Panorama

Franzose zeigt sich reumütigGericht in Singapur verurteilt Teenager wegen Trinkhalm-Streichs

30.07.2026, 08:58 Uhr
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Ein-19-Jahre-alter-Franzose-2-v-r-betritt-in-Begleitung-seiner-Anwaelte-das-Gebaeude-der-State-Courts-Der-Student-musste-sich-vor-Gericht-verantworten-er-soll-sich-gefilmt-haben-wie-er-einen-Strohhalm-ableckt-und-ihn-anschliessend-in-den-Spender-eines-Saftautomaten-zuruecksteckt-Das-Video-soll-er-danach-in-sozialen-Medien-verbreitet-haben
Der 19-jährige Franzose (2.v.r.) hat einen Studentenpass und studiert an der ESSEC Business School in Singapur. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Ein französischer Student in Singapur leckt einen Trinkhalm ab und steckt ihn wieder in den Saftautomaten. Er filmt die Szene für eine Instagram-Story, das Video geht viral - und ruft die Polizei auf den Plan. Der Teenager kommt glimpflich davon, doch eine Frage ist noch offen.

Ein Internetstreich mit einem abgeleckten Trinkhalm wird für einen französischen Studenten in Singapur teuer. Ein Gericht verurteilte den 19-Jährigen zu einer Geldstrafe von 600 Singapur-Dollar (etwa 400 Euro), nachdem er sich schuldig bekannt hatte, durch seine Aktion die öffentliche Ordnung gestört zu haben, wie die Zeitung "Straits Times" unter Berufung auf die Justiz berichtete.

Jedoch kam der Angeklagte noch glimpflich davon - ihm hatte sogar eine Gefängnisstrafe gedroht. Unklar ist derweil noch, ob ihm auch der Aufenthaltstitel entzogen wird. Der Franzose besitzt einen Studentenpass und studiert an der ESSEC Business School in Singapur.

Der Student hatte im März an einem Automaten für frisch gepressten Orangensaft zunächst einen Trinkhalm aus dem Spender gezogen, diesen abgeleckt und ihn anschließend wieder zurückgesteckt. Die Szene filmte er für eine Instagram-Story.

Hunderte Trinkhalme ausgetauscht

Ein Mitarbeiter des Saftautomatenbetreibers sah das viral gegangene Video und wandte sich an die Polizei. Daraufhin mussten sämtliche 500 Trinkhalme des Automaten ausgetauscht werden. Der entstandene Schaden belief sich den Gerichtsunterlagen zufolge zwar nur auf fünf Singapur-Dollar (rund 3,30 Euro) - jedoch sorgte der Fall landesweit für Aufsehen.

Wegen Störung der öffentlichen Ordnung drohten dem Franzosen bei einem Schuldspruch eine mehrmonatige Gefängnis- oder eine Geldstrafe - oder beides. Jedoch hatte er sich vor Gericht reumütig gezeigt: Sein Anwalt erklärte, seinem Mandanten sei inzwischen bewusst geworden, dass eine vermeintlich harmlose und spielerische Aktion weitreichende Folgen haben könne.

Der wohlhabende Stadtstaat Singapur ist für seine strengen Gesetze und deren konsequente Durchsetzung bekannt. Hohe Sauberkeitsstandards und strikte Regeln im öffentlichen Raum gehören seit Jahrzehnten zum Markenzeichen des Landes. So ist etwa auch die Einfuhr von Kaugummi weitgehend verboten, um Verschmutzung und Vandalismus zu verhindern.

Quelle: ntv.de, are/dpa

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