen und verstärke die ohnehin große Verunsicherung von Eltern, Schülern und Lehrkräften. Schulöffnungen mit Präsenzunterricht im Wechselbetrieb dürften erst dann erfolgen, wenn in der jeweiligen Region die Sieben-Tage-Inzidenz unter dem Wert von 50 liege. "Das sollte eine bundesweit einheitliche Regelung sein", fordert er. Laut den neuen Beschlüssen des Corona-Gipfels sollen die Länder aber in eigener Regie über die Öffnung von Schulen und Kitas entscheiden.
+++ 21:02 Merkel: Impfung für Grundschul- und Kita-Personal vor Sommer möglich +++
Kita- und Grundschulpersonal könnte nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel noch vor dem Sommer mindestens die erste Corona-Impfung bekommen. Bund und Länder hatten vereinbart, zu prüfen, ob die Impfverordnung so geändert wird, dass Kita-Personal und Grundschullehrerinnen und -lehrer früher als bisher vorgesehen geimpft werden könnten.
+++ 20:52 NRW plant landesweit Präsenzunterricht ab 50er-Inzidenz +++
Nordrhein-Westfalen will landesweit wieder Präsenzunterricht für alle Schüler anbieten, sobald der Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen erreicht ist. Das kündigt Schulministerin Yvonne Gebauer an.
+++ 20:50 Hessen kündigt erste Öffnungen von Schulen und Kitas an +++
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier freut sich über die allmählichen Schulöffnungen. "Wir werden ab dem 22. Februar Grundschulen und Klassen 5 und 6 im Wechselunterricht öffnen", sagt Bouffier. "Ich bin froh, dass wir uns da durchsetzen konnten." Auch Kitas in Hessen könnten ab dem 22. Februar wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb gehen.
+++ 20:40 Merkel hätte sich Schul- und Kita-Öffnung im März gewünscht+++
Kanzlerin Angela Merkel hätte sich eine Öffnung von Schulen und Kitas um den 1. März herum gewünscht. Aber im Föderalismus gebe es tief verankerte Länderzuständigkeiten und das seien Schule und Kita, sagt sie nach dem Bund-Länder-Gipfel. "Und da ist es ganz einfach nicht möglich, dass ich als Bundeskanzlerin mich so durchsetzen kann, als hätte ich da ein Vetorecht." Deshalb habe man gesagt, die Kultushoheit zähle und die Länder würden das in eigener Verantwortung entscheiden. In Niedersachsen findet seit Januar an Grundschulen auch bereits in eingeschränkter Form Unterricht statt. Sachsen hatte bereits am Dienstag beschlossen, in der kommenden Woche den Grundschul- und Kita-Betrieb wieder aufzunehmen.
+++ 20:35 Brandenburgs Grundschulen könnten noch im Februar öffnen +++
Die Grundschulen in Brandenburg könnten nach Angaben von Ministerpräsident Dietmar Woidke voraussichtlich schon am 22. Februar im Wechselunterricht wieder öffnen. Der Kabinettsbeschluss dazu sei für Freitag vorgesehen, kündigt Woidke nach den Bund-Länder-Gesprächen an.
+++ 20:26 Berlin will Grundschulen ab 22. Februar öffnen +++
In Berlin sollen die Grundschulen ab dem 22. Februar wieder schrittweise in den Präsenzunterricht gehen. Das teilt der Regierende Bürgermeister Michael Müller mit. Die Öffnung werde unter strikter Einhaltung der Hygienevorschriften und im Wechselunterricht organisiert, sagt er.
+++ 20:09 Die wichtigsten Ergebnisse des Corona-Gipfels im Überblick +++
Bund und Länder treffen bei ihrem Corona-Gipfel unter anderem diese Vereinbarungen:
Der Lockdown wird weitgehend bis zum 7. März verlängert.
Die Wiedereröffnung von Schulen und Kitas bleibt Sache der Länder.
Frisörbetriebe können unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts mit Reservierungen sowie unter Nutzung medizinischer Masken den Betrieb ab 1. März wieder aufnehmen.
Weitere Lockerungen soll es ab einer 7-Tage-Inzidenz von unter 35 geben. Im Bund-Länder-Beschluss heißt es dazu: "Dieser nächste Öffnungsschritt soll die Öffnung des Einzelhandels mit einer Begrenzung von einer Kundin oder einem Kunden pro 20 qm umfassen, die Öffnung von Museen und Galerien sowie die Öffnung der noch geschlossenen körpernahen Dienstleistungsbetriebe umfassen."
Die Kontaktbeschränkungen gelten vorerst weiter. „Private Zusammenkünfte sind weiterhin nur im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet.“
Nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten – seien weiterhin zu unterlassen, heißt es weiter.
Der Appell zum Homeoffice solle weiter „sehr ernst“ genommen werden, sagt Merkel.
+++ 19:57 Merkel nennt Zeitspanne bis Mitte März „existenziell“ +++
Kanzlerin Angela Merkel warnt in der Corona-Krise vor einer dritten Welle. Der Grund seien die verschiedenen Varianten des Virus, deshalb müsse man weiter vorsichtig sein. Sie nennt die Zeitspanne bis Mitte März wegen der Mutanten "existenziell". Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 19:40 Lockdown soll bis zum 7. März verlängert werden +++
Der bis Mitte Februar befristete Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland soll weitgehend bis zum 7. März verlängert werden. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderregierungschefs bei ihrer Videokonferenz vereinbart, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht.
+++ 19:25 Bund-Länder-Gipfel: Lockerungen im März ab Inzidenz unter 35 +++
Der Corona-Gipfel verständigt sich darauf, dass erst ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 weitergehende Lockerungen des Lockdowns etwa im Handel oder für die Gastronomie beschlossen werden sollen. Darüber solle dann im März beraten werden, sagt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Demnach verständigen sich die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel aber auch darauf, dass bereits ab dem 1. März Friseure wieder öffnen dürfen. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 19:17 Nächtliche Ausgangssperre auf Norderney verhängt +++
Wegen steigender Corona-Zahlen ist eine nächtliche Ausgangsbeschränkung auf der Nordseeinsel Norderney verhängt worden. Zwischen 21 und 5 Uhr dürfen die Bewohner die eigene Wohnung nur noch aus triftigem Grund verlassen, etwa bei medizinischen Notfällen, teilte der Landkreis Aurich mit. Den Schulen wurde der Präsenzunterricht verboten. Seit einigen Tagen steigen die Fallzahlen auf der ostfriesischen Insel mit rund 6000 Einwohnern stark. Der Landkreis meldete an diesem Mittwoch 43 Neuinfektionen. Sechs Menschen seien gestorben. Am Dienstag war dort erstmals auch die britische Virusvariante B.1.1.7 nachgewiesen worden. Mehrere Infektionen wurden zuletzt in einem Seniorenwohnheim gemeldet.
