Panorama

"Der König hat viel Humor"Der Kons und die Königin von Schweden

23.10.2026, 16:07 Uhr imageVon Sabine Oelmann
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Königin Silvia zeigt sich im exklusiven Interview mit Wolfram Kons so persönlich wie selten. (Foto: RTL)

2026 ist für das schwedische Königspaar ein ganz besonderes Jahr: König Carl XVI. Gustaf wurde 80, das Paar blickt auf 50 gemeinsame Ehejahre zurück und Königin Silvia ist seit 50 Jahren Königin von Schweden. Auf der Insel Mainau im Bodensee trifft Königin Silvia Wolfram Kons zum Interview.

Im Gespräch mit Wolfram Kons zeigt sich Königin Silvia von einer überraschend persönlichen und offenen Seite. Sie spricht unter anderem über den Humor ihres Mannes, König Carl XVI. Gustaf, über ihre Tochter, Kronprinzessin Victoria. Wolfram Kons und Königin Silvia kennen sich seit vielen Jahren durch ihr gemeinsames Engagement für Kinder. Die Königin setzt sich mit ihrer Childhood-Stiftung für Kinder ein, Wolfram Kons als Gründer und Vorstand der "Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.".

"Das Besondere für mich ist, zu sehen wie die Mentor-Stiftung Kindern wirklich hilft", sagt die Königin im Interview. Auf der Insel Mainau wird Kindern geholfen, über ihre Probleme, Ängste und Sorgen zu sprechen: "Die Kinder werden überhäuft mit Informationen aus allen Richtungen, sie brauchen einen Mentor, Erwachsene, die sie anleiten und zuhören."

Königin Silvia hört gern zu, und sagt nachdenklich: "Ich glaube, die Eltern sitzen selbst zu lange am Handy. Da wagen es die Kinder nicht, sie anzusprechen und ziehen sich zurück an ihr eigenes Telefon." Ein Teufelskreis. Sie findet, mit der Digitalisierung wird es für Kinder an vielen Stellen schwieriger statt leichter, da der persönliche Zugang fehlt und nicht alle mithalten können.

Die ehemalige Nachbarin aus Düsseldorf

Nutzt Königin Silvia denn die KI? "Ich glaube, ich bin in einem Alter angekommen, in dem ich darüber stehe", sagt sie Wolfram Kons schmunzelnd. "Ich finde es interessant und spannend, aber ich kann diese Technik nicht bedienen. Ich finde es aber großartig, wenn andere das können", verrät sie, und auch, dass sie es "ein bisschen unheimlich findet".

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Die Deutschen liegen ihr am Herzen. "Ich glaube an das deutsche Volk, das schon so schwere Zeiten durchgemacht hat. Und wenn ich in Deutschland bin, dann weiß ich von den Problemen, aber ich spüre sie nicht." (Foto: RTL)

Andere Probleme gehen an Majestät ebenfalls nicht spurlos vorüber: "Dass der Bodensee so leer ist wie im Augenblick unseres Interviews hier habe ich noch nie erlebt," sagt sie Wolfram Kons, "das ist entsetzlich."

Gemeinsam mit den Stiftungen Ihrer Majestät und der 'Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.' konnte zehntausenden Kindern nachhaltig geholfen werden. Kons liebt die Treffen mit der Regentin: "Es ist immer eine große Freude und Ehre, die Königin zu treffen. Tatsächlich war sie schon als Silvia Sommerlath meine Nachbarin in Düsseldorf. Sie war eine junge Frau, ich war ein Baby. Meine Eltern erzählen gerne die Geschichten aus der Nachbarschaft und heute lachen Königin Silvia und ich über die historische Begegnung."

Apropos lachen - was bringt König Carl Gustaf zum Lachen? Und wie bringt er sie nach 50 Jahren Ehe noch zum Lachen? "Mit vielem", antwortet sie, "er hat einen schönen Humor. Das glaubt man vielleicht nicht, wenn man ihn nicht kennt. Er sieht ja ein wenig strenger aus, aber er ist ein sehr netter, liebevoller Mann." Auch über ihre Tochter, die Kronprinzessin - sie wird nächstes Jahr 50 - nur nette Worte, sie ist stolz auf ihre Tochter, "die eine herzliche, kluge Frau ist. Sie hat Humor, begreift schnell, sie ist umsichtig. Viktoria ist eine tolle Persönlichkeit."

"Ich habe das Beste daraus gemacht"

Was würde Königin Silvia an einem Tag tun, an dem sie keine Königin wäre? "Ich würde den Tag einfach genießen. Mich an einen See setzen, einen Kaffee trinken, ein Stück Käsekuchen dazu", ist ihr bescheidener Wunsch. Ist das das typisch Deutsche an ihr? "Ich bin in Brasilien aufgewachsen, mit einer brasilianischen Mutter und einem sehr korrekten, deutschen Vater. Also Ordnung und Pünktlichkeit, das forderte er auch von seinen Mitmenschen. Meine Mutter war charmant, herzlich, und wenn mein Vater jemanden kritisierte, dann bat sie ihn, lass doch, das wird sich von allein einrenken." Nach wem kommt sie mehr? "Man sagt, dass ich ein brasilianisches Herz und einen deutschen Kopf habe. Vielleicht." Die Königin lächelt.

Viele Menschen stellen sich vor, wie es wäre, Königin oder König zu sein - was wäre sie gern geworden, wenn sie nicht Königin geworden wäre? "Ich sehe mich ja nicht als Königin" antwortet sie freundlich, aber bestimmt, "ich sehe mich als Frau, als Mutter, als Mensch, und ich versuche, mir selbst nahe zu sein." Sie habe nicht gewusst, was auf sie zukommt, ergänzt sie noch, oder was von ihr erwartet wurde. "Das Einzige, das ich versprechen konnte, war: Ich mache das Beste daraus. Ich setze mein Leben ein dafür."

Der RTL-Spendenmarathon findet dieses Jahr am 19. und 20. November statt.

Quelle: ntv.de

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