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Namensvetter war Ehrengast Elfjähriger schläft bei Trump-Rede ein

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Zu diesem Zeitpunkt war Joshua noch wach.

REUTERS

Der Sechstklässler Joshua Trump hat es in der Schule nicht leicht. Seine Mitschüler hänseln ihn wegen seines Namens. Als Entschädigung lädt ihn die First Lady persönlich zur Rede des US-Präsidenten ein. Auch dort zieht der Elfjährige die Aufmerksamkeit auf sich.

Die rund 80 Minuten lange Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Donald Trump ist für dessen Ehrengast, den Schüler Joshua Trump, offenbar zu lang gewesen. Der Elfjährige schlief mitten in der Ansprache im vollbesetzten Repräsentantenhaus ein.

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Das Nickerchen blieb den Fotografen nicht verborgen: Ihre Fotos zeigen, wie der kleine Namensvetter Trumps zwei Plätze neben der First Lady in seinen Sitz versunken wegdämmerte. Melania Trump hatte den Jungen zum Symbol für ihren Kampf gegen Mobbing gemacht, weil dieser über Monate in seiner Schule im US-Bundesstaat Delaware wegen seines Nachnamens gehänselt wurde.

Dabei ist er mit der Präsidentenfamilie nicht verwandt. Melania lud Joshua als Ehrengast zur Rede der Nation ein. Dass diese erst um 21 Uhr begann, war für den Schüler offenbar zu spät. Und auch die angesprochenen Themen könnten bei ihm wenig mitreißend gewirkt haben.

So appellierte Trump einmal mehr an die Demokraten, eine Einigung im erbitterten Streit um den Staatshaushalt und die Einwanderung zu ermöglichen. Er mahnte "Kooperation und Kompromisse zum gemeinsamen Vorteil" an. Zugleich beharrte er auf seiner Grenzmauer. Der Republikaner sprach von einer "dringlichen nationalen Krise" an der Grenze, bezeichnete die Trecks von zentralamerikanischen Migranten in Richtung USA als "gewaltigen Angriff" und beschwor eine angebliche "Bedrohung" für Sicherheit und Wohlstand der US-Bürger durch die illegale Zuwanderung.

Quelle: n-tv.de, jki/AFP

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