+++ 18:45 Länder sollen selbst über Schulöffnungen entscheiden +++
Bund und Länder geben die Linie auf, dass es bundesweite Vorgaben für Öffnung der Schulen geben soll. "Die Länder entscheiden im Rahmen ihrer Kultushoheit über die schrittweise Rückkehr zum Präsenzunterricht und die Ausweitung des Angebots der Kindertagesbetreuung", heißt es in dem von Bundesregierung und Ministerpräsidenten vereinbarten Beschluss. Es sollen vermehrt Schnellteste in Schulen eingesetzt werden. Medizinische Masken, Lüften und Hygienemaßnahmen seien weiter nötig. Die Länder sollen die Digitalisierung des Lernens weiter ausbauen, um hybriden Unterricht und das schrittweise Hochfahren des Lehrbetriebes zu flankieren. Mehrere Länder hatten zuvor angekündigt, auf jeden Fall in den kommenden Tagen die Grundschulen wieder öffnen zu wollen.
+++ 18:20 Tirol hat geringste Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich +++
In Österreichs Bundesland Tirol sind die Neuinfektionen trotz der dort aufgetretenen Südafrika-Mutante aktuell so gering wie nirgends in der Alpenrepublik. Die Sieben-Tage-Inzidenz liege dort bei rund 80, teilte die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit mit. Von Freitag an gelten für Tirol strenge Reisebeschränkungen. Zehn Tage lang dürfen Menschen das Bundesland nur noch mit negativem Corona-Test verlassen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Das Bundesland Salzburg weist mit 131,8 Fällen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen zur Zeit den österreichweit höchsten Wert auf.
+++ 18:08 Europäische Arzneimittelbehörde widerspricht Sputnik-Hersteller +++
Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat bisher nach eigenen Angaben keinen Antrag zur Prüfung des russischen Impfstoffes Sputnik V erhalten. Die EMA widerspricht damit erneut gegenteiligen Behauptungen des Herstellers, des staatlichen Gamaleja-Forschungszentrums. Es sei weder ein Antrag auf Prüfung der Daten eingegangen noch ein Antrag auf Marktzulassung in der EU. Die EMA prüft Impfstoffe und gibt der EU-Kommission eine Empfehlung für die Zulassung in der EU ab. Der Sputnik-Hersteller hatte am Dienstag erklärt, die Behörde habe den Antrag auf Zulassung entgegengenommen. Bereits zuvor hatte der Hersteller fälschlicherweise angegeben, dass die EMA die Sputnik-Daten prüfe.
+++ 17:51 Höhere Impfpriorität für Lehrer und Erzieher soll geprüft werden +++
Bund und Länder wollen frühere Corona-Impfungen für Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher prüfen lassen. Kanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs einigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern auf einen entsprechenden Prüfauftrag an die Gesundheitsminister. Konkret geht es demnach darum, sie in der zweiten statt der dritten Prioritätsstufe für Impfungen einzuordnen. Merkel habe darauf hingewiesen, dass gerade Erzieherinnen und Erzieher keine Möglichkeit hätten, die notwendigen Abstände einzuhalten, hieß es weiter. Deshalb müsse geprüft werden, wann diese so in die Reihenfolge eingefügt werden könnten, dass sie bald geimpft werden könnten. Derzeit laufen Impfungen der Gruppe eins, zu der Über-80-Jährige, Personal und Bewohner in Pflegeheimen sowie Gesundheitspersonal mit höchstem Ansteckungsrisiko zählen.
+++ 17:47 Britische Virusvariante erstmals in Kroatien entdeckt +++
In Kroatien sind die ersten Fälle von Infektionen mit der britischen Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Wie das Gesundheitsministerium in Zagreb mitteilt, war unter den Erkrankten ein Kind im Alter von dreieinhalb Jahren. Seit dem Beginn der Pandemie wurden in Kroatien mit seinen 4,2 Millionen Einwohnern 240.000 Corona-Infektionen registriert. Es gab mehr als 5000 Todesfälle.
+++ 17:38 Israel peilt Impfausweis noch im Februar an +++
Israel peilt die Ausgabe sogenannter Grüner Ausweise für Geimpfte ab dem 23. Februar an. Dies sagt Gesundheitsminister Juli Edelstein dem Nachrichtenportal "ynet". Damit soll es zunächst möglich sein, bestimmte Hotels, Fitnessstudios und andere Freizeiteinrichtungen zu besuchen. Auch Genesene, bei denen von einer Immunisierung ausgegangen wird, sollen ihn erhalten. Die Regierung will eine App auf den Markt bringen, in der die Impfung oder die Genesung von einer Corona-Erkrankung dokumentiert werden. In dem Neun-Millionen-Einwohner-Land erhielten bislang rund 3,6 Millionen Menschen eine Erstimpfung, davon bekamen etwa 2,2 Millionen auch die zweite Dosis. Etwa 30 Prozent der Bevölkerung ist jünger als 16 Jahre, diese Gruppe wird vorerst nicht geimpft. Die massive Impfkampagne fiel zuletzt mit Neuinfektionszahlen zusammen, die trotz mehrwöchigen Lockdowns auf sehr hohem Niveau verharrten. Edelstein verwies auf nun rückläufige Zahlen.
+++ 17:28 Gastronomie auf Mallorca bleibt zu +++
Trotz einer deutlichen Entspannung der Corona-Lage auf den Balearen müssen die Restaurants, Cafés und Kneipen auf Mallorca und den Nachbarinseln Ibiza und Formentera geschlossen bleiben. Die Regionalregierung wolle die meisten der seit dem 13. Januar geltenden Lockdown-Maßnahmen um weitere zwei Wochen bis zum 28. Februar verlängern, berichten mehrere spanische Medien. Demnach bleiben zudem die Bewegungs- und Versammlungsfreiheit stark eingeschränkt. Lockerungen soll es ab dem Wochenende nur für große innerstädtische Kaufhäuser geben. Sie werden stufenweise und unter strengen Auflagen wieder öffnen dürfen. Im Dezember hatten die Balearen lange die höchsten Corona-Zahlen ganz Spaniens. Im Zuge der strengen Einschränkungen wird die Lage aber seit drei bis vier Wochen immer besser.
+++ 17:16 Gericht: Keine vorzeitige Impfung für Krebskranke +++
Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) macht für Krebskranke keine Ausnahme von der Impf-Reihenfolge. Das Gericht weist den Eilantrag eines Krebspatienten zurück, der wegen einer bevorstehenden Chemotherapie außer der Reihe eine sofortige Corona-Schutzimpfung erzwingen wollte. Seine Krankheit sei kein atypischer Einzelfall, heißt es in der Entscheidung. Er gehöre nicht zu den Personen, die bei der Impfung als erstes an der Reihe seien.
+++ 16:47 Merkel setzt sich durch: Frisöre sollen ab 1. März öffnen +++
Frisörgeschäfte sollen in Deutschland ab dem 1. März wieder öffnen dürfen. Darauf verständigen sich Bund und Länder in den noch laufenden Beratungen über die grundsätzliche Verlängerung des Lockdowns, wie die Nachrichtenagentur Reuters von einem Vertreter der Teilnehmer erfuhr. Mit dem Öffnungszeitpunkt ab März setzt sich somit Kanzlerin Angela Merkel durch. Die Länder hatten hingegen eine Öffnung noch im Februar ins Spiel gebracht. Das Kanzleramt misst den Frisören besondere Bedeutung für die Körperhygiene bei, es erscheine erforderlich, "die Inanspruchnahme zu ermöglichen, da erhebliche Teile der Bevölkerung, insbesondere ältere Menschen, auf diese angewiesen sind", stand in einem früheren Entwurf zum Bund-Länder-Gipfel. Voraussetzung seien Einhaltung von Hygienevorschriften, die Steuerung des Zutritts mit Reservierungen sowie die Nutzung medizinischer Masken.
