Panorama

Pflegeheimbewohner zuerst Erste Impfdosen in den Ländern eingetroffen

In Deutschland beginnen am morgigen Sonntag die Impfungen gegen das Coronavirus. Aufwändig und gesichert werden die Dosen an die Bundesländer verteilt. Zunächst werden dann die Bewohner in Pflegeheimen durch mobile Teams versorgt.

Einen Tag vor Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland sind die ersten Impfstoffdosen in einzelnen Bundesländern eingetroffen. Der Bund lässt seit dem Morgen Zehntausende Dosen der Firma Biontech an insgesamt 27 Standorte liefern. Von dort werden sie an Impfzentren und mobile Teams verteilt, die dann am Sonntag die ersten Impfungen verabreichen sollen. Zuerst sollen Menschen über 80 sowie Pflegekräfte und besonders gefährdetes Krankenhauspersonal immunisiert werden.

In Bayern nahmen Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsministerin Melanie Huml die Lieferung am Morgen in Erlangen in Empfang. Es handele sich um die Hälfte der für den Freistaat bestimmten ersten 9750 Impfdosen, sagte Huml. Die übrigen Dosen sollten in München ankommen. Von München und Erlangen aus wird der Impfstoff regional verteilt, alle 99 Impfzentren in Bayern sollen damit versorgt werden. Am morgigen Sonntag sollen die ersten mobilen Impfteams ausrücken, um vor allem in Alten- und Pflegeheimen sowie in Krankenhäusern zu impfen.

In Thüringen brachte ein Logistikunternehmen den Impfstoff per Kühltransport und in Polizeibegleitung zur Lagerung an einen Ort, der zunächst nicht näher genannt werden sollte. Auch in anderen Bundesländern liefen die Vorbereitungen zur Verteilung des Impfstoffs auf Hochtouren.

In Nordrhein-Westfalen erreichten nach Angaben der Staatskanzlei 9750 Impfdosen das bevölkerungsreichste Bundesland. Sie wurden aus einer Impfstoff-Fabrik in Belgien transportiert und in ein geheimes Zentrallager des Landes NRW gebracht. Ministerpräsident Armin Laschet betonte: "Das ist ein wichtiger Moment der Zuversicht. Mit der Lieferung des ersten Corona-Impfstoffes entsteht Hoffnung auf ein normales Leben, wie wir es vor dem Virus gekannt haben." Am Vormittag wollen sich Laschet und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zum Ablauf der ersten Impfungen ab Sonntag äußern.

Der in Fläschchen abgefüllte Impfstoff muss bei minus 70 Grad gelagert werden. In den nächsten Tagen bis zum Jahresende sollen weitere 273.000 Dosen nach NRW kommen, ab Januar dann wöchentlich 141.375 Dosen. Am morgigen Sonntag werden vom Zentrallager aus je 180 Impfdosen in alle 53 Kreise und kreisfreien Städte weiter geliefert, um die ersten Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen durch mobile Teams impfen zu lassen.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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