Panorama

Experten arbeiten rund um die Uhr "Concordia"-Bergung wird viel teurer

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Seit Monaten arbeiten Spezialisten an der Bergung des verunglückten Kreuzfahrtschiffs.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das havarierte Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" macht wieder Ärger. Nachdem der Prozess gegen den Kapitän direkt nach dem Auftakt in der letzten Woche verschoben wurde, bringen nun horrende Bergungskosten das Schiff erneut in die Schlagzeilen.

Die Bergung des Wracks der havarierten "Costa Concordia" soll nach Schätzung der Reederei 500 Millionen Euro kosten und wäre damit mehr als doppelt so teuer wie zu Beginn veranschlagt. Das Kreuzfahrtschiff soll im September vor der italienischen Insel Giglio aufgerichtet und später weggeschleppt werden.

"Man kann dieses Jahr nicht ausschließen, aber das nächste Jahr ist wahrscheinlicher", sagte Projektleiter Franco Porcellacchia von der Reederei Costa Crociere zum voraussichtlichen Abschluss der Arbeiten.

Rund 500 Spezialisten arbeiten rund um die Uhr in Schichten daran, das Wrack zu bergen. Zu Beginn des Projekts im Mai 2012 waren für die laut Porcellacchia weltweit einzigartige Aktion Kosten in Höhe von etwa 236 Millionen Euro und eine avisierte Dauer von einem Jahr angegeben worden.

Die "Costa Concordia" war am 13. Januar 2012 vor der Toskana-Insel auf eine Klippe aufgelaufen und in Schieflage geraten. 32 Menschen starben bei dem Unglück, darunter zwölf Deutsche. Kapitän Francesco Schettino steht wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung, Verursachung von Umweltschäden und Verlassens eines Schiffes in Seenot vor Gericht. Der Prozess wurde wegen eines landesweiten Anwaltstreiks direkt nach Auftakt auf den 17. Juli vertagt.

Quelle: ntv.de, dpa