+++ 16:38 WHO empfiehlt Astrazeneca-Impfstoff auch für Menschen über 65 Jahren +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt den Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns Astrazeneca auch für Menschen über 65 Jahren. Unter Berücksichtigung der derzeitigen Datenlage empfehle die WHO den Impfstoff "für den Einsatz bei Personen im Alter von 65 Jahren und älter", erklärt das Expertenkomitee für Immunisierungen. Zudem könne das Vakzin auch in Gegenden eingesetzt werden, in denen Corona-Mutanten aufgetreten sind. In Deutschland und mehreren anderen europäischen Ländern ist das mit der Universität Oxford entwickelte Vakzin nur für Menschen unter 65 Jahren zugelassen. Die zuständigen Aufsichtsbehörden verweisen darauf, dass belastbare Daten für die Wirksamkeit des Impfstoffs bei älteren Menschen fehlten. Außerdem verschob Südafrika seine Impfkampagne, da einer Studie zufolge das Vakzin von Astrazeneca nicht umfassend gegen die in Südafrika entdeckte Corona-Mutante wirksam ist.
+++ 16:36 Firmen können ab sofort neue Überbrückungshilfen beantragen +++
Unternehmen können ab sofort Anträge für die neuen Überbrückungshilfen für die Zeit bis Juni 2021 stellen. Das teilt das Wirtschaftsministerium mit, das zuletzt in der Kritik stand, weil Anträge in den vergangenen Wochen noch nicht möglich waren. Im Rahmen der Überbrückungshilfe III können Firmen einen Großteil ihrer Fixkosten ersetzt bekommen, wenn sie einen Corona-bedingten Umsatzrückgang nachweisen können.
+++ 16:26 Gericht in NRW kippt Maskenpflicht im Umfeld von Geschäften +++
Das NRW-Oberverwaltungsgericht setzt die Maskenpflicht im Umfeld von Geschäften außer Vollzug. Das Gericht lehnt zwar einen Eilantrag zur Maskenpflicht in zentralen Punkten ab. Denn es sei davon auszugehen, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes andere vor einer Infektion schütze. Erfolg hatte der Antrag aber mit Blick auf die Bestimmung in NRW, dass im unmittelbaren Umfeld von Geschäften eine Maske getragen werden muss. Der Begriff des "unmittelbaren Umfelds" sei nicht ausreichend klar, erklärt das Gericht. Dies wiege auch deshalb schwer, weil ein Verstoß gegen die Maskenpflicht mit einem Bußgeld geahndet wird. Der Beschluss ist unanfechtbar.
+++ 16:20 Schweiz setzt Sachsen-Anhalt und Brandenburg auf Risikoliste +++
Reisende aus Sachsen-Anhalt und Brandenburg müssen nach einer Einreise in die Schweiz demnächst in Quarantäne. Das Bundesamt für Gesundheit hat die Liste mit Risikogebieten aktualisiert. Sie gilt ab 22. Februar. Wer sich in den zehn Tagen vor der Einreise in die Schweiz in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen aufgehalten hat, muss sich bei den Behörden melden und für zehn Tage in Quarantäne. Ab dem 7. Tag kann die Quarantäne mit einem negativen Corona-Test abgekürzt werden. Einreisende aus allen anderen Bundesländern müssen sich lediglich elektronisch registrieren. Ausschlaggebend für die Schweizer Risikoliste ist die 14-Tages-Inzidenz. Wenn die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einem Gebiet um 60 höher liegt als in der Schweiz, kommt das Land oder die Region auf die Liste.
+++ 16:12 Über 10.000 neue Fälle - Infektionszahlen in Tschechien klettern weiter +++
In Tschechien ist weiter keine Entspannung des Infektionsgeschehens in Sicht. Das Gesundheitsministerium meldet 10.165 neu erkannte Ansteckungen mit dem Coronavirus. Das ist der höchste Tageszuwachs seit vier Wochen. Den Behördenangaben zufolge steigt die Zahl der laborbestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie auf insgesamt 1.055.415. In dem deutschen Nachbarland mit etwa 10,7 Millionen Einwohnern hat sich somit bereits fast jede zehnte Person mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der registrierten Todesfälle erhöhte sich laut Ministerium um 64 auf insgesamt 17.642. In Tschechien ist die Pandemie-Lage dramatisch. Die Impfkampagne in dem EU-Staat kommt nur schleppend voran, während das Infektionsgeschehen weiter hoch ist und Kliniken massiv überlastet sind.
+++ 15:57 Länderentwurf: Friseure könnten noch im Februar öffnen +++
Anders als das Kanzleramt wollen die Länder Friseure möglicherweise noch im Februar öffnen lassen. Dies geht aus einem Arbeitspapier hervor, auf das sich die Ministerpräsidenten in ihrer Vorbesprechung zum Bund-Länder-Gipfel geeinigt haben. Es trägt den Stand 14.15 Uhr und ist noch nicht mit dem Bund abgestimmt. Für Friseure und gegebenenfalls auch andere Angebote "hygienisch notwendiger körpernaher Dienstleistungen" schlägt das Länderpapier eine Öffnung am 22. Februar vor. Das Datum steht aber noch in einer eckigen Klammer, das bedeutet, dass dieser Punkt noch nicht entschieden ist. Zur Begründung heißt es: "Vor dem Hintergrund der Bedeutung von Friseuren für die Körperhygiene und der jetzt bereits seit längerem bestehenden Schließung erscheint es erforderlich, die Inanspruchnahme zu ermöglichen, da erhebliche Teile der Bevölkerung, insbesondere ältere Menschen, auf diese angewiesen sind."
+++ 15:40 Merkel schlägt höhere Impfpriorität für Lehrer und Erzieher vor +++
Kanzlerin Angela Merkel setzt sich bei den Bund-Länder-Beratungen über das weitere Vorgehen in der Coronakrise dafür ein, dass Lehrer und Erzieher eine höhere Priorität beim Impfen erhalten. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern schlägt Merkel eine entsprechende Prüfung vor. Angesichts der bevorstehenden Schulöffnungen habe die Kanzlerin in der Ministerpräsidentenkonferenz darauf hingewiesen, dass gerade Erzieherinnen und Erzieher keine Möglichkeit hätten, die notwendigen Abstände einzuhalten, heißt es weiter. Deshalb müsse geprüft werden, wann Erzieher und Lehrer so in die Reihenfolge eingefügt werden könnten, dass sie bald geimpft werden könnten.
