Panorama

"Enigma" für 45.000 Euro Bieter ersteigert Nazi-"Wunderwaffe"

dbb560975ffd7716a151d7c6e1b8915b.jpg

Die Chiffriermaschine vom Typ 1 wurde in Berlin von Heimsoeth & Rinke gebaut.

(Foto: REUTERS)

Um die deutsche Chiffriermaschine "Enigma" ranken sich viele Gerüchte: Ein anonymer Käufer hat nun ein solches Gerät der Wehrmacht ersteigert - für stolze 45.000 Euro. Der Vorbesitzer hatte das Exemplar für nur 100 Euro auf dem Flohmarkt gekauft.

Eine 1941 gebaute Chiffriermaschine der deutschen Wehrmacht ist im Bukarester Auktionshaus Artmark für 45.000 Euro an einen nicht genannten Online-Kunden verkauft worden. Der Startpreis hatte bei 9000 Euro gelegen. Der frühere Besitzer hatte das seltene Objekt der Marke "Enigma" zuvor auf einem Bukarester Flohmarkt für umgerechnet 100 Euro gekauft, teilte Artmark mit.

Der bei Heimsoeth & Rinke in Berlin gebaute Apparat vom Typ 1 mit drei Rotoren wurde von Nazi-Deutschland während des Zweiten Weltkriegs zur Weitergabe verschlüsselter militärischer Informationen verwendet.

Das Gerät funktioniere noch einwandfrei, der letzte Besitzer - von Beruf Mathematiker und Ingenieur - habe es gewissenhaft gepflegt. "Die Lichtlein gehen an, die Rotoren drehen sich", sagte Artmark-Sprecher Vlad Georgescu.

Die Chiffriermaschine Enigma galt als eine der "Wunderwaffen" der Nazis im Kampf gegen den Rest der Welt: Unabgehört konnte die Wehrmacht damit Funksprüche verschicken - bis ein gewiefter Engländer namens Alan Turing den Code knackte.

Quelle: n-tv.de, vni/dpa

Mehr zum Thema