Panorama

Streik in Berlin und BrandenburgAusstand trocknet viele Geld-Automaten aus

04.05.2015, 14:11 Uhr
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Den Automaten gehen die Geldscheine aus. (Foto: dpa)

In Berlin und Brandenburg wird das Bargeld an den Automaten knapp. Mehrere Banken haben bereits ihre Automaten gesperrt. Grund für die Ausfälle ist der Streik eines Sicherheitsunternehmens.

Bahn, Busse und Geldautomaten: Bahnreisende müssen in den kommenden Tage starke Nerven haben: Noch nie wurde der Personenverkehr in Deutschland so umfassend bestreikt wie nun von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) angekündigt. In Brandenburg wird der Streik im Nahverkehr fortgesetzt. Doch noch ein weiterer Streik wird nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit geführt. Die Auswirkungen werden die betroffenen Bürger an ihrem Geldbeutel zu spüren bekommen.

In Berlin und Brandenburg gibt es zahlreiche Geldautomaten, die offenbar kein Bargeld mehr ausgeben können. Weil der Geldtransporter Prosegur in Potsdam streikt, werden die Behälter nicht mehr aufgefüllt. In Frankfurt/Oder und Berlin wurden bereits zahlreiche Geldautomaten gesperrt, meldet der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). "Wir sind bestrebt, die Beeinträchtigungen für unsere Kunden so gering wie möglich zu halten", sagte ein Sprecher der Deutschen Bank der "Berliner Morgenpost". Nicht betroffen sind die Automaten der Sparkasse.

Verdi will durch den Streik bei Prosegur, der Tochter eines spanischen Unternehmens, eine Neuregelung der Arbeitszeiten und der Bezahlung erreichen, sowie eine Erhöhung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes. Von insgesamt 350 Mitarbeitern sollen sich 150 "dauerhaft im Streik" befinden, sagte Verdi-Verhandlungsführer André Pollmann zum rbb.

Pollmann zufolge sei der in Potsdam gültige Haustarifvertrag seit 2001 nicht mehr angepasst worden. Im März sei bereits für einen Tag die Arbeit niedergelegt worden, diesmal solle der Streik länger dauern.

In Frankfurt (Oder) sei das Geld in den Automaten fast flächendeckend ausgegangen, auch in Berlin gebe es zunehmend Nachschubprobleme, so Pollmann. Hier sind unter anderem die Automaten der Deutschen Bank, der Commerzbank, der Berliner Bank, der Postbank und der Sparda-Bank betroffen.

Quelle: ntv.de, dsi

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