+++ 15:33 Astrazeneca will zusätzlichen Impfstoff in Dessau produzieren +++
Astrazeneca will die Herstellung von Corona-Impfstoff beschleunigen und dabei eng mit der Firma IDT Biologika in Dessau zusammenarbeiten. Beide Unternehmen hätten eine Absichtserklärung unterzeichnet, teilte Astrazeneca mit. In Dessau in Sachsen-Anhalt seien zusätzliche Produktionsanlagen geplant. Dort sollen Bioreaktoren entstehen, in denen eine zweistellige Millionenzahl von Impfdosen pro Monat produziert werden könnten. Die neuen Anlagen sollen jedoch erst Ende 2022 betriebsbereit sein. Sie könnten auch von anderen Firmen mit ähnlicher Impfstoff-Technologie genutzt werden, erklärte Astrazeneca weiter. Damit entstünde bei IDT Biologika eine der größten Impfstoffanlagen dieser Art in Europa. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 15:24 Nach Astrazeneca-Stopp: Südafrika will mit Johnson & Johnson impfen +++
Nachdem Südafrika die geplanten Astrazeneca-Impfungen vorübergehend gestoppt hat, will das Land stattdessen mit dem noch nicht zugelassenen Johnson & Johnson-Wirkstoff weitermachen. Dieser werde in einer sogenannten Durchführungsstudie verabreicht, teilte Südafrikas Gesundheitsminister Zweli Mkhize mit. In der geplanten ersten Phase der Impfkampagne sollen rund 1,25 Millionen Gesundheitsmitarbeiter geimpft werden. Ursprünglich wollte Südafrika seine Impfkampagne mit dem Astrazeneca-Impfstoff beginnen. Doch am Wochenende veröffentlichten die Universitäten von Oxford und Witwatersrand eine Studie, wonach das Vakzin nur minimal vor leichten und moderaten Erkrankungen nach einer Infektion mit der in Südafrika vorherrschenden Variante B.1.351 schützt. Dagegen sei bewiesen worden, dass die Johnson & Johnson-Impfung effektiv sei gegen die in Südafrika vorherrschende Variante, sagte Mkhize.
+++ 15:17 Zahl der bestätigten Fälle in Russland übersteigt Vier-Millionen-Marke +++
In Russland verzeichnen die Behörden 14.494 neu erkannte Ansteckungen mit dem Coronavirus. Damit steigt die Zahl der laborbestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie auf insgesamt 4.012.710. Die Zahl der registrierten Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 erhöhte sich laut Ministerium um 536 auf insgesamt 78.134.
+++ 15:10 Corona-Gipfel startet nach Verzögerung +++
Der Corona-Gipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Länderchefs hat mit knapp einer Stunde Verspätung begonnen. Ursprünglich sollte die Sitzung schon um 14 Uhr starten. Bereits am Vormittag war die Vorbesprechung der Länder ohne Merkel kurzfristig um etwa eine Stunde nach hinten geschoben worden. Grund war hier dem Vernehmen nach zusätzlicher Redebedarf unter den SPD-geführten Ländern. Diese hatten sich - wie auch einige unionsgeführte Länder - insbesondere an dem im vom Kanzleramt verschickten Entwurf genannten Termin für den verlängerten Lockdown bis zum 14. März gestört. Wie es weiter aus Teilnehmerkreisen heißt, soll die Mehrheit der Länderchefs eine Lockdown-Verlängerung bis zum 7. März präferieren.
+++ 15:00 USA melden 3167 weitere Todesfälle +++
In den USA haben die Behörden binnen eines Tages mindestens 3167 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Das geht aus den Zählungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de täglich seit Beginn der Pandemie bezieht. Die Gesamtzahl der US-Todesopfer beträgt demnach nun 468.088. Die Zahl laborbestätigten Ansteckungsfälle in den Vereinigten Staaten stieg laut NYT um mindestens 96.460 neu erkannte Infektionen auf insgesamt mehr als 27,2 Millionen. Im Sieben-Tage-Schnitt schwächt sich das Infektionsgeschehen allerdings weiter kontinuierlich ab. Der aktuelle Tageszuwachs ist der niedrigste Dienstagswert seit Anfang November.
+++ 14:50 Lindner nennt geplante Lockdown-Verlängerung unverhältnismäßig +++
FDP-Chef Christian Lindner hat die geplante Verlängerung des Lockdowns scharf kritisiert. "Dieses Weiter-So ist nach einem Jahr zu wenig", sagt er mit Blick auf den Ausbruch der Pandemie vor etwa einem Jahr. Eine pauschale Verlängerung des Lockdowns um weitere vier Wochen sei nicht verhältnismäßig. Deutschland hinke hinterher beim Einsatz von Luftreinigern, systematischen Tests und dem breitflächigen Einsatz von FFP2-Masken. Es fehle zudem eine Öffnungsperspektive für die Wirtschaft über einen Stufenplan, der in Regionen mit niedrigen Infektionszahlen Lockerungen zulasse.
+++ 14:42 Ministerium erwartet 13,6 Millionen Impfdosen bis Ende März +++
Das Bundesgesundheitsministerium erwartet bis Ende März noch die Lieferung von 13,6 Millionen Dosen der drei bisher zugelassenen Impfstoffe gegen das Coronavirus. Bislang wurden 5,3 Millionen Impfdosen geliefert, wie es in einer Aufstellung des Ministeriums für den Corona-Gipfel heißt. Die Angaben beziehen sich auf die Angaben der Hersteller. Von den 5,3 Millionen bislang gelieferten Impfdosen entfallen insgesamt 4,8 Millionen auf Biontech/Pfizer, 153.000 auf Moderna und knapp 346.000 auf das erst seit kurzem verfügbare Präparat von Astrazeneca. Demnach lagern noch zwei Millionen Dosen in den Ländern. Insbesondere für die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna werden für die vorgeschriebene zweite Impfung Dosen zurückgestellt - lediglich für das Serum von Astrazeneca empfiehlt das Bundesgesundheitsministerium dies nicht.
+++ 14:27 Kreise: Mehrheit der Länder tendiert zu Lockdown nur bis 7. März +++
Die Mehrheit der 16 Ministerpräsidenten will nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters aus Verhandlungskreisen keine Lockdown-Verlängerung bis zum 14. März. "Die Mehrheit tendiert zum 7. März als Datum", heißt es von Teilnehmern.
+++ 14:09 Intensivmediziner: 50er-Inzidenz für Lockerung zu hoch +++
Weil sich Deutschland langsam einer Inzidenz von 50 nähert, fordern viele sofortige Lockerungen. Der Intensivmediziner Prof. Uwe Janssens argumentiert vehement dagegen - zumal der Wert noch nicht einmal erreicht sei. In den Kliniken sei man noch lange nicht für Lockerungen bereit.
+++ 14:00 Ministerium: Überbrückungshilfen kommen "in kürzester Kürze" +++
Wirtschafts- und Finanzministerium betonen nach Kritik aus Wirtschaft und Union, dass man so schnell wie möglich die Antragsverfahren für die Überbrückungshilfen III bearbeiten wolle. Die Anträge sollten "in kürzester Kürze" möglich sein, sagt eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums, ohne sich auf einen Tag festzulegen. Sobald Anträge möglich seien, seien auch Abschlagszahlungen möglich. Alle Beteiligten arbeiteten daran, dass das Verfahren so schnell wie möglich starten könne, sagt ein Sprecher des Finanzministeriums zu Vorwürfen aus der Union, dass sein Ressort für bürokratische Hürden verantwortlich sein soll.
