Panorama

"Ernste Angelegenheit"Flugzeug von US-Politiker in See gestürzt

14.09.2026, 12:01 Uhr
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Tom Tiffany kam mit dem Schrecken davon - und zwölf Stichen an einer Platzwunde. (Foto: Tom Williams/CQ-Roll Call, Inc via Getty Images)

Mitten im Wahlkampf um das Gouverneursamt in Wisconsin stürzt das Privatflugzeug des republikanischen Kandidaten Tiffany ab. Er hat Glück im Unglück: Sein Pilot ist absoluter Profi. Wie durch ein Wunder überleben die beiden.

Ein Flugzeug, in dem ein US-amerikanischer Politiker von einer Wahlkampfveranstaltung nach Hause reiste, ist am Wochenende kurz vor dem Zielflughafen abgestürzt. In der Beechcraft K35, in der bis zu fünf Reisende Platz finden, befanden sich lediglich der republikanische Kongressabgeordnete Tom Tiffany und sein Pilot Len Boltz. Die beiden waren am Samstagabend auf dem Weg vom Lincoln Day Dinner in La Crosse County nach Wausau Downtown im Bundesstaat Wisconsin, als es gegen 20.50 Uhr zu dem Unglück kam.

Die Maschine habe im Landeanflug an Leistung verloren, sagte Tiffany laut Medienberichten auf einer Pressekonferenz am Sonntag. Er sei von Boltz aufgefordert worden, seinen Sicherheitsgurt festzuzurren. Bereits zehn Sekunden später sei es zur Notlandung auf dem Wasser gekommen, berichtet unter anderem CBS. Boltz habe über sein Handy den Notruf gewählt, das Smartphone von Tiffany befinde sich nun auf dem Grund des Sees.

Ganze zehn Minuten hätten Tiffany und Boltz auf dem Wrack ausgeharrt, das immer weiter versank, heißt es bei Fox News. Anschließend beschlossen die Männer, in Richtung des Flughafens zu schwimmen. Dabei entdeckten sie eine Erhebung des Bodens, auf dem sie stehen konnten. Das Wasser stand etwa eineinhalb Meter hoch.

Wo genau sich die Bruchpiloten befanden, war den Rettungskräften jedoch nicht klar. Sie rückten mit Dutzenden Kräften in der Dunkelheit an und begannen zunächst vom Ufer aus, die Absturzstelle zu lokalisieren. Wenig später kamen Rettungsboote und Wärmebildkameras zum Einsatz. Sogar ein Anwohner habe den Rettern sein Boot zur Verfügung gestellt, berichtet Fox News.

Tiffany erklärt, er habe sich eine Platzwunde über dem Auge zugezogen, die mit zwölf Stichen genäht werden musste. Bolt sei mit vier Stichen davongekommen. Weitere Verletzungen wiesen die zwei Insassen des Kleinflugzeugs nicht auf.

"Leben ist kostbar"

"Obwohl wir wussten, dass es eine ernste Angelegenheit war, haben wir gestern Abend noch die ganze Zeit Witze gemacht", sagt Tiffany am Sonntag, nachdem er aus dem Krankenhaus entlassen wurde. "Ich muss sagen, dass mir das ganze Ausmaß der Sache erst jetzt so richtig bewusst wird." Auf X legt der Politiker, der für das Gouverneursamt in Wisconsin kandidiert, nach: "Eine solche Erfahrung erinnert einen daran, wie kostbar das Leben ist."

Tiffany lobt Boltz' Erfahrung, die dazu beigetragen habe, dass die Notlandung in absoluter Dunkelheit nicht tödlich endete. "Er war klug und schnell genug, um zu denken: 'Wir müssen unbedingt das Fahrwerk einfahren'", so der Republikaner. "Das hat uns möglicherweise gerettet." Boltz sei vor seiner Arbeit als Privatmaschinenpilot Fluglehrer bei der US-Luftwaffe gewesen, berichtete Tiffany.

Eine Reise nach Washington hat Tiffany nach dem Vorfall abgesagt. Heute will der Lokalpolitiker aber wieder in den Wahlkampf einsteigen. "Das wird mich nicht von meinen Bemühungen abhalten, die ich vor einem Jahr begonnen habe, der nächste Gouverneur des Bundesstaates Wisconsin zu werden", gibt er sich kämpferisch.

Quelle: ntv.de, mpa

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