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Fachtagung und Kabarett In den Niederlanden starten Veranstaltungen

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Auch bei Fußballspielen soll getestet werden, ob es eine coronasichere Variante für Fans gibt.

(Foto: picture alliance / ANP)

Ist das Mut oder Leichtsinn? In den Niederlanden sollen mit Feldversuchen verschiedene Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen geprüft werden. "Fieldlab Events" beginnt mit einer Fachtagung mit rund 500 Personen. Mit Tests und Bewegunstrackern sollen coronasichere Konzepte bei Events entstehen.

Hunderte Menschen in einem Saal oder Stadion - und das trotz Corona? Ob und wie das funktionieren könnte, soll jetzt in den Niederlanden erprobt werden. Zunächst kommen dafür am Montag im Beatrix-Theater in Utrecht rund 500 Teilnehmer zu einer Fachtagung zusammen. In der folgenden Woche stehe dort dann eine Kabarettshow mit Publikum auf dem Programm, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP.

Auch Fußballspiele mit jeweils 1500 Zuschauern sowie Shows im Amsterdamer Ziggo Dome und Freiluftveranstaltungen in einem Ferienpark seien vorgesehen - jeweils mit umfangreichen Vorsichtsmaßnahmen.

Darauf haben sich die Veranstaltungsbranche, das Gesundheitsministerium, weitere Behörden und wissenschaftliche Einrichtungen der Niederlande im Rahmen der Initiative Fieldlab Events verständigt. Ziel sei es, coronasichere und vertrauenswürdige Konzepte für Veranstaltungen mit Publikum zu entwickeln.

Mit Tests und Fragen

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Alle Beteiligten müssen über einen maximal 48 Stunden alten Corona-Negativtest verfügen. Bei der Ankunft werden sie zu möglichen Symptomen befragt und es wird Fieber gemessen. Bei Verdachtsmomenten werden Schnelltests vorgenommen. Jeder Teilnehmer wird verpflichtet, sich fünf Tage danach einem weiteren Coronatest zu unterziehen.

Zudem müssen alle während der Veranstaltung einen Bewegungssensor bei sich tragen, damit nachverfolgt werden kann, wo sie sich in der Zeit aufgehalten haben. Zu dem Feldversuch gehört auch, dass einige Zuschauer Masken tragen und andere Gesichtsschutzschirme. Die ermittelten Daten werden von mehreren Forschungseinrichtungen ausgewertet.

Quelle: ntv.de, jaz/dpa