+++ 13:46 Forscher: Ein Drittel der Kinder zeigt "psychische Auffälligkeiten" +++
Kinder in Deutschland werden laut einer neuen Umfrage des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) durch Pandemie und Lockdowns zunehmend belastet. Ein Drittel von ihnen zeige auch etwa ein Jahr nach Ausbruch der Krise weiterhin "psychische Auffälligkeiten", teilt das UKE unter Verweis auf eine von eigenen Experten initiierte Befragung von Kindern und Eltern mit. Verstärkt seien Sorgen, Ängste, depressive und psychosomatische Symptome zu beobachten. Besonders betroffen sind demnach Kinder aus sozial schwächeren Verhältnissen oder mit Migrationshintergrund.
+++ 13:31 Mehr als 1,1 Millionen Menschen in Deutschland voll geimpft +++
Die Zahl der verabreichten Impfdosen in Deutschland ist auf 3.509.660 gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach liegt die Quote der Erstimpfungen nun bei 2,89 Prozent, die der Zweitimpfungen bei 1,33 Prozent – das entspricht 1.104.504 vollständig geimpften Personen. Ein vollständiger Impfschutz besteht bei den aktuell verimpften Präparaten erst nach zwei Impfungen. Dazu muss die zweite Dosis etwa drei Wochen nach der ersten gespritzt werden. Je nach Bundesland variiert der Impffortschritt deutlich: Laut RKI haben in Mecklenburg-Vorpommern bereits 3,91 Prozent eine Erstimpfung erhalten, in Niedersachsen 2,35 Prozent.
+++ 13:24 DGB hält längeren Lockdown für richtig +++
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hält eine Verlängerung des Lockdowns für richtig. "Wir sind in einer Situation, wo wir wirklich gute Erfolge erzielt haben", sagt DGB-Chef Reiner Hoffmann mit Blick auf den Rückgang der Infektionszahlen. Die Virusmutationen könnten aber eine raschere Lockerung der Maßnahmen verhindern. Der Schutz der Gesundheit der Menschen habe Vorrang. Daher müsse man sich für "weitere zwei, drei Wochen auf Einschränkungen einstellen".
+++ 13:16 Zahl der Intensivpatienten sinkt weiter deutlich +++
In deutschen Kliniken werden derzeit 3736 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Rückgang um 110 Patienten, wie aus dem aktuellen Divi-Intensivregister hervorgeht. Demnach müssen 2095 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 35 weniger als am Vortag. Der Anteil der freien Intensivbetten sinkt derweil um 89 - insgesamt sind den Angaben zufolge noch 4527 Betten in den deutschen Kliniken frei.
+++ 12:59 Berliner Senat legt Stufenplan für Öffnungsstrategie vor +++
Der Berliner Senat hat vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern eine Diskussionsvorlage erarbeitet. Bei der "Stufenplanung Öffnungsstrategie" gehe es um eine "Grundlage für die kommenden Debatten", nicht um einen "Öffnungsplan", wie der "Tagesspiegel" aus Senatskreisen zitiert. Demnach sieht das Papier eine Verlängerung der bestehenden Maßnahmen "für den Februar" vor. Die einzige Ausnahme macht der Senat der Zeitung zufolge bei Schulen und Kitas. Diese sollen schrittweise geöffnet werden. Ein konkretes Datum stehe jedoch noch nicht fest.
+++ 12:38 Drosten warnt vor einer dritten Welle nach Ostern +++
Der Virologe Christian Drosten warnt vor einem verfrühten Ende des Lockdowns. "Wir werden es bei dem aktuellen R-Wert nicht schaffen, bis Mitte März auf eine Inzidenz von unter 50 zu kommen", sagte er nach Angaben der "Rheinischen Post" (RP) bei einer Vorlesung in der Ärztekammer Nordrhein in Düsseldorf. Demnach gingen die Infektionen laut Drosten zwar zurück, "doch das nur quälend langsam". Wenn man jetzt halbherzig öffne, käme man unweigerlich in eine dritte Welle nach Ostern, wird der Virologe der Berliner Charité zitiert. Entsprechend kritisch steht Drosten der Öffnung von Schulen gegenüber. Schulen vermittelten Infektionsgeschehen, das könne man in den Zahlen um den Jahreswechsel herum klar sehen, zitiert ihn die RP. Ein Ausweg könne sein, bei der Infektion eines Schülers die ganze Klasse für fünf Tage in Quarantäne zu schicken und dann freizutesten. Wer Corona-positiv sei, müsse weiter zu Hause bleiben. Die anderen Kinder könnten aber zurück in die Schule.
+++ 12:28 Zahl der Regionen unterhalb der Obergrenze springt auf 123 +++
Die Bemühungen zur Eindämmung der Ansteckungswelle fruchten weiter: In Deutschland steigt die Anzahl der Regionen deutlich, in denen sich das Fallaufkommen unter 50 neu registrierten Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner bewegt. Das geht aus den jüngsten Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach weisen bereits 123 Städte und Landkreise (Vortag: 99) eine Sieben-Tage-Inzidenz unter der sogenannten Obergrenze auf. Zugleich liegen noch 289 Regionen mit ihrem Fallaufkommen über diesem Schwellenwert.
+++ 12:08 Risikogruppen sollen bis Ende Juni Impfung erhalten +++
Bei den Corona-Impfungen in Deutschland gibt es mehr Klarheit darüber, bis wann die einzelnen Bevölkerungsgruppen in den kommenden Monaten geimpft sein könnten. So können alle drei Gruppen, die vorrangig geimpft werden, bis Ende Juni mindestens die erste der zwei nötigen Impfung bekommen. Das geht aus einer neuen Übersicht aus dem Bundesgesundheitsministerium hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Voraussetzung ist, dass die Hersteller ihre in Aussicht gestellten Impfstoff-Mengen auch liefern. Damit könnten unter anderem alle Menschen über 60 Jahren, Lehrer, Erzieher, Polizisten und Beschäftigte in Supermärkten bis dahin eine Impfung bekommen. Wenn vorher noch weitere Impfstoffe zugelassen werden oder sich nicht alle impfen lassen wollen, könnte die Schwelle früher erreicht sein. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 11:55 Hoher Anteil der britischen Mutante in tschechischer Grenzregion +++
Die britische Coronavirus-Variante breitet sich weiter in Tschechien aus. Doch neue Untersuchungen haben extreme regionale Unterschiede aufgezeigt, wie die staatliche Gesundheitsbehörde SZU bekanntgibt. Demnach lag der Anteil der ansteckenderen Variante im Bezirk Trutnov (Trautenau) im Dreiländereck zu Polen und Sachsen bereits bei rund 60 Prozent der sequenzierten Proben. Im benachbarten Bezirk Nachod waren es 45 Prozent. In Prag habe der Anteil der britischen Mutante bei weniger als zehn Prozent gelegen. Die Behörde kommt zu dem Schluss, dass die Überwachung der Mutationen, die sich bisher auf die Hauptstadt konzentrierte, landesweit ausgebaut werden muss.
