Mann selbst schwer verletzt80-Jähriger nach Fund zweier Leichen in Ortrand unter Verdacht

In der brandenburgischen Kleinstadt Ortrand stoßen Polizeibeamte am Wochenende auf zwei Leichen mit Schussverletzungen. Ein 80-Jähriger ist zudem schwer verletzt. Gegen ihn wird inzwischen ermittelt.
Nach dem Fund zweier Leichen in Ortrand in Südbrandenburg gehen die Ermittler von einem 80-jährigen Mann als Tatverdächtigen aus. "Gegen den Tatverdächtigen wird wegen Totschlags ermittelt", teilte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Cottbus, Stephanie Engler, mit. Die Opfer - ein 57-jähriger Mann und eine 45-jährige Frau - wurden "mittels einer Schusswaffe tödlich verletzt".
Die Polizei war am frühen Samstagmorgen nach Ortrand gerufen worden, einer Kleinstadt im Landkreis Oberspreewald-Lausitz an der Landesgrenze zu Sachsen. Die Beamten fanden die beiden Toten in einem Nebengebäude eines Wohngrundstücks. Den 80-jährigen Mann entdeckten sie schwer verletzt.
Was sich auf dem Grundstück genau abspielte, ist bisher unklar. Der schwer verletzte 80-Jährige sei der Tatverdächtige, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Zur Frage der Beziehung der Personen und des Motivs dauerten die Ermittlungen noch an. Dazu würden Zeugen vernommen. Ein Gegenstand der Ermittlungen sei auch, um was für eine Schusswaffe es sich handelte.
Die Tat hatte die Kleinstadt und ihre Bewohnerinnen und Bewohner erschüttert. Bürgermeister Maik Bethke sprach davon, dass die Bürger die Geschehnisse mit großer Bestürzung aufgenommen hätten.