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"Jeder Mensch braucht Hoffnung" Anwalt will Dutroux ins Kloster bringen

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Der Anwalt von Marc Dutroux plant, den Mörder bis 2021 aus dem Gefängnis zu holen.

REUTERS

Seit mehr als 20 Jahren sitzt der belgische Mörder und Kinderschänder Marc Dutroux in Haft. Sein Anwalt hat sich vorgenommen, ihn bis 2021 aus dem Gefängnis zu holen. Er findet die lebenslange Strafe "sinnlos".

Der belgische Kinderschänder und Mörder Marc Dutroux hofft, mithilfe seines neuen Anwalts bis 2021 aus der Haft entlassen zu werden. Der zu lebenslanger Haft verurteilte Sexualstraftäter solle nach seiner Freilassung in ein Kloster überwiesen oder mit einer Fußfessel in seinem Haus leben, sagte der Anwalt Bruno Dayez der belgischen Zeitung "Sudpresse".

2021 hätte Dutroux 25 Jahre seiner Strafe abgesessen. Dayez übernahm vor einem Jahr das Mandat und hat sich vier Jahre Zeit gegeben, um Dutroux aus dem Gefängnis zu holen. Bis dahin will er Dutroux' Haftbedingungen dem Bericht zufolge verbessern. "Eine Strafe ist sinnlos, wenn sie kein Ende hat", erklärte Dayez. Jeder Mensch brauche Hoffnung.

Dutroux, der in Charleroi lebte, hatte in den 1990er-Jahren sechs Mädchen entführt und vergewaltigt. Zwei von ihnen konnten gerettet werden, zwei wurden verhungert in einem seiner Häuser in Marcinelle unweit von Charleroi gefunden, zwei weitere hatte Dutroux bei lebendigem Leib im Garten eines weiteren Hauses in dem Ort begraben. 1996 wurde er festgenommen, 2004 zu lebenslanger Haft verurteilt.

Dutroux' Frau Michelle Martin war in die Taten verwickelt und zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. 2012 wurde sie nach 16 Jahren Gefängnis freigelassen und in ein Kloster überstellt.

Die Affäre Dutroux traumatisiert bis heute Belgien, vor allem das komplette Versagen von Polizei und Justiz in dem Fall trieb die Menschen auf die Barrikaden. Als Konsequenz wurden beide inzwischen reformiert. Dutroux' bisherige Anträge auf vorzeitige Entlassung scheiterten.

Quelle: n-tv.de, ara/AFP

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