+++ 11:34 Corona-Warn-App gibt es jetzt auch für ältere iPhone-Modelle +++
Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes kann nun auch von Besitzern der älteren iPhone-Modelle 5s und 6 genutzt werden. Die neuste Version steht seit diesem Mittwoch im App-Store von Apple zum Herunterladen bereit. Es kann allerdings mehrere Stunden dauern, bis die aktualisierte App für alle iPhone-Nutzer sichtbar wird. Das Robert-Koch-Institut (RKI), das die Corona-Warn-App des Bundes offiziell herausgibt, kommt mit der neuen Version 1.12 der Forderung nach, die Nutzung der Tracing-App auch den Besitzern von älteren Smartphones zu ermöglichen. In Deutschland sind schätzungsweise noch 1,7 Millionen ältere Apple-Smartphones aktiv, auf denen nicht das bislang notwendige Betriebssystem iOS 13 oder 14 laufen kann. Die aktuelle Version der App gibt sich nun auch mit iOS 12.5 zufrieden, das auch auf dem iPhone 5s oder 6 läuft. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 11:22 Britischer Epidemiologe: Lockdowns zu spät und nicht lang genug +++
Ein britischer Epidemiologe und Berater hat die Reaktion der britischen Regierung auf die Pandemie als zu spät und nicht entschieden genug kritisiert. Minister hätten "ihre Lektionen der ersten Welle" lernen und "schneller reagieren" sollen, sagt Neil Ferguson, der auch selbst die Regierung in Fragen der Pandemie berät, dem Sender "Sky News". "Wenn man früh einen Lockdown verhängt, erleidet man nicht so viele Tote und hat paradoxerweise auch weniger wirtschaftlichen Schaden, weil man Lockdown-Maßnahmen vermutlich früher aufheben kann."
+++ 11:05 Vier Regionen in Bayern führen Super-Hotspot-Liste an +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter der bayerische Landkreis Tirschenreuth die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (10. Februar, 0 Uhr) weist die krisengeplagte Region in der Oberpfalz einen Wert von 383,1 neu registrierten Fällen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf. Dahinter folgen die Stadt Hof (279,3), der Landkreis Hof (273,2) und der Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge (265,6), die alle ebenfalls in Bayern liegen. Somit befinden sich laut RKI von den zehn Regionen mit den bundesweit höchsten Werten vier bayerische an der Spitze der Super-Hotspot-Liste. Lichtblicke gibt es weiterhin in Rheinland-Pfalz und an der Nordsee: Der Landkreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein weist laut RKI die bundesweit niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz auf (15,8). Dahinter folgt die Stadt Zweibrücken in Rheinland-Pfalz (17,5). Den drittniedrigsten Wert erreicht laut RKI der bayerische Landkreis Neuburg-Schrobenhausen (19,5).
+++ 10:48 Von der Leyen will Impfstoff-Zulassung beschleunigen +++
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will die Zulassung von Impfstoffen in Europa beschleunigen. Dies kündigt von der Leyen in einer Rede im Europaparlament an, in der sie die EU-Impfstoffstrategie nochmals verteidigt. Zum einen solle die EU-Arzneimittelagentur EMA schneller die Daten klinischer Impfstofftests bekommen, sagt die CDU-Politikerin. Dazu werde ein europäisches Netzwerk gegründet. Zum anderen arbeite die Gesundheitskommissarin an einem Rechtsrahmen, um die Impfstoffe so rasch wie möglich zu untersuchen. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 10:35 Sonderzulassungen für Laien-Schnelltests beantragt +++
Mehrere Hersteller von Schnelltests für Laien haben beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eine Sonderzulassung beantragt. "Wir haben seit ein paar Tagen die ersten Anträge auf Sonderzulassung vorliegen und prüfen sie mit höchster Priorität", sagt ein Sprecher der Behörde. Es gehe darum, parallel zum regulären Weg der CE-Kennzeichnung zusätzlich über die Sonderzulassung schnellstmöglich verlässliche Tests auch für die private Anwendung verfügbar zu machen.
+++ 10:12 NRW erlaubt sieben Imfpdosen pro Biontech-Ampulle +++
In Nordrhein-Westfalen können unter bestimmten Bedingungen auch sieben Impfdosen aus einer Phiole des Impfstoffs von Biontech und Pfizer genutzt werden. "Sofern aus einem Vial sieben vollständige Einzeldosen entnommen werden können, bestehen keine Bedenken, damit eine weitere Person zu impfen", erklärt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Düsseldorf und bestätigt damit einen Bericht des "Kölner Stadt-Anzeigers". Allerdings dürfe der Impfstoff aus verschiedenen Ampullen nicht vermischt werden. Bislang sind nach offizieller Zulassung sechs Dosen in den Phiolen enthalten. Diese seien aber aus technischen Gründen regelmäßig überfüllt, heißt es weiter. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 09:59 FDP-Generalsekretär: "Ein Fehler reiht sich an den anderen" +++
FDP-Generalsekretär Volker Wissing mahnt vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern, dass die Stimmung in der Bevölkerung zu "kippen" drohe. Es "reiht sich ein Fehler an den anderen", sagt der stellvertretende Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz gegenüber ntv. "Zu späte Impfstoffbeschaffung, zu späte Wirtschaftshilfen - das wirkt alles andere als sorgfältig. Und vor dem Hintergrund mache ich mir Sorgen, wie lange die Bevölkerung das noch diszipliniert anschaut." Schon jetzt gelangten „immer mehr Menschen in Existenznöte", so der FDP-Politiker.
+++ 09:46 Von der Leyen räumt Versäumnisse bei Impfstoffen ein +++
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen räumt Versäumnisse bei der Beschaffung von Impfstoffen ein. Die EU sei spät dran gewesen bei der Zulassung der Mittel und habe auch die Geschwindigkeit der Produktion falsch eingeschätzt, sagt von der Leyen im Europäischen Parlament. Es sei aber richtig gewesen, die Bestellung von Impfstoffen EU-weit zu organisieren. Andernfalls hätte dies verheerende Folgen für den Binnenmarkt gehabt. Von der Leyen gibt das Ziel aus, dass in der EU bis Ende des Sommers 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung geimpft seien. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 09:30 Länder sollen selbst über Kita- und Schulöffnung entscheiden +++
Nach der aktualisierten Beschlussvorlage für die Beratungen mit den Ländern am Nachmittag sollen die Länder selbst über die Öffnung von Schulen und Kitas entscheiden. Auch für eine Ausweitung der Kindertagesbetreuung sind demnach die Länder zuständig. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 09:21 Lockdown soll bis zum 14. März verlängert werden +++
Ein neuer Entwurf für das Bund-Länder-Spitzengespräch an diesem Mittwoch sieht eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 14. März vor. "Die bestehenden Beschlüsse der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder bleiben weiterhin gültig, sofern dieser Beschluss keine abweichenden Festlegungen trifft. Die Länder werden ihre Landesverordnungen entsprechend anpassen und bis zum 14. März 2021 verlängern", heißt es in dem Entwurf. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 09:13 Biontech startet Impfstoffproduktion in Marburg +++
Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech hat mit der Impfstoffproduktion in seiner neuen Produktionsstätte im hessischen Marburg begonnen. Dort werde nun zunächst der mRNA-Wirkstoff hergestellt, von dem eine einzelne Charge für die Produktion von acht Millionen Impfdosen reiche, teilt das Unternehmen in Mainz mit. Die hessischen Behörden hatten vor rund vier Wochen die Produktion in einem zuvor gekauften Werk in Marburg genehmigt. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 09:09 Friseure sollen ab 1. März wieder öffnen dürfen +++
Nach einem neuen Entwurf für die Bund-Länder-Beratungen ab dem frühen Nachmittag sollen Friseurbetriebe bereits ab 1. März unter Auflagen wieder öffnen können. Voraussetzung seien Einhaltung von Hygienevorschriften, die Steuerung des Zutritts mit Reservierungen sowie die Nutzung medizinischer Masken, heißt es darin. Generell soll der Lockdown dem Papier zufolge bis 14. März verlängert werden.
+++ 08:52 Impfkommission warnt vor Lockerungen +++
Der Leiter der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (Stiko), Thomas Mertens, hält Lockerungen der geltenden Schutzmaßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt für problematisch. Nach Lockerungen bestehe die Gefahr, dass die Zahl der Neuinfektionen wieder steige, sagt Mertens gegenüber ntv. "Das würde relativ schnell gehen", warnt er davor, die Gefahr zu unterschätzen. Sollte es zu einem solchen Wiederanstieg der Infektionszahlen kommen, bestehe auch die Gefahr neuer Mutationen. Diese könnten am ehesten verhindert werden, wenn man die Infektionszahlen möglichst niedrig halte.
+++ 08:31 WHO-Experte warnt Biden: Nicht auf Geheimdienst-Informationen verlassen +++
Ein Mitglied der WHO-Expertenmission zur Untersuchung der Herkunft des Coronavirus hat den neuen US-Präsidenten Joe Biden vor Informationen der US-Geheimdienste über den Ursprung der Pandemie in China gewarnt. "Bitte stützen Sie sich nicht zu sehr auf den US-Geheimdienst", erklärt Peter Daszak von der Mission der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in China auf Twitter. Unter Bidens Vorgänger Donald Trump sei die Aufklärungsarbeit "stärker entkoppelt" worden, die Dienste hätten nun "schlichtweg falsche" Informationen zu "vielen Aspekten". Biden müsse bei dem Thema deshalb selbst genau hinsehen, forderte Daszak.
+++ 08:18 Kretschmann: "Niemand kann eine Öffnungsorgie erwarten" +++
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann dämpft die Erwartungen an schnelle Lockerungen der Corona-Regeln. Wenn die landesweiten Inzidenzen über einen gewissen Zeitraum unter 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner sind, werde man vorsichtige Öffnungsschritte gehen, sagt er der "Badischen Zeitung". "Niemand kann aber erwarten, dass wir gleich eine Öffnungsorgie starten." Dafür sei die Lage zu fragil.
+++ 08:02 Nur noch zwei Bundesländer liegen über 100er-Schwelle +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist abermals gesunken. Laut aktuellem RKI-Datenstand schwächte sie sich am Dienstag von 72,8 auf 68,0 ab. Demnach überschreiten weiterhin lediglich zwei Bundesländer eine Sieben-Tage-Inzidenz von 100: Im Bundesvergleich bleibt Thüringen das Land mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz (122,6). Dahinter folgt das Saarland (101,1). Sachsen-Anhalt liegt nun bei 93,5. Die angestrebte Zielmarke eines Fallaufkommens von unter 50 neu registrierten Infektionen im Sieben-Tage-Zeitraum je 100.000 Einwohner ist nun für fünf Bundesländer in Reichweite - den niedrigsten Wert weist den RKI-Daten zufolge Berlin auf (56,2).
+++ 07:38 Ansehen von Kliniken und Pharmakonzernen bei Bürgern gestiegen +++
Das Ansehen des deutschen Gesundheitswesens bei den Bürgern ist einer neuen Umfrage zufolge im Zuge der Pandemie stark gestiegen. Demnach halten 72 Prozent der Bürger die Versorgung in den Krankenhäusern für gut oder sehr gut - ein Anstieg um 21 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Das meldet die Unternehmensberatung PwC bei der Veröffentlichung der neuen Ausgabe ihres jährlichen Gesundheitssystem-Barometers. An der repräsentativen Umfrage nahmen im Dezember 1000 Menschen teil. Zudem hat sich der Ruf der Pharmakonzerne deutlich verbessert, auch wenn die Mehrheit der Befragten die Branche nach wie vor skeptisch beurteilt: Demnach glauben 52 Prozent, dass die Unternehmen hauptsächlich am Profit interessiert sind. Vor einem Jahr glaubte dies noch mehr als zwei Drittel der Befragten.
+++ 07:04 Patientenschützer für genauere Kontrolle des Infektionsgeschehens +++
Patientenschützer fordern als Voraussetzung für die Lockerung der Beschränkungen eine stärkere einheitliche Kontrolle des Infektionsgeschehens. "Es kann nicht sein, dass die digitale Nachverfolgung des Virus von kommunalen Grenzen gebremst wird", sagt der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. Die Länder müssten per Verordnung dafür sorgen, dass vor Ort bundesweit mit nur einem System gearbeitet werde. Laut Bundesgesundheitsministerium nutzen derzeit 151 von 376 Gesundheitsämtern die empfohlene Software "Sormas", die das Nachverfolgen von Infektionsketten erleichtern soll.
+++ 06:36 Giffey: Einsatz von Schnelltests muss vorbereitet werden +++
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey fordert Vorbereitungen für einen massiven Einsatz von Schnelltests in Schulen. "Schnelltests sind eine riesige Chance für die Öffnungsstrategien", sagt die SPD-Politikerin im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Schon seit dem 2. Februar sind Schnelltests zur Anwendung auch durch nicht medizinisches Personal mit Schulungsvideo zugelassen. In Potsdam und Bremen werden sie bereits eingesetzt, Berlin hat solche Tests bestellt, auch Österreich macht es ja vor." Die Zulassung mehrerer einfach handhabbarer Schnelltests zur Selbstanwendung durch Laien sei in Vorbereitung und werde in den nächsten Wochen erwartet.
+++ 05:59 RKI meldet 8072 Neuinfektionen und 813 Todesfälle +++
Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 8072 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 813 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervorgeht. In diesen aktuellen Zahlen sollten auch 600 Nachmeldungen von Neuinfektionen aus Nordrhein-Westfalen enthalten sein, die laut RKI am Vortag gefehlt hatten. Vor genau einer Woche hatte das RKI 9705 Neuinfektionen und 975 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Mehr dazu lesen Sie hier.
Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.
Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntvAuswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.
+++ 04:53 Spanien will mit "Impf-Zertifikaten" Tourismus stärken +++
Spanien will mit "Impf-Zertifikaten" den von der Pandemie gebeutelten Tourismus wiederbeleben. "Spanien will für den Tourismus, dass es eine sichere internationale Mobilität gibt", sagt Arturo Ortiz vom spanischen Fremdenverkehrsamt Berlin der "Bild"-Zeitung. Man vertraue darauf, "dass zu Beginn des Sommers eine normale Reise möglich sein wird." Die Regierung in Madrid arbeite dabei sowohl in der EU als auch in anderen internationalen Foren wie der OECD und der Welttourismusorganisation an einem abgestimmten Vorgehen, ergänzt ein Sprecher der spanischen Botschaft auf Anfrage der Zeitung.
+++ 03:28 Intensivmediziner: Kein Präsenzunterricht bis Anfang März +++
Intensivmediziner warnen vor einer Öffnung von Schulen und Kitas vor Anfang März. "Wir sehen die Gefahr, dass sich durch die Mutationen unbemerkt eine dritte Welle aufbaut", sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wir müssen den Lockdown in dem jetzt bestehenden Umfang mindestens bis Anfang März fortführen. Auch der Präsenzunterricht an den Schulen sollte bis dahin weiter ausgesetzt und Kitas geschlossen bleiben."
+++ 02:05 Industrie und Arbeitgeber wollen klares Öffnungskonzept +++
Vor den neuen Corona-Beratungen von Bund und Ländern verlangen die Spitzen von Industrie und Arbeitgebern ein klares Öffnungskonzept. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung der Präsidenten des Industrieverbands BDI und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Siegfried Russwurm und Rainer Dulger, hervor, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Viele Unternehmen seien nicht nur in einer existenziellen Notlage, ihnen fehle auch "der notwendige Planungshorizont". Nötig sei nun ein "Öffnungskonzept, mit dem das wirtschaftliche Leben schrittweise und regional differenziert" wieder in Gang komme, basierend auf einem "bundesweit einheitlichen und evidenzbasierten gesundheitspolitischen Rahmen", zitiert die Zeitung aus dem Papier.
+++ 01:15 Bund stellt 1,5 Milliarden Euro für weltweite Corona-Eindämmung bereit +++
Die Bundesregierung will für die weltweite Bekämpfung der Pandemie zusätzlich 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Das geht aus einer Vorlage des Finanzministeriums für den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Demnach sind 620 Millionen Euro für Impfdosen für Entwicklungsländer und 100 Millionen Euro für Impfstoffe zur Abgabe für humanitäre Zwecke vorgesehen. Weiteres Geld fließt in die Impfstoffforschung, die Therapeutik, die Diagnostik und zur Unterstützung von Gesundheitssystemen.
+++ 00:00 Kassen fordern breiten Einsatz von Tests in Pflegeheimen +++
Zum besseren Schutz von Pflegeheimbewohnern sollten die inzwischen reichlich verfügbaren Corona-Tests aus Sicht der Kassen auf breiter Front eingesetzt werden. Zu vieles habe zu lange gedauert, sagt der Vorstand des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV), Gernot Kiefer, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Aber jetzt stehen beispielsweise pro Heimbewohner und Monat 30 Tests zur Verfügung, was endlich ausreichend ist. Damit können die Bewohner selbst, deren Besucher und die Beschäftigten getestet werden." Als Helfer beim Testen stünden auch Bundeswehrsoldaten bereit.
+++ 22:13 Leopoldina: Lockdown konsequenter umsetzen +++
Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina beklagt die unzureichende Umsetzung des Lockdowns. "Die Schutzmaßnahmen müssen gerade wegen der Mutationen konsequenter als bisher um- und durchgesetzt werden", sagt der Präsident der Wissenschaftler-Vereinigung, Gerald Haug, dem "Handelsblatt". Er bekräftigt die Forderung nach bundesweit einheitlichen Regeln zum Schutz vor Covid-19. Bisher habe "die föderale Vielstimmigkeit das verhindert, damit wurden Weichen falsch gestellt".
+++ 22:00 Abgewandelte britische Mutante besorgt Forscher +++
Eine veränderte Form der britischen Coronavirus-Variante B.1.1.7 ruft bei britischen Wissenschaftlern Besorgnis hervor. Wie das Gesundheitsministerium in London mitteilt, wurde die zuerst in Bristol entdeckte Mutante als "Variant of Concern" (etwa: Besorgniserregende Variante) eingestuft. Sie weise eine zusätzliche E484K-Mutation auf, heißt es zur Erklärung. Dahinter dürfte die Sorge stecken, dass die in Bristol entdeckte Variante gefährliche Merkmale der britischen und anderer Varianten in sich vereinen könnte. Eine ähnliche Mutante wurde auch in Liverpool festgestellt. Beide zusammen wurden in Großbritannien bislang in 76 Fällen nachgewiesen. Die Gesundheitsbehörde Public Health England schränkt jedoch ein, dass die E484K-Mutation seit April in unterschiedlichen Varianten immer wieder aufgetreten und dann wieder verschwunden sei. Die Veränderung E484K im Erbgut des Virus ist von der südafrikanischen und der brasilianischen Variante bekannt und wird mit einer verminderten Immunreaktion bei Menschen in Verbindung gebracht, die bereits eine Coronavirus-Infektion durchgemacht haben oder geimpft wurden.
+++ 21:55 Frankreich meldet insgesamt fast zwei Millionen Impfungen +++
In Frankreich haben nach offiziellen Angaben 1,987 Millionen Menschen eine erste Impfung erhalten. Die zweite Impfung sei 366.733 Mal verabreicht worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. In Frankreich leben etwa 67 Millionen Menschen.
Coronavirus+ - Überblick international nach verteilten Impfdosen gesamt und je 100 Einwohner, Quelle Our World in Data, OWiD - täglich aktualisiert
+++ 21:28 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 5309 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.295.469 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 5309 neue Fälle hinzu. Der aktuelle Tageszuwachs liegt um 1545 Fällen unter dem Niveau von Dienstag vergangener Woche (2. Februar: 6854 Fälle). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 621 auf 62.492. Als aktuell infiziert gelten 170.121 Personen.
Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,79 angegeben (Vortag: 1,00). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 79 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,82 (Vortag: 0,89). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 3846 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2130 davon werden beatmet. Rund 4616 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.
Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.
Tab+: Pandemie-Parameter, Aktuelle Kennziffern zum Infektionsgeschehen in Deutschland
+++ 21:05 Spanien überschreitet Marke von insgesamt drei Millionen Corona-Fällen +++
In Spanien hat die Zahl der Sars-CoV-2-Infektionen die Marke von insgesamt drei Millionen durchbrochen. Die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen sei innerhalb von 24 Stunden um 16.402 gestiegen, teilt das Gesundheitsministerium mit. Mit 766 neuen Todesfällen binnen 24 Stunden wurde der höchste Wert seit April verzeichnet. Insgesamt gab es mehr als 63.000 Todesfälle in Zusammenhang mit Corona in dem Land mit 47 Millionen Einwohnern. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ist seit Ende Januar im Zuge strenger Einschränkungen der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit konstant rückläufig. Am Dienstag fiel die Sieben-Tage-Inzidenz den amtlichen Angaben zufolge auf 233 - nach 250 am Vortag. Erst vor zwei Wochen war noch ein Höchstwert von fast 421 gemeldet worden.
+++ 20:38 Britische Mutation erreicht Norderney +++
Die britische Corona-Virusvariante B.1.1.7 wird erstmals auch auf der ostfriesischen Insel Norderney nachgewiesen. Ein entsprechender Befund sei dem Gesundheitsamt des Landkreises Aurich bestätigt worden, teilt die Kreisverwaltung mit. Demnach war die infektiösere Mutation Ende Januar bei einem Mann festgestellt worden. Er ist inzwischen gestorben. Weitere Hinweise auf die Corona-Variante gebe es aktuell nicht, hieß es. Seit einigen Tagen steigen die Fallzahlen auf der Insel mit rund 6000 Einwohnern an.